Voller Einsatz beim 2. Food-Ball-Cup: Menschen aus 21 Nationen spielten in 10 Teams um den begehrten Wanderpokal.
Eine 30 m lange Warteschlange bildete sich am Kazan, dem usbekischen „Kochtopf“ für das Nationalgericht Plov.
Mirgiyos Azimov, Beauftragter für Wirtschaft der Botschaft Usbekistans (Mitte) erläutert Justizministerin Beate Meißner die Herstellung des usbekischen Nationalgerichts Plov.
Selfie 1: Beate Meißner, Thüringer Ministerin für Justiz, Migration und Verbraucherschutz (2. v.re.), war beeindruckt vom außergewöhnlichen Format der Veranstaltung und dem hohen Engagement der Organisatoren und Helfer.
Selfie 2: Erinnerungsfoto für das Team aus Tadschikistan.
Ausgelassene Stimmung: die Mannschaft der African Students von der Hochschule Schmalkalden gewinnt nach einem spannenden 9-Meter-Schießen das Finale gegen Usbekistan.
Zehn Mannschaften, Menschen aus 21 Nationen, internationale Spezialitäten und vor allem jede Menge Fairplay: Der 2. Food-Ball-Cup der Nationen verwandelte die Johannes-Menz-Arena am 23. August 2026 erneut in einen Ort der Begegnung.
Bereits zum zweiten Mal hieß es in Steinbach-Hallenberg: Fußball verbindet - und gemeinsames Essen erst recht. Bei bestem Turnierwetter kamen am 23. August Sportlerinnen und Sportler, Familien, Gäste und Unterstützer zusammen, um gemeinsam einen Tag zu erleben, bei dem sportlicher Ehrgeiz und kultureller Austausch Hand in Hand gingen.
Insgesamt zehn Mannschaften traten auf dem Spielfeld gegeneinander an. Auszubildende, Studierende und Fachkräfte aus 21 Nationen waren dabei und machten deutlich, wie international unsere Region inzwischen geworden ist. Neben Teams aus Deutschland, Vietnam, Usbekistan, der Mongolei, Indien und Tadschikistan gingen unter anderem afrikanische Studierende sowie gemischte Mannschaften an den Start.
Auch sportlich hatte das Turnier einiges zu bieten. Besonders spannend wurde es im Finale: Erst im 9-Meter-Schießen konnten sich das Team der African Students der Hochschule Schmalkalden gegen den Vorjahresfinalisten aus Usbekistan durchsetzen und damit den Wanderpokal mit nach Hause bzw. mit an die Hochschule nehmen. Den dritten Platz sicherte sich Vorjahressieger Deutschland.
Doch schon während der Spiele zeigte sich, dass es an diesem Tag um weit mehr ging als Platzierungen und Pokale. Fairplay wurde auf und neben dem Platz großgeschrieben. Angefeuert wurde gemeinsam, miteinander gelacht und spätestens beim Essen spielten Herkunft, Sprache oder Trikotfarbe ohnehin keine Rolle mehr.
Denn während auf dem Rasen der Ball rollte, wurde am Spielfeldrand geschnippelt, gekocht, gebraten und abgeschmeckt. Die internationalen Teams brachten Spezialitäten aus ihren Heimatländern mit und sorgten damit für eine kulinarische Reise rund um die Welt. Vietnamesische Frühlingsrollen standen ebenso auf dem Speiseplan wie außergewöhnliche Gerichte aus Ghana, Brasilien, Indien, der Mongolei oder Tadschikistan.
Ein besonderer Hingucker war erneut das usbekische Plov, das traditionell in einem großen, mit Holz beheizten Kazan zubereitet wurde. Fleisch, Möhren, Zwiebeln, Kichererbsen, Gewürze und Reis wurden dabei direkt am Spielfeldrand zu einem Gericht, das viele neugierige Besucher anzog.
Auch die heimische Küche durfte natürlich nicht fehlen: Der Jugendclub und Jugendbeirat der Stadt Steinbach-Hallenberg kümmerten sich um Rouladengulasch mit Thüringer Klößen und die Organisatoren des FC Steinbach-Hallenberg boten Original Thüringer Rostbratwurst an.
Und genau hier zeigte sich die Idee des Food-Ball-Cups besonders schön: Gemeinsam Fußball spielen bringt Menschen zusammen - gemeinsam essen bringt sie miteinander ins Gespräch.
Zur Eröffnung konnte Bürgermeister Markus Böttcher zahlreiche prominente Gäste begrüßen. Gemeinsam mit Torsten Herrmann, Präsident der IHK Südthüringen, gab er den Startschuss für den zweiten Food-Ball-Cup. Auch Beate Meißner, Thüringer Ministerin für Justiz, Migration und Verbraucherschutz, besuchte die Veranstaltung. Sie würdigte insbesondere die Verbindung von Sport, Essen und kulturellem Austausch und überbrachte die Grüße der Thüringer Landesregierung. Im Gepäck hatte sie zudem eine besondere Unterstützung: Für die Veranstaltung überreichte sie einen Scheck über 3.500 Euro an den FC Steinbach-Hallenberg. Auch Landrätin Peggy Greiser war vor Ort und unterstützte die Veranstaltung ebenfalls mit einer Geldspende.
Ein besonderer Gast hatte sogar den Weg aus Berlin nach Steinbach-Hallenberg auf sich genommen: Der usbekische Beauftragte der Wirtschaft, Mirgiyos Azimov, besuchte den Food-Ball-Cup und unterstrich die Bedeutung von Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen den Menschen verschiedener Nationen.
Dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung gelingt, ist nur möglich, wenn viele Partner gemeinsam an einem Strang ziehen. Die Hauptorganisation lag erneut in den Händen des FC Steinbach-Hallenberg. Unterstützt wurde der Verein unter anderem von Tibor, der IHK Südthüringen, der Hochschule Schmalkalden, der Stadt Steinbach-Hallenberg und der SPA - Simson Private Akademie. Hinzu kamen zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, Unterstützer, Mannschaften und Menschen, die gekocht, organisiert, aufgebaut, betreut oder einfach mit angepackt haben.
Der Food-Ball-Cup fügte sich damit auch hervorragend in das derzeit in Steinbach-Hallenberg laufende NO-HATE-Projekt ein. Denn was sich an diesem Tag in der Joh. Menz-Arena erleben ließ, braucht eigentlich keine großen Erklärungen: Menschen unterschiedlichster Herkunft können gemeinsam Sport treiben, miteinander feiern, voneinander lernen und dabei feststellen, dass sie viel mehr verbindet als trennt.
Auch abseits des Spielfeldes war für Abwechslung gesorgt. Hüpfburg, Fußball-Dart und Schach boten insbesondere Familien und den jüngeren Gästen zusätzliche Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden.
Am Ende überreichten Bürgermeister Markus Böttcher, Jan Scheftlein (stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen) und Mirgiyos Azimov (usbekischer Beauftragter der Wirtschaft) jeweils Pokale an die teilnehmenden Mannschaften und Medaillen für alle Spieler. Der große Wanderpokal ging an die African Students der Hochschule Schmalkalden. Der vielleicht wichtigste „Gewinn“ blieb jedoch in Steinbach-Hallenberg: viele neue Begegnungen, Gespräche und Erinnerungen an einen Tag, an dem Vielfalt ganz selbstverständlich gelebt wurde.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem FC Steinbach-Hallenberg als Hauptorganisator, allen beteiligten Partnern und Sponsoren, den zahlreichen Helferinnen und Helfern, den internationalen Teams und natürlich allen Gästen, die den 2. Food-Ball-Cup zu diesem besonderen Tag gemacht haben.
Nach diesem gelungenen zweiten Turnier darf man wohl schon jetzt sagen: Wir freuen uns auf den 3. Food-Ball-Cup!
Pressestelle