Das Umweltamt Sonneberg bittet Bürger und Bürgerinnen um aktive Mithilfe, um den Riesenbärenklau konsequent zurück zu drängen - dabei sind zwingend Schutzmaßnahmen zu beachten! Bei Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) - oder auch Herkulesstaude genannt - handelt es sich um eine eingewanderte bzw. eingeführte (invasive) Pflanzenart, welche ein starkes Ausbreitungspotential aufweist und somit die heimische Flora verdrängt.
Der Riesenbärenklau stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und ist eindeutig aufgrund der Größe zu erkennen. Die Pflanze wird bis zu vier Meter hoch und bildet mehrere weiße Blütendolden. Charakteristisch sind die sehr großen, teilweise mehr als einen Meter breiten, stark eingeschnittenen Blätter, wobei jedes Teilblatt und jede Zahnung in eine sehr typische Blattspitze ausläuft. Ebenso unverkennbar ist der auffällige scharf-würzige Geruch des Pflanzensaftes.
Während der Blütezeit von Ende Mai bis Juli bildet die Pflanze zehntausende Samen, weshalb sie sich so rasant ausbreitet. Was diese invasive Art jedoch so gefährlich macht ist der Pflanzensaft, welcher in Kombination mit Sonnenlicht (phototoxische Reaktion) schwere Hautverbrennungen verursachen kann.
Laut EU-Verordnung muss der Riesenbärenklau beseitigt werden, wobei hierfür in erster Linie die Grundstückseigentümer verantwortlich sind. Diese erhalten bei Kenntnis von Vorkommen von der Unteren Naturschutzbehörde eine schriftliche Mitteilung zur fachgerechten Beseitigung.
Wichtig hierbei ist die vollständige Entfernung der Blüten, Samen und des oberen Teils des Wurzelstocks. Hier empfiehlt sich das gründliche Abstechen der oberen 15-20 cm der Wurzel. Hat die Pflanze noch keine Samen gebildet, kann diese nach dem Abstechen zum Vertrocknen an Ort und Stelle verbleiben.
Das größte Ausbreitungsgebiet im Landkreis Sonneberg dieser extrem konkurrenzstarken Pflanzenart befindet sich entlang des Flusses Steinach in der Gemeinde Föritztal - von Heubisch bis hin in den Liebauer Sack. Da sich hier ein ausgewiesenes Minenrestrisikogebiet befindet, stellt sich die Bekämpfung des Riesenbärenklaus extrem schwierig dar.
Fundorte bzw. Standorte des Riesenbärenklau sind bitte an die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Sonneberg
(E-Mail: naturschutz@lkson.de oder Tel.: 03675/871-447) zu melden.