Insgesamt 18 Unternehmen und Einrichtungen, wie hier EDEKA Werner, öffneten Ihre Türen, um den Schülerinnen und Schülern der Staatlichen Regelschule Einblicke in den betrieblichen Alltag und Ausbildungsmöglichkeiten zu geben.
In der Zahnarztpraxis Liebaug konnte man im hauseigenen Labor die vielfältigen Möglichkeiten des Zahnarztberufs und vor allem die hochmoderne technische Ausstattung bestaunen.
Während draußen ununterbrochen der Regen fiel, blieb die Stimmung im Inneren der Staatlichen Regelschule Steinbach-Hallenberg ungetrübt: Am 12. Februar 2026 lockte die „Entdeckungsreise in Berufswelten“ zahlreiche Schülerinnen und Schüler in Betriebe und Einrichtungen der Region - und zeigte einmal mehr, wie lebendige Berufsorientierung funktionieren kann.
Pünktlich zum Schulbeginn begrüßten Schulleiter Herr Eger sowie Torsten Hoffmann, Vorsitzender des Gewerbevereins Steinbach-Hallenberg, die Jugendlichen. Herr Eger richtete einen eindringlichen Appell an die Schülerinnen und Schüler: „Viele Schulen beneiden uns um so ein Berufsorientierungskonzept. Nutzt die Möglichkeit, stellt Fragen. Selbst wenn ihr heute feststellt, dass ein Beruf nicht zu euch passt, ist das eine wertvolle Erkenntnis. Es ist besser, dies jetzt zu merken, als eine Ausbildung nach wenigen Wochen abbrechen zu müssen. “
Torsten Hoffmann betonte die langfristige Bedeutung des Projekts: „Als wir dieses Konzept vor zwölf Jahren entwickelt haben, war unser Ziel, die Berufsorientierung auf ein anderes Niveau zu heben - und das haben wir geschafft! Seid offen, nutzt die Chancen und habt Spaß. “
Anschließend starteten die Jugendlichen in Kleingruppen zu ihren Unternehmensbesuchen - ein Teil ins Gewerbegebiet, ein Teil ins Stadtgebiet. Insgesamt beteiligten sich 18 Unternehmen und Institutionen, die ihre Ausbildungsberufe praxisnah vorstellten - vom Konstruktionsmechaniker über Produktdesigner, Pflegefachkraft, Zerspanungsmechaniker, Physiotherapeut, Verwaltungsfachangestellten bis hin zu Erzieherinnen und Erziehern.
Die Einblicke waren vielfältig und lebendig: Bei EDEKA führte Alexander Werner nicht nur durch den Verkaufsraum, sondern auch hinter die Kulissen.
In der Diakoniestation erlebten die Jugendlichen bei einer Übung mit verbundenen Augen, wie viel Präzision, Empathie und Achtsamkeit Pflege erfordert. Im PhysioFit im Haselgrund wurde es sportlich - inklusive praktischer Trainingseinheit.
Die Stadtverwaltung gewährte Einblicke in alle Fachbereiche und erklärte unter anderem, warum Trauungen in Steinbach-Hallenberg ausschließlich im Rathaussaal stattfinden dürfen.
In der Kindertagesstätte Haseltal wurde deutlich: Erzieherin oder Erzieher ist mehr als ein Beruf - es ist eine Berufung.
In der Zahnarztpraxis Liebaug waren die Schülerinnen und Schüler ausnahmsweise nicht als Patienten vor Ort. Sie konnten moderne Geräte bestaunen und erhielten im hauseigenen Labor spannende Einblicke in die technische Seite des Berufs. Besonders beeindruckend war die CAD-Programmierung, durch die mehrere Arbeitsschritte digital abgebildet werden können. Moderne Fräsmaschinen stellen Zahnersatz hochpräzise her - ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie stark Technik diesen Beruf prägt.
Im Arkove Studio wurde es kreativ: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelten erste Entwurfsskizzen und setzten diese anschließend praktisch mit Ton um. Von eckigen oder schrägen Tassen bis hin zur Idee der kleinsten Tasse der Welt mit kantigen Henkeln - der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Die Vielfalt der Ideen zeigte eindrucksvoll, wie viel gestalterisches Potenzial in den Jugendlichen steckt.
Nach zwei intensiven Unternehmensbesuchen stärkten sich die Schülerinnen und Schüler bei einem gemeinsamen Mittagessen. Belegte Brötchen wurden vom Schulförderverein vorbereitet und von der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer sowie der AOK Plus gesponsert.
Auch Vertreter des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft Südthüringen nahmen an der Entdeckungsreise teil. Im Anschluss traf sich der Arbeitskreis im Berufsorientierungsraum „Talent Company“ der Regelschule zu einer internen Beratung. Ziel ist es, das erfolgreiche Konzept möglicherweise auch auf andere Regionen - beispielsweise Meiningen - zu übertragen.
Ein besonderer Dank gilt dem Gewerbeverein, dem Schulförderverein, allen beteiligten Unternehmen und Institutionen sowie den Organisatorinnen und Organisatoren, die diesen Tag möglich gemacht haben.
Die Entdeckungsreise Berufswelten 2026 hat einmal mehr gezeigt: Berufsorientierung kann praxisnah, mutig und ehrlich gestaltet werden.
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