Mensch und Maschine: Bei der Metallbearbeitung Ralf Weisheit GbR funktioniert das Zusammenspiel, wie Geschäftsführer Berti Weisheit Landrätin Peggy Greiser beim Unternehmensrundgang erläutert.
Am 17. November 2025 besuchte Landrätin Peggy Greiser das Unternehmen Metallbearbeitung Ralf Weisheit in Floh-Seligenthal. Empfangen wurde sie von Geschäftsführer Berti Weisheit sowie seiner Mutter Antje Weisheit, die im Unternehmen für Buchhaltung und Personalwesen zuständig ist.
Im Rahmen des Besuches gewährte der Geschäftsführer der Landrätin einen umfassenden Einblick in das breit gefächerte Leistungsspektrum des Unternehmens. Die Metallbearbeitung Ralf Weisheit fertigt Zulieferteile für eine Vielzahl von Industriezweigen, darunter den Maschinenbau, die Fahrzeugindustrie, die Lüftungstechnik, den Fahrradbau, die Optik- und Beleuchtungstechnik sowie den Landmaschinenbau.
Das Unternehmen blickt auf eine lange Geschichte zurück: 1952 wurde es von Schlossermeister Alwin Weisheit gegründet und später von seinem Sohn Günther Weisheit weitergeführt. 1994 gründeten er und sein Sohn Ralf die Metallbearbeitung Ralf Weisheit GbR. Nach dem unerwarteten Tod von Ralf Weisheit übernahm Berti Weisheit das Unternehmen und wandelte es in eine GmbH um. Heute beschäftigt die Firma 30 Mitarbeiter und arbeitet im Drei-Schicht-Betrieb.
Berti Weisheit sprach auch die aktuellen Herausforderungen an, mit denen sein Unternehmen konfrontiert ist. So berichtete er, dass seit 2022 keine Ausbildungsbewerbungen mehr eingegangen seien, was die Fachkräftegewinnung erschwere. Dennoch setzt das Unternehmen gezielt auf Mitarbeiterbindung und -gewinnung. So erhalten die Beschäftigten mit Kindern einen monatlichen Kindergartenzuschuss in Höhe von 100 Euro sowie einen 60-Euro-Einkaufs-gutschein. Ein weiteres Thema, das Berti Weisheit beschäftigt, ist die zunehmende Bürokratisierung, die seiner Meinung nach einen steigenden Arbeitsaufwand und eine wachsende Komplexität mit sich bringt.
Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen konnte die Metallbearbeitung Ralf Weisheit besonders während der Corona-Pandemie von einem unerwarteten Umsatzplus profitieren. Der gestiegene Bedarf an Fahrrädern führte dazu, dass das Unternehmen zahlreiche Teile für diesen Sektor fertigte.
Antje Weisheit betonte die hohen Qualitätsstandards, die Termintreue und die Flexibilität, die das Unternehmen auszeichnen. Diese Werte bilden nach wie vor die Grundlage für die kontinuierliche Akquise neuer Kunden. Trotz dieser Erfolge musste das Unternehmen jedoch einen Rückschlag hinnehmen: Ein wichtiger Kunde, der drittgrößte Auftraggeber, verlagert aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage einen Teil seiner Produktion nach China.