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Der Stadtkurier Tambach-Dietharz
Ausgabe 4/2026
Nichtamtlicher Teil
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Ein Stück Stadtgeschichte kehrt zurück

Gedenktafel für und Vortrag über Adolf Hopf

Am 20.03.2026 konnte ich sowohl bei der Einweihung der Gedenktafel als auch beim 1. Vortrag über das Wirken von Adolf Hopf in meinem Geburtsort anwesend sein.

Beide Ereignisse waren für mich jeden Kilometer des Weges von Nordhausen in meine alte Heimat Tambach-Dietharz wert.

Die an einem auf das Unternehmen Hopfs bezugnehmenden Ort stehende Gedenktafel zeigt nun Einwohnern und Gästen von Tambach - Dietharz in kompakter Form, welchen Anteil Adolf Hopf an der Entwicklung des Ortes hatte.

Die Anwesenheit von Nachfahren des Kommerzienrates Hopf bei der Einweihung der Gedenktafel und dem abendlichen Vortrag zeigt deren Anerkennung für die Arbeit des Initiators Mario Herrmann. In ihrem Namen betonte Knut Adolf Hopf die Freude darüber, daß dieses Stück ihrer Familiengeschichte aufgearbeitet wurde. Die positiven Worte der Nachfahren über die Stadt und ihre Umgebung sowie das Versprechen, nicht zum letzten Mal in Tambach - Dietharz gewesen zu sein, sind auch Worte der Wertschätzung an die Stadt der 7 Täler.

Das die Einweihung der Tafel und der 1. Vortrag über den Unternehmer Adolf Hopf auf den Jahrestag der erteilten Erlaubnis zur Gründung seiner Firma fiel, macht den Tag noch wertvoller. Mario Hermann betonte, daß die Einweihung der Tafel einer der bewegendsten Momente seines Lebens sowie seiner Arbeit über das Wirken und das Erbe von Adolf Hopf sei.

Der Vortrag am Abend wurde mit viel Herzblut und Sachkenntnis gehalten. Die insgesamt 10 Jahre dauernde Vorbereitung hierfür fand ihr Ergebnis in detaillierten Fakten, welche mit sorgsam ausgewähltem Bildmaterial untermauert wurden. Mario Herrmann brachte im Vortrag auch seinen Stolz, in Besitz von einigen originalen Teilen und Dokumenten des Unternehmers Hopf zu sein, verhalten zum Ausdruck.

Desweiteren hielt er mit seiner Meinung zu einigen Ereignissen im Leben Adolf Hopfs nicht hinter den Berg. Ich bin mir sicher, daß alle Anwesenden viel für sie völlig Unbekanntes über die Person des Kommerzienrates Hopf, einem Mann mit Geschäftssinn, Erfindergeist und Weitsicht, sowie dessen jahrzehntelanges unternehmerisches und soziales Engagement, welches seinen Angestellten und den Einwohnern von Tambach-Dietharz in vielfältiger Form zugutekam, erfahren haben.

Da Stadt- und Heimatgeschichte zu DDR-Zeiten nicht auf dem Stundenplan stand, blieb dieses Kapitel im Unterricht unerwähnt. Doch selbst wenn dieses Teil des Unterrichtes bzw. der Arbeit einer Arbeitsgemeinschaft gewesen wäre, hätte man die tatsächliche Wahrheit nicht erfahren. Der Vortrag trug meines Erachtens auch dazu bei, die Person Adolf Hopf in ein ihm würdiges, neues und gerechtes Licht zu rücken, seine Verdienste nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und ein Stück Geschichte in den Ort zurückzubringen. All das 75 Jahre nach seinem Tod und 130 Jahre nach seiner Betriebsgründung.

In dem neuen Buch, welches sich an den Vortrag anlehnt, ist dies alles nachzulesen.

Der langanhaltende Beifall im Saal war wohlverdiente, ehrliche Anerkennung für Mario Herrmann. Dieser bedankte sich herzlich bei all den Personen, welche seine Arbeit zum Thema Adolf Hopf unterstützten sowie bei seinem Publikum.

Für sein weiteres Engagement bzgl. der Geschichte von Tambach-Dietharz wünsche ich Mario Herrmann weiterhin viele Ideen, Unterstützer, Erfolg und stets ein interessiertes und dankbares Publikum. Alle Interessierten dürfen schon gespannt sein auf die „Zeitreise Nummer 4" im September diesen Jahres, welche sicher wieder ein spannendes Thema zum Inhalt hat.

Martina Rockstroh

geb. Wolf