Ministerin Katharina Schenk (3. v.li.) überreichte 7.000 € aus Lottomitteln an die engagierten Akteure aus dem Haseltal für die Weiterentwicklung der Haselpipe.
Am 2. April 2026 war Thüringens Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie, Katharina Schenk, im Rahmen eines offiziellen Besuchs zu Gast im Haseltal. Im Mittelpunkt des Austauschs mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung stand insbesondere die Entwicklung rund um das Jugendprojekt „Haselpipe“ sowie das Engagement des Fördervereins Sport und Freizeit
Teilnehmende des Treffens waren unter anderem Torsten Herrmann, Präsident der IHK Südthüringen, Bürgermeister Markus Böttcher, die 1. Beigeordnete und Vorsitzende des Schulfördervereins Jana Endter, Vertreter des Gewerbevereins sowie des Fördervereins Sport und Freizeit, einige Mitglieder des Jugendbeirats, Sozialarbeiterin Anja Suchanek und weitere engagierte Akteure aus der Region.
Bereits zu Beginn würdigte der Vorsitzende des Gewerbevereins, Torsten Hoffmann, die Entwicklung der vergangenen Jahre. Seit der Gründung des Fördervereins konnten durch Spenden und Sponsoring über 600.000 Euro gesammelt werden. Ein maßgeblicher Anteil von rund 460.000 Euro floss in den Bau des Kunstrasenplatzes im Jahr 2018, dessen Gesamtkosten sich auf nahezu eine Million Euro beliefen. Finanziert wurde das Projekt damals durch eine Kombination aus privaten Spenden, Unternehmensengagement, städtischen Haushalts- und öffentlichen Fördermitteln.
Im Mittelpunkt des Treffens stand die „Haselpipe“, ein über Jahre gewachsenes Projekt, welches beispielhaft für bürgerschaftliches Engagement und die aktive Einbindung junger Menschen steht. Bereits im Jahr 2023 war Ministerin Schenk, damals noch als Staatssekretärin, in Steinbach-Hallenberg zu Gast und stellte eine Unterstützung mit Lottomitteln in Aussicht. Selbst im Thüringer Landtag wurde seinerzeit spontan mit einer Spendendose für das Projekt gesammelt, die 230 Euro einbrachte.
Mit Blick auf die Entstehungsgeschichte betonte Schenk, dass Projekte dieser Art vor allem durch Tatkraft und Eigeninitiative entstehen. Nicht abstrakte Konzepte, sondern konkretes Handeln habe die Entwicklung der Haselpipe ermöglicht.
Heute ist die Haselpipe weit mehr als eine Freizeitanlage. Sie dient als zentraler Treffpunkt für die Jugendlichen aus Steinbach-Hallenberg und seinen Ortsteilen. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung, wie zuletzt die Ergänzung um eine Tischtennisplatte, wird das Angebot an die Bedürfnisse der jungen Nutzer angepasst. Perspektivisch sind unter anderem eine WLAN-Ausstattung sowie eine intensivere Nutzung in den Wintermonaten vorgesehen.
Besonders hervorgehoben wurde die Rolle des Jugendbeirates, der mittlerweile in seiner zweiten Besetzung aktiv ist. Vorsitzender Paul Marr betonte die Bedeutung der Weitergabe von Verantwortung an nachfolgende Generationen, um die nachhaltige Entwicklung des Projekts zu sichern.
Einigkeit bestand darin, dass der Erfolg der Haselpipe nur durch das Zusammenspiel vieler Akteure möglich war. Neben der Unterstützung durch die Stadt in Höhe von rund 75.000 Euro trugen insbesondere regionale Unternehmen maßgeblich zur Umsetzung des zweiten Bauabschnittes bei. Stellvertretend wurde dabei auch das Engagement von Unternehmer Tommy Hehnke hervorgehoben.
Für IHK-Präsident Herrmann steht das Projekt beispielhaft für die Stärke des ländlichen Raums: Engagement, Zusammenhalt und die Bereitschaft, Dinge aktiv umzusetzen, prägen die Region nachhaltig.
Auch Bürgermeister Böttcher zeigte sich beeindruckt von der bisherigen Entwicklung. Eine Stadt mit weniger als 10.000 Einwohnern habe ein Projekt dieser Größenordnung realisiert - und dass trotz anfänglich noch fehlender Strukturen wie Jugend- oder Seniorenbeirat.
Zum Abschluss des Treffens überreichte Ministerin Schenk die zugesagten Thüringer Lottomittel in Höhe von 7.000 Euro für die weitere Entwicklung der Haselpipe.
Die zentrale Botschaft des Tages zog sich durch alle Beiträge: Projekte entstehen nicht durch perfekte Planung, sondern durch Engagement, Mut und den Willen, Verantwortung zu übernehmen und Dinge aktiv zu gestalten.
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