Schauberg - Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen fand am Samstag, den 30. Mai 2026, am legendären Finkenstein in Schauberg unter dem Gipfelkreuz das 2. Finkenstein-Fest statt. Zahlreiche Gäste aus dem Gemeindebereich, aus Thüringen sowie befreundete Musikerinnen und Musiker nutzten die Gelegenheit, den besonderen und geschichtsträchtigen Ort zu besuchen.
Hintergrund des Festes ist die Neuerrichtung des Wahrzeichens, des „Finkenstein-Kreuzes“, das im vergangenen Jahr durch den Stammtisch „Die Finkensteiner“ gemeinsam mit dem Komponisten und Orchesterleiter Holger Mück verwirklicht wurde. Aus diesem Anlass entstand die Idee, künftig regelmäßig ein Fest am Finkenstein auszurichten und so die Verbundenheit zur Region und ihrer Tradition zu pflegen.
Der Kontakt zwischen den Schaubergern und Holger Mück ist schon vor zehn Jahren entstanden. 2014 erhielt Holger Mück die Anfrage vom Musikverein Schauberg, eine Polka für dessen Jubiläum zu komponieren. Die Herausforderung bestand darin, einen passenden Namen für das Stück zu finden, der die regionale Geschichte würdig reflektiert. Hubert Steiner, Orts-Chroniker und Kassier vom Stammtisch „Die Finkensteiner“, brachte Mück auf die Idee, den Finkenstein als Namensgeber zu wählen. So entstand die „Finkensteiner Polka", die sich im Lauf der Jahre zu einem beliebten musikalischen Werk entwickelt hat, das weit über die Region hinaus bekannt ist.
Der Finkenstein, ein markanter Fels auf dem Grünen Band zwischen Thüringen und Oberfranken, ist ein stiller Zeuge der Vergangenheit. Er erinnert an das Schicksal des einstigen Dorfes Rottenbach, das nach der Schließung der innerdeutschen Grenze 1952 und der späteren Zerstörung durch die DDR in den 1960er Jahren von der Landkarte verschwand. Die Flucht der Rottenbacher über den Tettau-Bach nach Schauberg und die Rettung ihres Hab und Guts durch die hilfsbereiten Schauberger sind bewegende Kapitel dieser Geschichte. Die „Finkensteiner Polka" trägt diesen Namen, um die Erinnerung an diese Ereignisse lebendig zu halten und die historische Verbundenheit der Region zu ehren.
Für das leibliche Wohl der Besucher war der Stammtisch der Finkensteiner bestens vorbereitet und versorgte die Gäste mit Speisen und Getränken. Die musikalische Umrahmung übernahmen Holger Mück und seine Blechspritz‘n, die mit ihrer Musik für beste Stimmung sorgten und den Festtag bereicherten.
Die Organisatoren zeigten sich mit dem Verlauf der Veranstaltung äußerst zufrieden. Das Finkenstein-Fest hat sich bereits nach seiner zweiten Auflage als beliebter Treffpunkt für Einheimische, Gäste und Musikfreunde etabliert.
Auch im kommenden Jahr soll die erfolgreiche Veranstaltung fortgesetzt werden: Ein weiteres Finkenstein-Fest unterm Gipfelkreuz mit den „Blechspritz’n“ (die im nächsten Jahr Ihr 20-jähriges Bestehen feiern) ist bereits geplant.
Blechspritz‘n - „zünftig & echt“ (rechts Holger Mück)