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Amtsblatt der Stadt Steinbach-Hallenberg
Ausgabe 9/2026
Steinbach-Hallenberg
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Baumfällung an der Meilerstätte in Altersbach - Sicherheit machte Handeln erforderlich

An der Meilerstätte in Altersbach musste vor Kurzem eine alte Buche gefällt werden. Auch wenn der Baum mit seiner noch grünen Krone äußerlich zunächst vital erschien, war seine Standsicherheit aufgrund einer fortgeschrittenen Stammfäule nicht mehr dauerhaft gewährleistet.

Im Bereich der Meilerstätte stehen zahlreiche ältere und stattliche Bäume. Aufgrund ihrer Größe und der örtlichen Gegebenheiten werden sie regelmäßig begutachtet und hinsichtlich möglicher Gefahren kontrolliert. Bei der nun gefällten Buche war bereits im Jahr 2022 ein Baumgutachten mit eingehender Untersuchung zur Stand- und Bruchsicherheit durchgeführt worden.

Schon damals stellten die Fachleute eine fortgeschrittene Stammfäule fest. Die für die Stabilität des Baumes wichtige Restwandstärke des Stammes war dadurch bereits erheblich eingeschränkt. In den darauffolgenden Jahren wurde die Entwicklung des Baumes weiter beobachtet. Ziel war es, die Buche trotz ihres Zustandes so lange wie verantwortbar zu erhalten.

Nach vier weiteren Jahren der Beobachtung musste die Situation nun jedoch neu bewertet werden. Dabei spielten neben dem fortschreitenden Schaden auch die zunehmenden Starkwetterereignisse eine Rolle. Gemeinsam mit dem Ortsteilrat wurde deshalb sorgfältig abgewogen und schließlich die Entscheidung zur Fällung getroffen.

Besonders problematisch war der Standort: Die Buche stand an einem abschüssigen Hang und wies eine deutliche Kronenlast in Richtung des bebauten Gartens eines angrenzenden Wohnhauses auf. Ein Versagen des Baumes oder größerer Stamm- und Kronenteile hätte erhebliche Schäden verursachen können.

Eine bloße Einkürzung der Krone stellte keine sinnvolle Alternative dar. Die Ursache des Problems lag nicht in der Krone, sondern in der bereits weit fortgeschrittenen Fäule im Stamm. Eine Einkürzung hätte diesen Schaden weder beseitigt noch eine nachhaltige Verbesserung der Stand- und Bruchsicherheit bewirkt. Zudem war die Fällung aufgrund des abschüssigen Standortes als Gefahrbaumfällung besonders aufwendig. Gerade dieser Baum zeigt, dass sich der tatsächliche Zustand eines Baumes nicht immer an seiner Krone erkennen lässt. Die Buche war noch grün und wirkte auf den ersten Blick vital. Lediglich zwei offene Faulstellen am Stamm ließen äußerlich erahnen, wie massiv die Schäden im Inneren bereits waren.

Die Entscheidung zur Fällung wurde deshalb keineswegs leichtfertig getroffen. Vier Jahre lang wurde versucht, den Baum trotz des bekannten Schadens zu erhalten und seine Entwicklung zu beobachten. Nun war jedoch ein Punkt erreicht, an dem die öffentliche Sicherheit Vorrang haben musste.

Die Stadt Steinbach-Hallenberg ist sich der Bedeutung alter Bäume für das Ortsbild, das Klima und die Natur bewusst. Gleichzeitig trägt sie die Verantwortung dafür, erkennbare Gefahren insbesondere im Umfeld von Wohnbebauung und öffentlich zugänglichen Bereichen rechtzeitig zu beseitigen. Im Fall der Buche an der Meilerstätte war die Fällung daher letztlich die notwendige Konsequenz aus einer über mehrere Jahre sorgfältig begleiteten Entwicklung.