Liebe Straufhainerinnen und Straufhainer aus Linden,
ihr seid unser westliches Tor und Linden ist als Straßendorf mit seiner von Seerosen bewachsenen Weed, der Kirche, dem Back- und Brauhaus und dem alten Baumbestand wunderschön. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich aus Trappstadt kommend nach Linden hineinfahre. Ab da fühle ich mich daheim und denke auf meinem restlichen Weg nach Streufdorf jedes Mal, mhh Gleicherweisen und Simmershausen würden aber auch gut zu Straufhain passen. Linden hat eine sehr engagierte Dorfgemeinschaft mit einem engen Zusammenhalt und ich ziehe meinen Hut vor dem, was ihr auf Vereinsebene leistet. Gelegentlich wird zwischen all dem Zusammenhalt auch der Bürgermeister mal ein bisschen angequetscht, denn da ist manchmal nix mit Samthandschuh, viel Diplomatie oder um den heißen Brei herum, da wirste gestellt und es wird Klartext geredet. Das mag ich wirklich sehr, solange es respektvoll ist und bisher hat es uns noch immer ans Ziel gebracht. Dieses Jahr stellen wir etwa 20.000 Euro für verschiedene Sanierungen im Kulturhaus in den Haushalt ein und auch am Spielplatz wird nach der Fertigstellung der Feuerwehr noch etwas investiert. Für den Ortseingang Trappstadt haben wir nach der erfolgten Datenerhebung eine Geschwindigkeitsreduzierung beantragt und wenn der neue Bagger angeschafft wurde, wollen wir uns in Zusammenarbeit mit dem Fischereiverein und nach einer ausführlichen Seerosenumfrage an die Vertiefung der oberen Weed machen.
Liebe Straufhainerinnen und Straufhainer aus Steinfeld,
ihr seid, im wahrsten Sinne des Wortes, Wasser auf die Mühlen der Theorie, dass es sich auf dem Land einfach besser lebt. Vor vielen Jahren haben die Steinfelder Mühlen eine ganze Region angetrieben und bis heute, ist das viele Wasser in Steinfeld allgegenwärtig. Eine Quelle welche nie zufriert oder über den Bosporus in die Türkei laufen? Das gibt es und geht nur in Steinfeld. Ich bin sehr gerne in Steinfeld und einige Steinfelder sind mir zu vertrauten Ratgebern geworden. Was Steinfeld im Moment leider nicht hat, ist eine Wetterfahne und das tut mir leid. Eine schnelle Lösung für über 30.000 Euro wäre möglich gewesen, aber dafür einen ansonsten intakten Dachstuhl gleich mit erneuern? Wir mussten einfach die richtige Firma finden und in diesem Frühjahr soll es endlich soweit sein. Wir sparen durch eure Geduld über 25.000 Euro und die stecken wir gleich in den Erwerb und den Abriss des Lilohauses. Bei dessen kompliziertem Erwerb sind wir mittlerweile auf der Zielgeraden angelangt. Nach dem Abriss setzen wir uns alle zusammen und machen uns Gedanken über einen möglichen Dorfplatz. Vielleicht hat der eine oder andere ja sogar schon Ideen für das freie Areal. Für den Ortseingang wurde eine Geschwindigkeitsüberwachung gekauft und auch schon in den Bauhof geliefert. Wenn wir die Genehmigung der Straßenverkehrsbehörde haben, wird diese dann installiert. Der Breitbandausbau welcher auf Höhe der Coburger 1 gestoppt wurde und eine Benutzung des Fußweges völlig unmöglich macht, soll im Frühjahr wieder aufgenommen werden und ich danke euch sehr für eure bisherige Geduld.
Liebe Straufhainerinnen und Straufhainer aus Eishausen,
ihr seid unsere sagenumwobene und gefühlt etwas zu kurz gekommene zweite Hauptstadt und Heimat unseres Bauhofes. Die vergammelnde Kaserne, die geschlossene Schule, die riesige Brache gegenüber der Kirche und der einzige Spielplatz ein DDR Karussell mit einem alten Kletterturm. Ich hatte vor meiner Zeit als Bürgermeister ein zu sehr davon geprägtes Bild von Eishausen, aber Eishausen ist wunderschön mit herrlichen Plätzen im Ort und in der Natur, spannenden Geschichten und wunderbaren Menschen. Die alte Kaserne liegt mittlerweile als Schotter auf Waldwegen, ein neuer Spielplatz wurde gebaut und für den neuen Dorfplatz machen wir im Frühjahr eine gemeinsame Informationsveranstaltung. Es wurden uns 300.000 Euro an Fördermitteln bewilligt und die gilt es, zusammen mit einem Eigenanteil, in 2 Jahren zu verbauen. Für Sanierungen im Kulturhaus sind 20.000 Euro eingestellt und auch den Erwerb der alten Schule wollen wir nach Verabschiedung des neuen Haushalts vollziehen. Dann machen wir uns gemeinsam Gedanken, wie wir dieses Gebäude zu einem lebens- und liebenswerten Ort für unsere ältesten Straufhainer machen können. Unser Kindergarten Kuhbergstrolche ist eine wunderbare Umgebung für unsere Jüngsten und weil ich sehr oft darauf angesprochen werde…nein, es gibt keinerlei Überlegungen den Kindergarten zu schließen, so wie dies in Rieth und Hellingen getan wurde. Es würde auch nach einem starken Rückgang der Kinderzahlen keinerlei Sinn machen, da Streufdorf alleine viel zu klein wäre. Unsere Situation ist eine völlig andere als in Rieth, wo im Endeffekt die lautesten Schreihälse am wenigsten Lösung parat hatten. Völlige Ignoranz von Tatsachen kann schonmal passieren, wenngleich der Verlust eines Kindergartens absolut bedauerlich- und daher so manche Reaktion verständlich ist. Der Bürgermeister kann schon vieles machen, aber Storch ist er eben nicht.
Ein Thema treibt mich bei Eishausen besonders um und da bin ich sicher nicht alleine. 27 Jahre lang beherbergte Eishausen womöglich die bedeutendste Königstochter jener Zeit, aber alle reden bei der Dunkelgräfin ausschließlich über Hildburghausen. Das hat mich schon bei Prinzessin Therese gestört und wurde nun geändert, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob Eishausen dies überhaupt möchte? Das wird eine wichtige Frage auch bei der Gestaltung des Dorfplatzes sein, denn eigentlich finde ich schon, dass wir unsere Dunkelgräfin etwas stolzer und selbstbewusster präsentieren können.
Jetzt ist es schon wieder so viel Text geworden und da ich mich beim folgenden sicher noch weniger kurz fassen kann, wandern Streufdorf und Stressenhausen leider in die nächste Ausgabe.