Bürgermeister Markus Böttcher, Azubi Andy Ullrich, die stolzen Mama und Bauhofleiter Sebastian Hanke (v.li.)
Nach 24 Jahren gibt es bei der Stadt Steinbach-Hallenberg wieder einen Auszubildenden im handwerklichen Bereich. Zum 1. August 2026 hat der 17-jährige Andy Ullrich aus Altersbach seine Ausbildung zum Straßenwärter beim städtischen Bauhof begonnen.
Für die Stadtverwaltung ist dies ein besonderer Meilenstein. Seit dem Jahr 2002 wurde kein Auszubildender mehr in diesem Bereich eingestellt. Umso größer war die Freude bei der offiziellen Vertragsunterzeichnung, an der neben Bürgermeister Markus Böttcher, Bauhofleiter Sebastian Hanke und die Mama des Azubis sowie einige zukünftige Kolleginnen und Kollegen teilnahmen. Als kleines Willkommensgeschenk erhielt Andy vom Bürgermeister eine Mini-Rohrzange mit dem Logo der Hallenburg sowie vom Bauhofleiter seine Arbeitskleidung.
Dass die Ausbildung nun wieder möglich ist, ist kein Zufall. Über mehrere Jahre hinweg wurden die Voraussetzungen geschaffen, um den Beruf des Straßenwärters überhaupt wieder ausbilden zu können. Bauhofleiter Sebastian Hanke absolvierte dafür zusätzlich die erforderliche Ausbildereignungsqualifikation beim Landesverwaltungsamt. Sein Ziel ist es, junge Menschen künftig regelmäßig für diesen wichtigen Beruf zu begeistern und langfristig eigenes Fachpersonal auszubilden.
„Wir möchten unseren Nachwuchs selbst ausbilden und jungen Menschen eine berufliche Perspektive direkt vor Ort bieten. So können wir Fachkräfte gewinnen, die unsere Stadt kennen und sich mit ihr identifizieren “, betont Hanke.
Andy Ullrich ist für die Verantwortlichen kein Unbekannter. Bereits mehrere Praktika absolvierte er beim Bauhof und konnte damit im Bewerbungsverfahren seine Motivation und sein Engagement unter Beweis stellen. Auch in seiner Freizeit übernimmt der 17-Jährige bereits Verantwortung: Er ist aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr.
Die Ausbildung zum Straßenwärter dauert drei Jahre. Die praktische Ausbildung erfolgt beim städtischen Bauhof Steinbach-Hallenberg, ergänzt durch die überbetriebliche Ausbildung in Walldorf sowie den Berufsschulunterricht in Meiningen.
Die Stadt investiert bewusst in die Ausbildung eigener Nachwuchskräfte. Gerade in Zeiten des Arbeits- und Fachkräftemangels ist dies ein wichtiger Schritt, um die Zukunft des Bauhofes langfristig zu sichern und jungen Menschen attraktive berufliche Perspektiven in ihrer Heimat zu bieten.
Die Verantwortlichen sind sich einig: Wenn dieses Modell erfolgreich verläuft, soll Andy nicht der letzte Auszubildende bleiben. Die Stadt Steinbach-Hallenberg möchte auch künftig jungen Menschen die Chance geben, einen vielseitigen und verantwortungsvollen Beruf im kommunalen Dienst zu erlernen.
Pressestelle