Bericht des Schülers Hendrik, Klasse 9a
Mit Volldampf starteten wir - eine wilde Mischung aus 10a, 10b und 9a - in unser Gardasee-Abenteuer. Schon vor Sonnenaufgang wurde klar: Schlaf ist auf Klassenfahrt sowieso überbewertet!
Kaum waren wir in Verona angekommen, zeigte sich das Wetter von seiner weniger angenehmen Seite und eine flott redende Stadtführerin - stilecht mit Regenschirm und Charme - marschierte mit uns zu Julias Balkon.
Dort versuchten gleich mehrere Mitschüler, Shakespeare zu zitieren, scheiterten aber entweder am Szenenverständnis oder an spontanem Lampenfieber.
Dass man sich in Verona auch durch herausragendes Beobachten auszeichnen kann, zeigte sich am Amphitheater: Während wir auf den Einlass warteten, analysierten wir die rekordverdächtig schnellen fliegenden Händler, die für manchen fast zur größten Attraktion wurden.
Der geplante Programmhöhepunkt am Mittwoch - Donnersound und Spritzwasser am berühmten Wasserfall bei Riva - fiel buchstäblich ins Wasser. Unser Busfahrer schien es recht sportlich zu nehmen und so landeten wir stattdessen bei einer glitschigen, aber keineswegs langweiligen Burgruinen-Wanderung. Das Wettrutschen auf dem schlammigen Hang gewann übrigens Frau Schreiber, dicht gefolgt von einigen Schülern ihrer Klasse, deren Regenponcho fast als Segel durchging. Nach Eis und Regenjacken-Trocknung in Arco kehrte die gute Laune blitzschnell zurück.
Das nächste Highlight war der Markt in Bardolino, der alles bot, was Schüler begehren: von schiefen Souvenir-Schneekugeln bis zum Sparschäler in Zitronengelb.
In Sirmione wurde am Nachmittag nach Herzenslust die alte Römersiedlung erkundet - und endlich ließ sich kaum jemand mehr davon abhalten, die Zehen ins eisige Wasser zu halten: Sommerfeeling mit Nervenkitzel-Temperatur!
An den Abenden testeten wir Pasta in allen Varianten, übten gemeinsam das perfekte „Dolce Vita“ und philosophierten über das spannendste Erlebnis des Tages.
Bei so viel Miteinander blieben nicht nur nasse Klamotten, sondern vor allem viele neue Eindrücke und Erfahrungen - und genau das macht solche Klassenfahrten so wertvoll: Neben dem Erkunden neuer Orte und Kulturen erlebten Schüler und Lehrkräfte ein Stück gemeinsames Leben und Lernen, das den Zusammenhalt stärkt und neue Seiten voneinander zeigt.
Mit einem Rucksack (kein Hartschalenkoffer!) voller schöner Erinnerungen kamen wir müde, aber glücklich zu Hause an.
Ein großes „Danke!“ an Frau Böhme, die das alles möglich gemacht hat!