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Amtsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt
Ausgabe 4/2026
Gemeinde Werningshausen
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Werte Werningshäuserinnen und Werningshäuser,

die ersten drei Monate des neuen Jahres mit einem langen Winter liegen hinter uns und der Frühling steht vor der Tür. Die Welt spielt verrückt und wir stolpern von einer Krise in die Nächste. Die Preise an der Tankstelle explodieren und niemand kann sagen, wo die Reise noch hingeht.

Die Thüringer Landesregierung hat die Startschwierigkeiten überwunden und ist gerade dabei, mit einem „kommunalen Investitionsprogramm" den Städten und Gemeinden finanziell unter die Arme zu greifen. Unseren Anteil an diesem Paket habe ich bereits beantragt und wir warten auf die Auszahlung.

Wofür dieses Geld letztlich eingesetzt werden darf, ist derzeit noch etwas umstritten, es werden sicher spannende Diskussionen auf mich zukommen.

Der lange Winter mit relativ viel Schnee hat die Gemeinde doch wieder vor einige Herausforderungen gestellt, insbesondere vor dem Hintergrund des fehlenden Bauhofes. Sie haben sicher bemerkt, dass die Räumung der Straßen und Wege zu wünschen übrigließ. Dass es nicht komplett im Chaos endete, verdanken wir wieder einmal dem freiwilligen Einsatz einiger Helfer. An erster Stelle möchte ich hier die Agrargenossenschaft erwähnen, deren Mitarbeiter mit ihrer Technik einige Nebenstraßen freigeräumt haben. Auch Herr Sebastian Strehle mit seinem Hausmeisterservice sorgte schnell und unkompliziert dafür, dass die Trauergemeinde im Januar nicht durch den tiefen Schnee zum Friedhof stapfen musste. Zu guter Letzt konnte ich die Mitarbeiter des Bauhofes aus Haßleben gewinnen, die vereisten Straßen an den gefährlichsten Stellen mit Split abzustumpfen. Ihnen allen gebührt ein herzlicher Dank.

Einige Werningshäuser kennen sicher den Schieber am Abschlag der Gramme am Ortsausgang. Dieses Bauwerk wird zukünftig als Hochwasserschutzeinrichtung durch den Gewässerunterhaltungsverband (GUV) betreut, für die Instandhaltung ist jedoch weiterhin die Gemeinde zuständig. Um es an die Bedürfnisse des GUV hinsichtlich Bedienbarkeit und Absicherung anzupassen, musste der Schieber modifiziert werden. In diesem Zusammenhang möchte ich mich bei unserem Metallbauer a.D. Wolfgang Becke bedanken, der sich bereiterklärt hat, diesen Umbau schnell und unkompliziert durchzuführen.

Ein großes Ärgernis der letzten Jahre war der Zustand der Gramme innerhalb der Ortslage Werningshausen, ein Thema, welches ich bereits mehrfach erfolglos mit dem GUV in Angriff zu nehmen versucht habe. Stets wurde mir mitgeteilt, dass die Entsorgung mittels einer Beprobung des Schlammes geklärt werden muss und für eine Beräumung allein die Gemeinde zuständig ist. In diesem Zusammenhang bot uns die Agrargenossenschaft an, uns im Falle einer Beräumung des Flussbettes zu helfen. Im Rahmen des Weihnachtsmarktes Ende November letzten Jahres sammelte nun der Theaterverein Geld, um die Beprobung des Schlammes zu finanzieren. Mit Hilfe dieser Spenden konnte im Januar die Erstellung eines Gutachtens angestoßen werden, mit dessen Ergebnissen wir Klarheit erlangen konnten, wie im Falle einer Beräumung des Flussbettes in der Ortslage mit dem Schlamm umzugehen ist. Ende Februar kam das Ergebnis und nach Gesprächen unseres Gemeinderates L. Heßland mit dem Umweltamt in Sömmerda war klar, dass eine aufwendige Entsorgung als Sondermüll nicht notwendig war. Deshalb nutzte ich eine Begehung der Gramme mit Vertretern des Gewässerunterhaltungsverbandes und der Unteren Wasserbehörde dazu, zu sondieren, ob eine kurzfristige Beräumung noch vor diesem Frühjahr möglich wäre. Das Angebot der Agrargenossenschaft, uns hierbei zu unterstützen, stand noch im Raum und deshalb wollte ich hier schnellstmöglich Fakten schaffen. Kurzfristig konnte ich die notwendigen Genehmigungen seitens der Umweltbehörden einholen und das Projekt kam ins Rollen. Ich denke, so ziemlich jeder Werningshäuser hat dann am vorletzten Freitag im März mitbekommen, welche „Schlammschlacht" sich die Mitarbeiter der Agrargenossenschaft Straußfurt hier bis in die Abendstunden geliefert haben. Ohne ihre Hilfe wäre dieses Projekt nie möglich gewesen, dafür ein Riesen-Dankeschön, auch an alle Beteiligten im Vorfeld.

 

 

 

 

Den Feinschliff in der Gramme und einen Frühjahrsputz im Ortskern (Subotnik 3.0) konnten wir in einem gemeinsamen Arbeitseinsatz am Samstag danach erledigen. Auch hier waren, wie bei den Arbeitseinsätzen im letzten Jahr, wieder viele freiwillige Helfer dabei, um unser Dorf auf Vordermann zu bringen. Der Einsatz hat sich gelohnt und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Vielen Dank für Ihren Einsatz.

 

 

 

Zum Abschluss habe ich noch eine gute Nachricht für alle Einwohner. In diesem Jahr wird sich wieder eine Firma um das Rasenmähen im Ort kümmern. Ab April rechne ich mit den ersten Arbeiten und ich hoffe, dass sich die guten Erfahrungen der vergangenen Jahre auch mit dem neuen Dienstleister bestätigen.

Von meiner Seite soll es dies erstmal gewesen sein. Falls Sie Fragen haben, können Sie mich gern in der Sprechstunde, immer dienstags von 17:30 Uhr bis 18:30 Uhr noch im Büro des Kindergartens, besuchen. Ansonsten wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Frühling.

Ihr

Stefan Rudolph