Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt.
Er setzt seine Felder und Wiesen in Stand.
Er pflüget den Boden, er egget und sät
und rührt seine Hände früh morgens und spät.
Volkslied
Im Augenblick hat es gerade mal wieder geschneit und - mal abgesehen von einigen vorwitzigen Schneeglöckchen und Winterlingen sieht es noch nicht danach aus, Felder und Wiesen bald in Stand zu halten.
Wer genau hinhört, hört, die Vögel lebendiger ihren Gesang üben. Trotzdem ist das Frühlingsahnen sicher wie sonst fast nichts mehr.
Daran orientieren wir uns, wenn wir unsere Beteiligung am Europäischen Bauernmarkt 2026 planen, unser Wanderwegenetz überarbeiten und die Erzeugnisse unserer Region unseren Gästen anpreisen. Schließlich wirkt nichts so lange nach, wie die Erinnerung an gutes Essen im Urlaub.
Beides miteinander zu verknüpfen ist unser Ziel. Das möchten wir auch mit der Entwicklung zur Archeregion Vogtland erreichen. In letzter Zeit war es etwas still um den Verein geworden. Das hatte aber nichts mit Untätigkeit zu tun. Eher mit einem Zuviel auf verschiedenen Ebenen.
Nochmal zur Erinnerung: Archeregion darf sich das Vogtland bezeichnen, wenn es in ihr mindestens sechs Züchter für neun verschiedene Rassen mit Zuchtbuch im Zuchtverband gibt und ein Hof als Archehof zertifiziert wurde. Artgerechte Haltung und Fütterung sind selbstverständliche Voraussetzung.
Derzeit gibt es im Verein 13 Züchter mit 14 stark gefährdeten Rassen und einigen Rassen, die unter Beobachtung stehen. Wie alles in Deutschland ist der Weg zur Zertifizierung als Archehof von viel Bürokratie geprägt. Das erfordert bei den Interessenten einen langen Atem. Da die hier vorherrschende Rasse das Vogtländische Rotvieh - eine aus dem Vogtland stammende Rinderart ist, die auch noch von vielen Züchtern im Verein der Archeregion gehalten wird, ist angedacht, dass der Zuchtverband für das Vogtländische Rotvieh mit dem Verein der Archeregion fusioniert. Das soll Doppelstrukturen im Vogtland abbauen und der Zucht des Rotviehs wieder Aufschwung verleihen.
Und bei allem nicht vergessen: regionaler Einkauf bei den Direktvermarktern in der Region stärkt die Wirtschaft und das Geld bleibt vor Ort …
In diesem Sinne beteiligen wir uns auch 2026 wieder am Europäischen Bauernmarkt. Kommt vorbei!
Heike Löffler
FVV Rosenbach/ Vogtl. e.V.