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Amtsblatt der Stadt Steinbach-Hallenberg
Ausgabe 3/2026
Steinbach-Hallenberg
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Stadtmitteilungen

Sicht zu Beginn der Pflasterarbeiten vom historischen Friedhofstor in Richtung Hauptstraße.

Übergabe der sanierten Friedhofsgasse am 4. Februar 2026 statt.

Die Friedhofsgasse im Zentrum von Steinbach-Hallenberg wurde nach umfassender Sanierung wieder für die Allgemeinheit freigegeben. Der öffentliche Weg bildet den Hauptzugang zum Friedhof und zur Friedhofskirche und wird sowohl von Besucherinnen und Besuchern als auch als Zufahrt bei Trauerfeiern genutzt. Aufgrund des schlechten baulichen Zustands war eine grundlegende Sanierung dringend erforderlich.

Die Maßnahme ist Bestandteil des Sanierungsgebietes „Innenstadt“ sowie des Denkmalensembles der Stadt Steinbach-Hallenberg. Ziel war es, die Friedhofsgasse sowohl technisch als auch gestalterisch aufzuwerten und dabei an die bereits im Jahr 2022 erfolgte Sanierung des Friedhofs anzuknüpfen. Besondere Herausforderung war, die städtebaulichen und denkmalpflegerischen Anforderungen mit den technischen Erfordernissen des modernen Straßenbaus in Einklang zu bringen.

Im Zuge der Bauarbeiten wurde der vorhandene Asphaltbelag vollständig entfernt und durch eine hochwertige Granitpflasterung ersetzt. Die Straßenentwässerung wurde erneuert und die Straßenbeleuchtung mit Altstadtleuchten ausgestattet, so dass sich die Friedhofsgasse nun harmonisch in das historische Stadtbild einfügt. Die Ausbildung der Straßenneigung erfolgte aus technischen und örtlichen Gründen: Sie musste an die angrenzenden Grundstücke sowie an bestehenden Höhenpunkte angepasst werden. Zudem weist die Friedhofsgasse lediglich ein geringes Längsgefälle auf. Eine geringere Neigung hätte dazu geführt, dass Oberflächenwasser nicht ordnungsgemäß abgeleitet werden kann, was langfristig zu weiteren Schäden geführt hätte. Aufgrund der zuvor sehr ungleichmäßigen Höhen im alten Straßenbelag war diese Problematik für viele Nutzerinnen und Nutzer bislang kaum wahrnehmbar.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Barrierearmut gelegt: Auf einer Breite von zwei Metern wurden Granitpflastersteine mit gesägter, ebener Oberfläche verlegt, die ein sicheres und komfortables Begehen ermöglichen - auch für Menschen mit Rollator, Kinderwagen oder eingeschränkter Mobilität. In den Randbereichen kam bewusst gebrochenes Pflaster zum Einsatz, um den historischen Charakter der Straße zu bewahren. Der bisher vorhandene Grünstreifen wurde entfernt; die Friedhofsgasse ist nun vollständig mit Granit gepflastert.

Die Planungsleistungen wurden nach einem Planerauswahlverfahren im Jahr 2023 an das Ingenieurbüro für Bauwesen Michael Röser vergeben. Dadurch konnte die Vorplanung bereits frühzeitig erfolgen und als Grundlage für den Zuwendungsantrag im Rahmen der Städtebauförderung dienen. Nach Aufnahme der Maßnahme in das Jahresprogramm der Städtebauförderung wurden Fördermittel im Bund-Länder-Programm beantragt, die im Juni 2025 durch Bescheid des Landesverwaltungsamtes in Höhe von rund 28.800 Euro bewilligt wurden. Nach Abschluss der Ausführungsplanung, einer beschränkten Ausschreibung im August 2025 und der Vergabe der Bauleistungen an die Firma BK Kaufmann begann der Bau in der 43. Kalenderwoche 2025 (ab 20.10.2025). Die Bauarbeiten konnten planmäßig abgeschlossen werden; die förmliche Abnahme erfolgte im Dezember 2025. Die Gesamtkosten der Maßnahme beliefen sich auf rund 126.300 Euro. Darüber hinaus wurden nach der Thüringer Verordnung über die Gewährung von Ausgleichsleistungen für Straßenausbaumaßnahmen weitere Zuschüsse in Höhe von rund 61.000 Euro beantragt.

Die offizielle Übergabe der sanierten Friedhofsgasse fand am 4. Februar 2026 statt. Anwesend waren Bürgermeister Markus Böttcher, die betreuende Städtebauplanerin Frau Quaas aus Weimar, Bauamtsleiter Matthias Holland-Nell, der Bauplaner Herr Röser sowie Herr Pabst von der Firma BK Kaufmann und weitere an Planung und Umsetzung beteiligte Akteure.

Mit der Sanierung der Friedhofsgasse konnte ein wichtiger Bestandteil des historischen Stadtbildes von Steinbach-Hallenberg nachhaltig gesichert und funktional wie gestalterisch aufgewertet werden. Bürgerinnen und Bürger sowie Besucherinnen und Besucher profitieren nun von einem sicheren, barrierearmen und attraktiven Zugang zum Friedhof und zur Friedhofskirche.

Pressestelle