In der Biotonne machen sich viele Millionen Bakterien über den Abfall her. Das kann zu unangenehmen Gerüchen führen.
Probleme mit Bioabfällen in der Mülltonne entstehen in erster Linie durch witterungsbedingte Temperatureinflüsse. Hat man in der kalten Jahreszeit manchmal mit eingefrorenen Bioabfällen zu kämpfen, so können im Sommer bei höheren Temperaturen Geruchsentwicklung und Madenbefall lästige Begleiterscheinungen sein. Doch glücklicherweise gibt es gute Tipps, damit der Biomüll nicht zum stinkenden Problemfall wird.
Die Einwirkung extremer Außentemperaturen (Hitze, Frost) sollte so weit wie möglich vermieden werden. Wer Einfluss auf den Standort seiner Biotonne hat, sollte einen möglichst kühlen, vor allem aber einen schattigen Platz für seine Biotonne wählen.
Wichtig: Die Biotonne sollte auf keinen Fall in geschlossenen Räumen oder Garagen aufgestellt werden. Dort ist der Luftwechsel zu gering und es können sich Pilzsporen in der Raumluft ansammeln.
Vor dem Befüllen: Es ist ratsam, vor dem ersten Befüllen und nach jeder Leerung den Boden der Tonne mit zerknülltem Zeitungspapier (keine Illustrierte oder Hochglanzpapier) oder Eierkartons auszulegen. Dies saugt überschüssige Feuchtigkeit auf und vermindert Anhaftungen. Eine ähnlich gute Wirkung haben auch Sägemehl, Holzspäne (dünne Schicht) oder holzige Gartenabfälle.
Bei dem Befüllen: Die Bioabfälle beim Einfüllen nicht pressen oder stopfen. Die Verdichtung begünstigt Fäulnisprozesse, was zu unangenehmen Gerüchen führt. Für ein gutes Raumklima in der Biotonne sorgt ein lockeres Befüllen und Beeinflussung der Flüssigkeit durch Auswahl geeigneter Bioabfälle und/oder Einwickeln von feuchten Bioabfällen in Zeitungspapier.
Gras- und Grünschnitt sollte nach Möglichkeit vor Einfüllung etwas angetrocknet sein. Die hohe Feuchtigkeit und die dichte Lagerung von frischem Rasenschnitt begünstigt ansonsten Fäulnisprozesse mit starker Geruchsentwicklung.
Abfälle tierischen Ursprungs sind bevorzugte Stoffe zur Eiablage von Fliegen. Insbesondere Fleisch- und Fischreste sollten daher in Zeitungspapier (nicht Plastiktüten!) eingewickelt werden.
Nach dem Befüllen: Zudem sollte darauf geachtet werden, dass der Deckel der Biotonne immer geschlossen ist, das Fliegen nicht in das Behälterinnere gelangen können.
Des Weiteren kann ein Austausch des Tonnendeckels gegen einen Biofilterdeckel die Feuchtigkeit in der Tonne reduzieren und damit Gerüchen und Fäulnisprozessen vorbeugen. Die Zusatzausstattung ist allerdings kostenpflichtig. Alternativ streichen Sie den inneren und oberen Tonnenrand mit Essigwasser oder reinem Essig ein. Das können die Maden auch nicht leiden. Halten Sie Ihre Biotonne stets geschlossen, um keine Fliegen oder Ratten anzuziehen.
Wichtig: Zum richtigen Befüllen der Biotonne gehört aber in erster Linie, dass nur geeignete Bioabfälle hineinkommen. Restabfälle und Fremdstoffe, wie Kunststoffe, Glas und Metalle u. a. haben in der Biotonne nichts zu suchen!