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Amtsblatt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen
Ausgabe 7/2024
Nichtamtlicher Teil
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Informationen

Eigentlich ist es ganz einfach: In den Restmüll wandert alles, was nicht wiederverwendet werden kann. Leider landen darin aber trotzdem immer noch viel zu viele recyclebare Materialien.

Der Fachdienst Abfall und Altlasten informiert:

Zu viele Wertstoffe landen in der Restmülltonne

Restabfall sollte nur aus dem bestehen, was nach der Mülltrennung übrigbleibt. Doch Untersuchungen, wie die Hausmüllanalyse des Zweckverbands für Abfallwirtschaft Südwestthüringen (ZASt), zeigen, dass in der Restmülltonne häufig Bioabfälle (über 40 Prozent) sowie Wertstoffe wie Altpapier, Altglas, schadstoffhaltige Abfälle, Elektrokleingeräte, Batterien und Akkus landen. Diese Materialien gehören nicht in den Restmüll, da sie so meist direkt verbrannt statt recycelt werden.

Die gesetzlich verbindliche Abfallhierarchie fordert: Vermeiden, Trennen, Verwerten. Die Beseitigung (Verbrennung) steht erst an vierter Stelle.

Wenn mehr Bioabfall in der Biotonne, Altpapier in der Papiertonne und Verpackungsabfall aus Kunststoff im gelben Sack oder der gelben Tonne landet, reduziert sich die Restmüllmenge erheblich.

Für eine getrennte Bioabfallsammlung sprechen viele Gründe

Die getrennte Sammlung von Bioabfällen ist aus vielen Gründen sinnvoll, allen voran dem Umweltschutz. Dieser beginnt schon in den eigenen vier Wänden. Eine sorgfältige Mülltrennung ermöglicht eine nachhaltige Wiederverwertung zahlreicher Wertstoffe aus Haushaltsabfällen.

Ab dem 1. Januar 2025 führt der Landkreis Schmalkalden-Meiningen die Biotonne ein. Dadurch sollen organische Stoffe wie Küchenabfälle, Nahrungsreste, verdorbene Lebensmittel und Gartenabfälle nicht mehr über die Restmülltonne entsorgt werden. Grundsätzlich besteht eine Pflicht zur Nutzung der Biotonne. Allerdings können Haushalte mit Eigenkompostierung eine Befreiung beantragen. Hierfür ist ein Antrag zur Befreiung mit Vorlage von entsprechenden Nachweisen zu stellen.

Die konsequente Nutzung und Trennung von Bioabfällen verringert das Volumen der Restabfälle und bringt langfristig ökologische und ökonomische Vorteile. Diese Vorteile gehen über reine Kosteneinsparungen hinaus. Nutzer der Biotonne sparen sich zudem den regelmäßigen Abtransport von Rasenschnitt, Laub oder kleinen Ästen zum Grünschnittsammelplatz, da diese in kleineren Mengen problemlos über die Biotonne entsorgt werden können. Ein weiterer guter Grund, ein kleines Eckchen für die Biotonne zu reservieren und sich entspannt zurückzulehnen.

Diese Abfälle/Wertstoffe können bei einer sauberen Trennung vollständig recycelt werden:

Gemüse-, Salat- und Obstreste

Speisereste, gekocht und roh

Fisch-, Fleisch-,

sonstige Lebensmittelreste (auch verdorben)

Kaffeesatz, -filter, Tee und Teebeutel

Brotreste, Backwaren, sonstige Mehlprodukte

Eier- und Nussschalen

Milchprodukte

Topf- und Balkonpflanzen,

verwelkte Blumen, Unkräuter/Wildkräuter

Kleine Mengen: Laub, Rasenschnitt,

Baum-, Strauch-, Heckenschnitt

… entsorgt werden sie ab 1. Januar 2025 über die Biotonne.