Titel Logo
Amtsblatt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen
Ausgabe 2/2026
Nichtamtlicher Teil
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Informationen

Schrauber und Social-Media-Profi: Geschäftsführer Erik Löffel (l.) zeigt Landrätin Peggy Greiser und Bürgermeister Torsten Widder, womit er es in seiner Werkstatt zu tun hat.

Erik Löffel ist Autodidakt. Was sich der junge Unternehmer aus Zella-Mehlis in den vergangenen acht Jahren aufgebaut hat, steht in keinem Lehrbuch und wird auch nicht in einer Ausbildung vermittelt. Vielmehr hat der selbstständige Unternehmer seine Interessen, seine Leidenschaft und sein Können in seiner eigenen Firma vereint, die den Namen Alu Löffel trägt.

Landrätin Peggy Greiser und Bürgermeister Torsten Widder waren zu einem Unternehmensbesuch vor Ort – nicht nur um zu hören, wie sich das Unternehmen entwickelt hat, sondern auch um zu erfahren, wo der junge Firmeninhaber Unterstützung aus dem Bereich der Wirtschaftsförderung erhalten könnte.

Soziale Medien verhelfen zum Erfolg

Erik Löffel, gelernter Einzelhandelskaufmann mit Spezialisierung auf Fotografie, hat sich vor mehr als zehn Jahren selbstständig gemacht. „Ich habe schon immer gern geschraubt – als Kind am Fahrrad, später am Moped oder am Motorrad“, sagt er. Seine Marketing-Kenntnisse aus der Ausbildung und die Affinität zum Schrauben hat er in seiner Firma kombiniert. War er am Anfang seiner Laufbahn viel bei Firmen unterwegs und hat für diese die Aufträge abgearbeitet, so hat er inzwischen – dank seiner Präsenz bei Social Media – ein neues Standbein gefunden. Mit dem WIG-Schweißen von Aluminium bringt er Präzision und Handwerk zusammen. Motoren, Getriebe, Zylinder oder Zylinderköpfe gehören zu den Teilen, die bei Alu Löffel geschweißt werden.

„Was andere totreden, reparieren wir“, sagt Erik Löffel, der eine hochmoderne Werkstatt mit neuester Technik und Ausstattung betreibt. Denn für viele Unternehmen testet er Werkzeuge und Werkstattausstattung. Vieles von dem, was Erik Löffel täglich repariert sind Einzelstücke, die später in Sportwagen, Oldtimern oder Motorrädern von deren Eigentümern wieder verbaut werden. Seine Social-Media-Kanäle nutzt der Unternehmer, um zu zeigen, „was geht“.

Ohne Fachkräfte kein Wachstum

Was für den Unternehmer, der zwei Mitarbeiter beschäftigt, derzeit nicht geht, ist, noch weiter zu wachsen. Denn es mangelt an Personal, das bereit ist, sich in die Nische einzuarbeiten und das Engagement, das der Unternehmer selbst an den Tag legt und auch von seinen Angestellten fordert, mitbringt. Er könne sich sogar vorstellen, seinen Ausbilderschein zu machen, aber selbst in diesem Bereich mangelt es an Interessenten. „Wir brauchen Fachkräfte im Handwerk und unsere Aufgabe als Politiker ist es, diese Problemstellung zu kommunizieren, damit Lösungen gefunden werden können“, sagt Landrätin Peggy Greiser.

Zudem würde Erik Löffel mit seiner Firma auch gerne räumlich wachsen und ist auf der Suche nach einem Grundstück und einer passenden Immobilie. „Erik Löffel zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie sich traditionelles Handwerk und moderner Fortschritt, auch im Social-Media- Bereich, verbinden lassen. Wir als Stadt stehen mit unserer Wirtschaftsförderung an seiner Seite, um Lösungen auf kurzen Wegen und im Rahmen unserer Möglichkeiten zu finden und anzubieten“, sichert der Zella-Mehliser Bürgermeister Torsten Widder vor Ort zu.