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Tettauer Informationsblatt
Ausgabe 2/2026
Nachrichten aus dem Rathaus
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Bericht der Gemeinderatssitzung am 19.01.2026

Das Thema Breitbandausbau und mögliche Fördermittel für den Markt Tettau war am Montagabend das Schwerpunktthema der Marktgemeinderatssitzung. Dabei wurde deutlich, dass das Gemeindegebiet mit dem Kabelnetz bereits hervorragend versorgt ist und daher aktuell keine Förderungen für den Glasfaserausbau bekommen würde. Auch wurden die drei neuen Mitarbeiter der Gemeinde, nämlich der Kämmerer Thomas Reitz, Angelina Wolf und Michael Ritter (beide absolvieren eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten) dem Gremium vorgestellt.

In der Vergangenheit wurde Bürgermeister Peter Ebertsch immer wieder - meist vom Gemeinderat Willi Güntsch (SPD/ZMT) aufgefordert, den Glasfaserausbau voranzutreiben und dafür Förderungen in Anspruch zu nehmen.

Nach den Ausführungen von Daniel Schöb vom Unternehmer Reuther Netz Consulting fühlte sich der Bürgermeister bestätigt. Daniel Schöb sprach von einem Bayerischen Förderprogramm, das letztes Jahr endete. Für das laufenden Jahr seien die Details für Förderbedingungen für Infrastrukturprojekte beim Bundesförderprogramm noch unklar. Fakt sei jedoch, dass die gute Versorgung der Tettauer mit dem Kabelnetz derzeit eine Förderung blockiere. Die Gemeinde müsse auf eine Änderung der Förderkulisse warten.

Den Vorschlag von Willi Güntsch, nämlich bei einem Straßenbau gleichzeitig Leerrohre für einen späteren Breitbandausbau zu verlegen, bezeichnete Schöb als nicht konstruktiv. Denn keiner wisse, ob diese überhaupt in Zukunft genutzt würden.

Willi Güntsch unterstellte dem Bürgermeister, mit der Anwesenheit von Daniel Schöb Wahlwerbung machen zu wollen. Dies wies Schöb entschieden zurück. „Die Reuther Netz Consulting sei auf den Markt zugekommen, da es im Norden noch Versorgungslücken gibt.“

Mit einer Gegenstimme befürwortete das Gremium den Bebauungsplan für einen Batteriespeicher der Gemeinde Steinbach am Wald.

Weiterhin teilte Ebertsch den Räten mit, dass die Gemeinde im vergangenen Jahr Zuwendungen von Bürgern und Institutionen in Höhe von 7955 Euro erhalten habe.

Mit Blick auf die vergangenen Tage und der damit verbundenen zweiten Aufstellungsversammlung der BfT-Liste (wir berichteten), bedankte sich der BfT-Fraktionsvorsitzende Michael Müller bei der SPD/ZMT-Fraktion für einen „aufregenden und arbeitsreichen letzten Donnerstag“. Es sei an diesem Tag das Verständnis von „Gemeinsam“ und „Miteinander“ im Gremium verdeutlicht worden. Das Verhalten habe den Tettauer Wählern gezeigt, was hinter der Fassade der „sozialdemokratischen Menschlichkeit, der Bürgernähe und des viel gepriesenen Miteinanders“ steckt. Müller bedankte sich bei der SPD/ZMT Tettau für diese Offenbarung und dem weiteren Akt im Theaterstück „Über Tettau lacht die ganze Welt!“ Den Ausführungen von Müller hatte die SPD/ZMT-Fraktion in der Sitzung nichts entgegenzusetzen.

Unter Punkt „Sonstiges“ ging Ebertsch auf die Entwicklung der Wasserpreise in vielen Kommunen ein. Er sei stolz darauf, dass zusammen mit dem Gremium in den letzten Jahren das Wasserleitungsnetz vorangebracht wurde. Tettau sei die erste Gemeinde gewesen, die in den Genuss der Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWas) gekommen sind. Mittlerweile liegen die Kosten für die Verlegung eines Meters Wasserleitung bei rund 2.000 Euro. Es sei auch richtig gewesen, die marode Leitung vom Kleintettauer zum Tettauer Hochbehälter der FWO zu überlassen. „Wären wir den Weg bei der Wasserversorgung nicht gemeinsam gegangen, würden wir über ganz andere Wasserpreise reden!“

Er appellierte an die Räte und an alle Kandidaten, die sich am 8. März um ein Mandat für das Gremium bewerben, das Beste für Tettau zu geben. „Wir müssen gemeinsam weiterarbeiten und dürfen keine Gräben ziehen, die nicht mehr zu reparieren sind!“

Letztendlich bedankte sich der Bürgermeister auch bei seiner langjährigen Kämmerin Doris Neubauer für ihren Einsatz und wünschte ihr alles Gute für ihr Rentnerleben.

Zusatz:

Bei der zweiten BfT-Aufstellungsversammlung der Kandidaten/innen und des Bürgermeisterkandidaten am Montagnachmittag waren 57 Bürger anwesend. Peter Ebertsch wurde mit 57:0 zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Bei der ersten Versammlung Ende November betrug das Ergebnis 24:1.

Bericht: Veronika Schadeck