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Amtsblatt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen
Ausgabe 5/2026
Nichtamtlicher Teil
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Verleihung des 26. STIFT-Ausbildungspreises:

Gruppenfoto aller Preisträger aus den Südthüringer Landkreisen Schmalkalden-Meiningen (11 Betriebe), Hildburghausen (6 Betriebe), Sonneberg (1 Betrieb), dem Wartburgkreis (7 Betriebe) und der kreisfreien Stadt Suhl (3 Betriebe).

Elf starke Unternehmen aus dem Landkreis ausgezeichnet

In festlichem Rahmen wurde am 30. März 2025 in der Klosterkirche auf dem Bildungscampus BTZ Rohr-Kloster der STIFT-Ausbildungspreis der Handwerkskammer Südthüringen verliehen. Mit insgesamt 28 Auszeichnungen in 30 Berufen wurden so viele Ausbildungsbetriebe geehrt wie noch nie seit Einführung des Preises im Jahr 2000. Insgesamt wurde der „STIFT“ damit bereits 711 Mal vergeben – ein eindrucksvoller Beleg für die kontinuierlich hohe Qualität der dualen Ausbildung im Südthüringer Handwerk.

Besonders bemerkenswert: Noch nie haben so viele Gesellinnen und Gesellen ihre Abschlussprüfungen mit Bestnoten abgeschlossen wie im aktuellen Jahrgang. Ausgezeichnet wurden nur die Handwerksunternehmen, die ihre Lehrlinge mit der Note „gut“ oder besser“ durch die Gesellen- oder Abschlussprüfung gebracht haben.

Kammerpräsident Mike Kämmer würdigte in seiner Ansprache die Leistungen der Preisträger und richtete den Blick zugleich auf die Bedeutung des Begriffs „Stift“. Dieser leite sich vom Wort „stiften“ im Sinne von „unterstützen“ ab und beschreibe die traditionelle Verbindung zwischen Lehrling und Meister als gegenseitige Win-Win-Situation. „Die Art und Weise Ihrer Ausbildung und Ihre Investitionen haben herausragende Leistungen Ihrer Lehrlinge hervorgebracht“, betonte Kämmer. Der Ausbildungspreis solle genau dieses Engagement sichtbar machen. An die jungen Gesellinnen und Gesellen gerichtet sagte er: „Wir freuen uns über Ihre Leidenschaft für das Handwerk und möchten Sie ermuntern, diesen Weg weiterzugehen. Bleiben Sie Ihrer Heimat gewogen.“

Vielfalt und Qualität als Markenzeichen des Handwerks

Die Thüringer Ministerin für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Colette Boos-John, hob in ihrer Festrede die große Vielfalt des Südthüringer Handwerks hervor: „Am besten lernt man von den Besten.“ Hohe Qualität entstehe dort, wo Anspruch und Motivation stimmen. Zugleich würdigte sie die Widerstandskraft vieler Handwerksbetriebe, die auch in schwierigen Zeiten Bestand haben.

Von den 28 ausgezeichneten Betrieben stammen elf aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen.

Die Preisträger sind:

  • Berghotel Oberhof, Oberhof
  • Gandera Raumausstattung GmbH, Steinbach-Hallenberg
  • Michael Messerschmidt Metallverarbeitung e.K., Fambach
  • Friseurmeisterin Tina Carl, Schmalkalden
  • Christian Kirchner kc colorworkx, Schmalkalden
  • JMF Metallbautechnik GmbH, Grabfeld OT Jüchsen
  • Raiffeisen Technik Mitte GmbH, Untermaßfeld
  • CarUnion HESS GmbH, Meiningen
  • HÖRGERÄTE MÖCKEL GmbH, Meiningen
  • STABIL-BAU-BADALUS GmbH, Meiningen
  • Backhaus Nahrstedt Premium GmbH, Meiningen OT Dreißigacker

Das Backhaus Nahrstedt wurde bereits zum zehnten Mal ausgezeichnet – ein eindrucksvoller Beleg für nachhaltige Ausbildungsqualität.

Die Preise überreichten freudig Ministerin Boos-John und Kammerpräsident Kämmer. Susanne Reich überbrachte vor Ort als hauptamtliche Beigeordnete die Glückwünsche des Landkreises.

Förderung des Nachwuchses und klare Worte für die Zukunft

Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem Weiterbildungsstipendien des Bundes an neun Junghandwerker vergeben. Die Stipendiaten – Georg Büchner, Valentina Edelmann, Conrad Fiedler, Stine Klosa, Nadine Koch, Tim Kummer, Erik Luther, Tim Recknagel und Jarod-Marvin Schuchardt – erhalten finanzielle Unterstützung von 300 Euro pro Monat für ihre berufliche Weiterentwicklung sowie eine ideelle Förderung zur Persönlichkeitsentwicklung und Vernetzung.

Ein besonderes Plädoyer für das Handwerk formulierte Preisträger Michael Messerschmidt aus Fambach in seinen Schlussworten. Er mahnte: „Wir sind gefordert, jungen Menschen nicht nur Fachwissen, sondern auch Werte zu vermitteln.“ Das Handwerk lebe von greifbaren Ergebnissen und persönlicher Verantwortung – Eigenschaften, die es weiter zu stärken gelte.

Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie leistungsstark, vielfältig und zukunftsorientiert das Südthüringer Handwerk ist. Die ausgezeichneten Betriebe leisten einen entscheidenden Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region.