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Amtsblatt der Stadt Steinbach-Hallenberg
Ausgabe 9/2026
Steinbach-Hallenberg
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Kunstprojekt NO HATE macht Station in Steinbach-Hallenberg

„Kunst vor dem Rathaus“ - Über 40 Interessierte verfolgten die Eröffnung des Kunstprojektes NO HATE am 12. August auf dem Rathausplatz.

Nicht nur die Models hatten sichtlich ihren Spaß: Mehr als 100 Gäste kamen zu der vom Seniorenbeirat organisierten Veranstaltung „Mode, Musik und Miteinander auf dem Rathausplatz.

Lange wurde auf sie gewartet, inzwischen ist sie kaum noch zu übersehen: Seit August steht die rund 700 Kilogramm schwere NO HATE-Kunstskulptur auf dem Rathausplatz in Steinbach-Hallenberg. Und bereits vor ihrer offiziellen Eröffnung sorgten die sechs großen Lettern für Gesprächsstoff. Genau das darf Kunst im öffentlichen Raum auch: auffallen, Fragen aufwerfen, unterschiedliche Sichtweisen sichtbar machen und Menschen miteinander ins Gespräch bringen.

Die Idee hinter dem Kunstwerk der beiden Künstler Alexandra Rangger und Bernhard Witsch ist dabei ebenso einfach wie eindrucksvoll: Das Wort HATE - Hass - steht Kopf. Die Skulptur möchte dazu anregen, die Perspektive zu wechseln und sich mit den Themen Respekt, Menschlichkeit, Zusammenhalt und einem friedlichen Miteinander auseinanderzusetzen.

Von den europäischen Schmiedestädten nach Steinbach-Hallenberg

Auf das Kunstprojekt aufmerksam wurden Bürgermeister Markus Böttcher und die Leiterin des Metallhandwerksmuseums, Dr. Tanja König, bei der Generalversammlung des Ringes der Europäischen Schmiedestädte 2025 in Kolbermoor. Schnell entstand der Wunsch, die Wanderskulptur auch nach Steinbach-Hallenberg zu holen.

Dass das Kunstwerk gerade hier Station macht, passt zur Geschichte unserer Stadt. Eisengewinnung, Metallverarbeitung und Schmiedehandwerk prägen Steinbach-Hallenberg seit Jahrhunderten. Das NO HATE-Projekt verbindet diese Tradition mit zeitgenössischer Kunst und einer gesellschaftlichen Botschaft.

 

 

2021 wirkten insgesamt 71 Künstlerinnen, Künstler und Kreative an dem Projekt mit. Steinbach-Hallenberg ist erst die sechste Station der Skulptur in Deutschland.

Eine besondere Verbindung entsteht zudem im September: Vom 16. bis 19. September findet die diesjährige Generalversammlung des Ringes der Europäischen Schmiedestädte im französischen Straßburg statt. Am 18. September wird Steinbach-Hallenberg dann auch offiziell als neues Mitglied in den Schmiedering aufgenommen. Damit wird unsere lange Tradition des Schmiedehandwerks künftig auch Teil dieses europäischen Netzwerkes.

Auftakt mit Mode, Musik und Miteinander

Die Skulptur soll während ihres Aufenthaltes jedoch nicht allein auf dem Rathausplatz stehen. Rund um NO HATE finden verschiedene Veranstaltungen und Aktionen statt, die Begegnung und Austausch in den Mittelpunkt stellen.

Den Auftakt machte am 15. August der Seniorenbeirat der Stadt Steinbach-Hallenberg mit einer Veranstaltung auf dem Rathausplatz. Unter dem Motto „Mode, Musik und Miteinander “ wurde der Platz zu einem lebendigen Treffpunkt.

Besonders viel Applaus erhielten die Ü65-Models bei einer sommerlichen Modenschau. Unterstützt durch das Modecafé Braun und das Schuhhaus Bahner bewiesen sie eindrucksvoll, dass Mode, Lebensfreude und der Mut, Neues auszuprobieren, keine Frage des Alters sind. Bei Musik, Gesprächen und gastronomischen Angeboten kamen Besucherinnen und Besucher aus verschiedenen Ortsteilen miteinander ins Gespräch.

Genau dieses friedliche Miteinander und der Austausch über Generationen hinweg gehören zu den Gedanken, die das NO HATE-Projekt in den nächsten Monaten begleiten sollen.

 

 

Auch in den kommenden Wochen bleibt es rund um das Projekt lebendig. Aktuell kann man im Museumsgarten noch das von Museumsgärtnerin Gudrun Patzelt angelegte „Beet der Nationen“ besichtigen. Zudem lädt das Metallhandwerksmuseum traditionell am Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr wieder der Steinbacher Kirmessonntag, zu einem Museumsbesuch mit Unterhaltung ein.

Weitere Aktionen und Veranstaltungen werden bis in den Herbst hinein folgen. Bis Mitte November ist die Skulptur zunächst auf dem Rathausplatz zu sehen. Anschließend soll sie ins Metallhandwerksmuseum umziehen.

Ob Zustimmung, Neugier oder auch eine kritische Auseinandersetzung - die vergangenen Wochen haben bereits gezeigt, dass die Skulptur eines erreicht hat: Sie wird wahrgenommen und sie bringt Menschen ins Gespräch.

Vielleicht lohnt es sich deshalb, bei einem der nächsten Wege durch die Stadt einmal etwas genauer hinzuschauen. Denn auf den einzelnen Buchstaben gibt es zahlreiche Worte, Zeichen, Symbole und Gedanken zu entdecken.

NO HATE lädt dazu ein, die Perspektive zu wechseln - und miteinander statt übereinander zu sprechen.

Pressestelle