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Amtsblatt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen
Ausgabe 12/2024
Nichtamtlicher Teil
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Landrätin Peggy Greiser betont bei der Eröffnung des neuen QTI-Knotens, wie wichtig es für die Region sei, die Automobilindustrie in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Neue Austauschplattform im Landkreis Schmalkalden-Meiningen:

QTI-Knoten in Rohr eröffnet

Wichtiger Baustein für die Zukunft der regionalen Wirtschaft: Am 15. November wurde im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Rohr-Kloster der fünfte sogenannte „QTI-Knoten“ eröffnet. Nach Gotha, Eisenach, Sömmerda und Weberstedt bildet Rohr nun den vorerst letzten Standort dieser dezentralen Austauschplattform, die Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Akteure der Automobil- und Zulieferbranche vernetzt.

„Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Es freut mich daher sehr, dass wir im Landkreis Schmalkalden-Meiningen diesen wichtigen Baustein für die Transformation der Automobil- und Zulieferindustrie setzen konnten,“ erklärte Landrätin Peggy Greiser bei der Eröffnung. „Die Einrichtung dieses QTI-Knotens ist ein entscheidender Schritt, um unsere regionalen Unternehmen auf die Herausforderungen von Digitalisierung, Dekarbonisierung und Demografie vorzubereiten.“

Ein starkes Netzwerk für die Region

Die QTI-Knoten (Qualifikation, Transfer, Innovation) werden durch das Transformationsnetzwerk ANeTT (Automotive Netzwerk Transformation Thüringen) getragen und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit rund 1,6 Millionen Euro aus dem „Zukunftsfonds Automobilindustrie“ gefördert.

„Unser Landkreis ist seit Jahrzehnten eine der zentralen Regionen der Automobil- und Zulieferindustrie. Bis zu 20 Prozent unserer Beschäftigten sind in diesem Bereich tätig,“ betonte die Landrätin. „Doch die Branche steht unter enormem Druck - durch den globalen Wettbewerb, den Wandel hin zu neuen Antriebstechnologien und die Herausforderungen des Fachkräftemangels. Der QTI-Knoten in Rohr wird dabei helfen, diese Transformation zu meistern.“

Neben der Qualifikation von Fachkräften stehen der Transfer von Wissen und die Entwicklung von Innovationen im Mittelpunkt der Arbeit der QTI-Knoten. Im BTZ Rohr-Kloster als Träger des Knotens sollen gezielte Weiterbildungen und neue Netzwerke entstehen.

„Hier in Rohr verknüpfen wir Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Kreis- oder Landesgrenzen spielen dabei keine Rolle - im Gegenteil: Durch die enge Zusammenarbeit mit Akteuren aus Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg und Hessen schaffen wir starke Netzwerke, die auch überregional sichtbar sind,“ erklärte Andreas Krey, Geschäftsführer der LEG Thüringen.

Impulse für die regionale Wirtschaft

Die Bedeutung des Knotens zeigte sich auch an der hochkarätigen Besetzung der Eröffnungsveranstaltung. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nutzten die Gelegenheit, um sich über die Angebote des Knotens zu informieren. Besonders das Thema Qualifikation stand im Fokus.

„Unsere ersten Pilotlehrgänge zu Themen wie Industrie 4.0 und digitale Transformation sind bereits erfolgreich gestartet,“ berichtete Michael Schemann von der IHK Erfurt. „Ab Januar bieten wir einen kostenfreien Lehrgang zum Experten für Wasserstoffanwendungen an - ein Bereich mit großem Potenzial für die Zukunft.“

In einer Diskussionsrunde sprachen unter anderem Thomas Müller vom Thüringer Wirtschaftsministerium und Tobias Wätzel, Wasserstoffexperte der Boreas GmbH, über die Herausforderungen und Chancen der Branche.

Abschließend betonte Landrätin Peggy Greiser die Bedeutung von Weiterbildungsangeboten, insbesondere für Handwerksbetriebe. „Ohne das Handwerk wäre die Mobilitätswende nicht umsetzbar. Gerade hier im Landkreis, mit seiner starken handwerklichen Tradition, müssen wir Betriebe gezielt fördern und als unverzichtbaren Partner in der Transformation stärken. Lassen Sie uns diese Chance gemeinsam nutzen, um unsere regionale Wirtschaft fit für die Zukunft zu machen,“ so die Landrätin abschließend.

Weitere Informationen unter: www.anett-thueringen.de