das Jahr 2024 wird uns sicherlich als kommunales Superwahljahr in Erinnerung bleiben. Sowohl der Bürgermeister als auch die Mitglieder des Stadtrates und des Kreistages waren am 26. Mai zu wählen, was wegen der unterschiedlich langen Wahlperioden erst in 30 Jahren wieder passieren wird. Auch an den dieses Mal intensiv und ambitioniert geführten Wahlkampf der Bewerber wird man sich ebenfalls noch längere Zeit erinnern. Entscheidend ist letztendlich, wem Sie als Bürger die Entwicklung und die Geschicke unserer Stadt Schalkau und ihrer Ortsteile für die nächsten Jahre anvertrauen wollen.
Bei der Wahl des Bürgermeisters hat sich eine Mehrheit der Wähler für mich entschieden. Für das mir damit entgegengebrachte Vertrauen möchte ich mich bei meinen Wählern ganz herzlich bedanken. Danken möchte ich an dieser Stelle auch meinen Helfern, die mich tatkräftig im Wahlkampf unterstützt haben. Ein ganz besonderer Dank gilt dabei meiner Familie, die meine Entscheidung zu kandidieren von Anfang an mitgetragen hat und durch die ich während der Wahlkampfzeit stets Unterstützung und Ermutigung erfahren habe.
Besonders erfreulich und deshalb unbedingt erwähnenswert ist die hohe Wahlbeteiligung von 73 %! Dies zeigt mir deutlich, dass Ihnen, lieber Bürger, das Wohl unserer Heimat sehr am Herzen liegt und dass es die viel zitierte Politikverdrossenheit auf kommunaler Ebene nicht gibt.
Meine Hochachtung und mein Respekt gebührt aber auch unserer bisherigen Bürgermeisterin Ute Hopf, die mir noch am Wahlabend persönlich zum Erfolg gratulierte und sich damit als faire Bewerberin um das Amt des Bürgermeisters erwiesen hat. An dieser Stelle möchte ich Frau Hopf für ihren Einsatz und ihr Engagement während ihrer zwölfjährigen Amtszeit als Bürgermeisterin danken und ihr im neuen Lebensabschnitt alles Gute wünschen.
Meine Amtszeit als Bürgermeister beginnt offiziell zum 1. Juli. Da die Konstituierung des Stadtrates noch nicht erfolgte, wird das Herstellen der Arbeitsfähigkeit unseres wichtigsten Entscheidungsorgans oberste Priorität für mich haben. Gemeinsam mit dem neuen Stadtrat möchte ich eine sachorientierte Kommunalpolitik zum Wohle unserer Stadt betreiben, bei der die Entscheidungsprozesse transparent dem Bürger gegenüber kommuniziert werden. Dabei ist es mir besonders wichtig, dass weitreichende Entscheidungen nicht übereilt, sondern gründlich durchdacht und abgewogen getroffen werden. Emotional und unter Zeitdruck herbeigeführte Entscheidungen kamen uns in der Vergangenheit viel teurer zu stehen und schränkten die zukünftige Handlungsfähigkeit oft langfristig ein.
Um Entscheidungen des Stadtrates umsetzen zu können, ist es unbedingt erforderlich, die zwei wichtigen und derzeit vakanten Stellen des Hauptamtsleiters und des Kämmerers in der Stadtverwaltung schnellstmöglich zu besetzen. Nur so kann es gelingen, dass die Stadt Schalkau wieder aus der prekären Situation der vorläufigen Haushaltsführung herauskommt und im Rahmen eines beschlossenen und genehmigten Haushalts ihre Aufgaben rechtssicher wahrnehmen kann. Die Lösung dieses Personalproblems ist deshalb für mich eine der dringendsten Aufgaben.
Das mittel- und langfristige Ziel meiner Amtszeit als Bürgermeister sehe ich gemäß meinem Wahlprogramm im Erhalt der kommunalen Eigenständigkeit der Stadt Schalkau und damit in der Abmilderung des demografisch bedingten Einwohnerschwundes. Alle geplanten künftigen Maßnahmen und Investitionen müssen entsprechend dieser strategischen Zielstellung bewertet und priorisiert werden. Dabei ist es mir besonders wichtig, dass alle Ortsteile gleichermaßen Berücksichtigung finden und sich nachhaltig entwickeln können. Der Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplanes für das gesamte Gemeindeterritorium kommt hierbei eine herausragende Schlüsselfunktion zu.
Als langjähriges Mitglied des Stadtrates ist mir natürlich bewusst, dass das Wohl und Wehe unserer Kommune mit unseren ortsansässigen Firmen und Gewerbetreibenden steht oder fällt. Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Akteuren der Wirtschaft ist für mich deshalb von sehr großer Bedeutung. Nur gemeinsam können wir die Zukunft unserer Heimat positiv gestalten und die wirtschaftliche Grundlage für eine „blühende Stadt“ schaffen.
Gleiches gilt auch für das soziale und kulturelle Zusammenleben. Hier stehen wir zum Beispiel bei der Etablierung eines betreuten Wohnens und einer Tagespflege aktuell noch vor sehr großen Herausforderungen. Auch im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit gibt es einen erheblichen Handlungsbedarf. Umgehend muss es uns hier gelingen, dass der dringend benötigte Jugendsozialarbeiter seine Tätigkeit aufnimmt und die fehlenden außerschulischen Freizeit- und Betreuungsangebote für die Jugendlichen entstehen können. Für die im sozialen und kulturellen Bereich durch unsere Vereine, Freiwillige Feuerwehr, Kirchengemeinde und engagierte Bürger geleistete wertvolle ehrenamtliche Tätigkeit möchte ich meine Anerkennung und meinen besonderen Dank aussprechen. Die gute bisherige Zusammenarbeit auf diesem Gebiet möchte ich gerne weiterführen.
Liebe Schalkauer Bürger, wie aus dem kurz Skizziertem deutlich geworden ist, gibt es sehr viel in unserer Gemeinde zu tun. Gerne möchte ich mit Ihnen gemeinsam diese Probleme anpacken und lösen. Ich wünsche uns allen deshalb ein gutes Miteinander, eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle unserer Stadt und Ihnen persönlich Gottes guten Segen.
Herzlichst
Ihr/Euer
Mark Schwimmer
Bürgermeister