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Der Stadtkurier Tambach-Dietharz
Ausgabe 2/2026
Gestaltung Seite 2
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Bürgermeistergruß

Es war die Nachricht im Januar - Winter im Winter. Früher hätte keiner ein Wort darüber verloren, außer, dass sich die Kinder über die Möglichkeit zu rodeln oder Ski zu fahren, freuen. Heute werden Katastrophen ausgerufen, Schule fällt aus usw. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.

Wie man anderenorts beobachten kann, ist ein ordentlicher Winterdienst nicht selbstverständlich. Da wir diesbezüglich in Tambach-Dietharz verwöhnt sind und es für selbstverständlich angesehen wird, möchte ich den Mitarbeitern unseres Bauhofs an dieser Stelle für den guten und nahezu flächendeckenden Winterdienst Danke sagen.

Die Faschingssaison ist in vollem Gange. An diesem Wochenende findet schon der letzte Büttenabend des TFC in diesem Jahr statt. Wer das Programm noch sehen möchte, hat also eine letzte Chance. Am Sonntag findet in Hörselgau der Kreiskarnevalsumzug statt. Es wird mit ca. 1.500 Aktiven gerechnet. Eine Herausforderung an den Veranstalter, welcher sich zum 60jährigen Vereinsjubiläum in 2 Jahren auch der TFC stellen möchte. Schon allein wegen der immer umfangreicheren Sicherheitskonzepte werden wir das nur hinbekommen, wenn alle an einem Strang ziehen. Das schließt die Stadt mit ein. Auch beim TFC geht es nächste Woche in den Faschingsendspurt, am Samstag wird am Nachmittag zum Kinderfasching geladen, bevor am Abend die Schwemme-Revival-Party 3.0 startet. Da am Aschermittwoch bekanntlich alles vorbei ist, ist es die „letzte Gelegenheit“, im Städtchen ausgelassen zu feiern.

Am 27. Januar hat der Stadtrat zum ersten Mal in diesem Jahr getagt. Nachdem der Haushalt für 2026 bereits zwei Wochen zuvor im Haupt- und Finanzausschuss eingebracht wurde, wurde dieser zum zweiten Mal besprochen (gelesen). Dabei ging es, wie in jedem Jahr, darum, genau zu prüfen, welche Investition in diesem Jahr auch tatsächlich stattfinden sollen. Was letztlich für 2026 ansteht, werde ich an dieser Stelle nach dem Haushaltsbeschluss, welcher für Ende Februar geplant ist, berichten. Das größte Investitionsvolumen wird 2026 der Kindergartenneubau einnehmen. Im laufenden Geschäft kann ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden, wenngleich dafür in erheblichem Maße gespart werden muss. Der Grund dafür liegt in verminderten Zuweisungen vom Land bei gleichzeitiger Steigerung der Kreis- und Schulumlage. Wegen der wirtschaftlichen Flaute, ist auch bei den Steuereinnahmen vorsichtig zu planen. Ein großer Kostenfaktor für die Stadt sind die laufenden Kosten für die Kindergärten, welche in den letzten Jahren durch Preissteigerungen und steigende Personalkosten ständig in die Höhe gehen. Sie belaufen sich auf insgesamt rund 2,4 Millionen Euro, wovon 1,4 Millionen Euro auf die Stadt entfallen und machen insoweit knapp 30 % des gesamten Verwaltungshaushaltes aus. Noch vor 5 Jahren beliefen sich die Gesamtausgaben auf lediglich 1,65 Millionen Euro, bei einem städtischen Anteil von rund 780.000 €. Nachdem wir die Elternbeiträge seit 8 Jahren stabil gehalten haben, wird sich leider auch hier etwas tun müssen.

In der Stadtratssitzung am 27. Januar konnte ich auch die neue Wehrleitung unserer Freiwilligen Feuerwehr für die kommenden 5 Jahre ernennen, welche am 9. Januar durch die Kameradinnen und Kammeraden der Feuerwehr gewählt wurde. Neuer Stadtbrandmeister ist Sven Völker, sein Stellvertreter Philipp Oppermann und als Jugendwartin kümmert sich Fenja Wassner um die Jugendfeuerwehr. Unserem bisherigen Stadtbrandmeister Steffen Fuchs darf ich auch an dieser Stelle nochmals für seine geleistete Arbeit der vergangenen 8 Jahre als Stadtbrandmeister und 5 Jahre als Stellvertretender Stadtbrandmeister danken.

Am 28. Januar waren wir zum Neujahrsempfang in unsere Partnerstadt Sontra eingeladen. Nachdem ich bereits zur Herbstwanderung in unserer Stadt an das 35jährige Bestehen der Städtepartnerschaft erinnert habe, wurde dies nunmehr auch in Sontra getan. Als Jubiläumsgeschenk wurde an unsere Delegation eine Esskastanie übergeben, welche wir bei besserer Witterung an passender Stelle im Ort einpflanzen werden. Herzlichen Dank an unsere Partnerstadt! Übrigens finden die Städtepartnerschaftswanderungen in diesem Jahr am 26. April in Tambach-Dietharz und am 12. September in Sontra Stadt. Also bitte schonmal notieren!

Zum Jahresende mussten wir uns von unserem Förster für den Stadtwald, Dirk Dubetz, verabschieden. Er ist in den wohlverdienten Ruhestand gegangen, für welchen wir ihm alles Gute wünschen. Die künftige Beförsterung des Stadtwaldes soll auch weiterhin über das Forstamt in Finsterbergen laufen. Leider konnte uns bisher noch kein Nachfolger für Dirk Dubetz vorgestellt werden. Ich hoffe, dass das nicht mehr allzu lange dauert, damit wir wieder einen kompetenten Partner an unserer Seite haben, der auch mal einen Baum für Brennholz zuweisen kann.

Im Rahmen seiner Vorträge wird Mario Herrmann am 20. und 21. März über den Tambach-Dietharzer Unternehmer Adolf Hopf berichten. Ich freue mich, dass es passend dazu am Freitag, den 20. März, zur Einweihung einer Schau- und Informationstafel in der Triftstraße in der Nähe der früheren Wirkungsstätte von Adolf Hopf kommen wird. Ganz besonders freue ich mich, dass auch dessen Nachfahren ihr Kommen angekündigt haben.

Am 14. März wird Dr. Wilfried Pinzl auch in diesem Jahr mit einem Lichtbildervortrag in der Lutherkirche aufwarten. Das Thema ist Myanmar. Herr Dr. Pinzl wird uns seine fotografischen Eindrücke und Einblicke offenbaren.

Im Sinne einer guten touristischen Vermarktung unseres Erholungsortes hat unsere Tourist-Information am vergangenen Wochenende an der Reisemesse in Dresden teilgenommen. Derzeit befindet sich das Gastgeberverzeichnis, welches wir zusammen mit Friedrichroda auflegen, kurz vor der Fertigstellung. Und solange uns der Winter Gelegenheiten für Wintersport bietet, ist unsere Ausleihe geöffnet, in welcher u.a. eine sehr große Auswahl an Langlaufskiern nebst Zubehör zur Verfügung steht. Da man nie weiß, wie lange es noch Weiß ist, ist auch am Wochenende geöffnet.

Marco Schütz

Bürgermeister