Am 7. März durfte ich zum diesjährigen Neujahrsempfang, welcher wohl eher ein Frühjahrs- oder Jahresempfang war, bzw. laut unserem Landrat der späteste Neujahrsempfang überhaupt, wieder ehrenamtlich Tätige für ihren unermüdlichen Einsatz für die Allgemeinheit auszeichnen. Für ihr Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr habe ich Martin Horn und Florian Marx ausgezeichnet. Claudia Hess erhielt die Ehrenurkunde für ihr Wirken im „Förderverein Luther 2017", welcher 2013 gegründet wurde und in welchem sie seither mitwirkt. Andre Rausch durfte ich für seine vielschichtigen Aktivitäten beim TFC, beim SV Motor, im Tennisclub, beim Eventverein und bei der Organisation des Vereinsfestes danken. Seit 4 Jahren ist Rainer Kolitsch der Platzwart auf unserem Sportplatz, wofür auch ihm Danke gesagt wurde. Jonas Stirtzel erhielt die Auszeichnung für seinen unermüdlichen Einsatz als Leiter des Posaunenchors, welcher er schon seit 10 Jahren ist. Julius Zink und Moritz Tanz erhielten die Auszeichnung für Ihr Wirken mit dem Eventverein vom Sommerkino über den Church Rave, das Bier bewegen bis hin zu Rodelnachmittagen. Moritz Tanz engagiert sich zudem beim Wintersport als Kampfrichter, ist für den Internetauftritt des SV Motor zuständig und maßgeblich am Betrieb der Infotafel am Ortseingang beteiligt.
Für ihre engagierte ehrenamtliche Tätigkeit im Städtepartnerschaftsverein durfte ich mich bei Renate Klipp bedanken. Für 59 Jahre besondere Verdienste im Hundesportverein Tambach-Dietharz e.V. und seinen überörtlichen Einsatz für den Hundesport habe ich mich im Jahr des 100-jährigen Bestehens des Hundesportvereins Tambach-Dietharz e.V. bei Siegfried Wolf mit der Ehrenurkunde bedankt.
Außerdem habe ich unseren nunmehr ehemaligen Stadtbrandmeister Steffen Fuchs für seine diesbezügliche Tätigkeit geehrt. Des Weiteren konnte ich Dirk Dubetz für mehr als 33 Jahre Tätigkeit als Förster für unseren Stadtwald danken.
Rechtzeitig vor Redaktionsschluss für dieses Blättchen ist in der vergangenen Woche von der Kommunalaufsicht beim Landratsamt Gotha die Bestätigung für unseren am 25. Februar beschlossenen Haushalt für das Jahr 2026 eingegangen. Da uns dieses Mal auch die Erlaubnis erteilt wurde, den Haushalt ohne Wartefrist zu veröffentlichen, ist er Bestandteil dieses Amtsblattes. Wem Einzelheiten der Haushaltssatzung interessieren, kann diese ab sofort im Rathaus einsehen. Damit kann der Haushalt ab sofort umgesetzt werden. Bisher waren nur unaufschiebbare bzw. aus 2025 offene Angelegenheiten umsetzbar.
Da mit Blick auf den Kindergartenneubau immer wieder die Frage aufkommt, ob dieser hinsichtlich anderenorts allgemein sinkender Kinderzahlen noch erforderlich ist, möchte ich aus der Kindergartenbedarfsplanung, welche zum 01.03.2026 fällig war, mitteilen, dass wir derzeit 161 Kinder haben, welche in einem Kindergarten betreut werden. Insgesamt gibt es bei uns derzeit 210 Kinder mit einem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Im vergangenen Jahr gab es 26 Geburten im Vergleich zu 23 im Vorjahr. In der Bedarfs- und Machbarkeitsanalyse zum Kindergartenneubau von 2022 wurde für 2025/2026 von lediglich 197 Kindern mit einem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ausgegangen. Für derzeit 37 Kinder befindet sich der Kindergarten in einer nur zur vorübergehenden Nutzung gedachten gemieteten Containeranlage. Hinzu kommt die Erweiterung des Bestandskindergartens durch einen Container. Mit dem Neubau sollen diese Containerlösungen insgesamt verschwinden und die Containermiete für den Neubau verwendet werden. Im Bestandskindergarten verbleiben dann, nach Einschätzung der Aufsichtsbehörden, 86 Plätze. Hinzu kommen 102 Plätze im Neubau. Damit ist der derzeitige Bedarf nur durch den Neubau gedeckt. Außerdem haben die Planer die Aufgabenstellung, eine Umnutzungsmöglichkeit des Kindergartenneubaus, bspw. für altersgerechtes Wohnen, bei sinkendem Bedarf vorzusehen.
Übrigens geht aus der Kindergartenbedarfsplanung hervor, dass in beiden Kindergärten mehr als die Hälfte der Kinder deutschstämmige Eltern haben.
Das Landesamt für Statistik hat uns mitgeteilt, dass es in diesem Jahr im gesamten Bundesgebiet einen Mikrozensus, das heißt eine „kleine Volkszählung" gibt. Es werden Daten über die Bevölkerungsstruktur und die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung erhoben. Das Landesamt versichert, dass der Datenschutz bei der Befragung eingehalten wird. Es werden auch Haushalte aus unserer Stadt befragt werden, welche nach einem mathematischen Stichprobenverfahren ausgewählt wurden und repräsentativ sein sollen. Das Landesamt für Statistik hat uns darauf hingewiesen, dass es eine gesetzliche Auskunftspflicht gibt.
An was es auch immer liegen mag, aber leider ist wieder vermehrt festzustellen, dass Bioabfälle illegal im Wald entsorgt werden. Auch Baum-, Strauch- und Grasschnitt sind Abfälle, welche nicht in den Wald gehören. Seit Montag, den 30. März, ist die Wurmanlage wieder montags geöffnet. Bioabfälle können hier gegen ein kleines Entgelt abgegeben werden. Damit hält man nicht nur die Umwelt sauber, sondern unterstützt auch unseren Wurmverein und sorgt indirekt dafür, dass die Würmer nicht hungrig bleiben. Bitte halten Sie unsere Umwelt sauber! Der Wurmverein feiert übrigens am 9. Mai mit einem Tag der offenen Tür sein 35-jähriges Bestehen.
Zum Neujahrsempfang konnte ich mitteilen, dass wir, nach Zustimmung durch die Thüringer Fernwasserversorgung, unser Angebot für Trauungen in Tambach-Dietharz künftig attraktiver gestalten können. Mit Trauungen auf der Staumauer der Alten Tambacher Talsperre soll dem Trend, Trauungen unter freiem Himmel stattfinden zu lassen, weiter gefolgt werden. Als „Zweitalsperrenstadt" wollen wir die Möglichkeit der Eheschließung vor der idyllischen Kulisse der Talsperre nutzen. Die Idee, Trauungen auf der Staumauer durchzuführen, stammt von unserer Standesamtsleiterin Frau Post. Es ist nicht der erste Trauort, welcher von ihr außerhalb des eigentlichen Standesamtes gefunden wurde. So gibt es bereits die Möglichkeit, sich im Technischen Museum Altes Sägewerk trauen zu lassen. Im Rahmen des Umbaus unseres Kurparkes soll ein weiterer Trauort am Parkteich unter alten Bäumen hinzukommen. Die Hochzeitsgesellschaft kann ausschließlich mit dem Standesbeamten die Staumauer betreten und verlassen.
Unsere Freiwillige Feuerwehr hat das Jahr 2025 in ihrer Jahreshauptversammlung am 14. März zusammengefasst. Insgesamt wurde die Feuerwehr zu 113 Einsätzen, davon 63 Technische Hilfeleistungen, 32 Brandeinsätze, 2 Gefahrguteinsätze und 18 Brandsicherheitswachen, gerufen. Das entspricht 2100 Einsatzstunden. Hinzu kommen 2358 Ausbildungsstunden und bislang ungezählte Stunden für den Besuch von Lehrgängen, wie Truppmann 1, Atemschutz, Truppführer, Gruppenführer und Zugführer, sowie für die Pflege der Ausrüstung. Die Jahreshauptversammlung der DRK-Bergwacht fand bereits am 7. März statt. Diese zog für 2025 ebenfalls Bilanz. Insgesamt wurden 6.764 Stunden bei 25 Einsätzen, bei Absicherungen, Versorgung, Ausbildung usw. geleistet. Vielen Dank für die zahlreich geleisteten ehrenamtlichen Stunden!
Der Lichtbildervortrag am 14. März von Herrn Dr. Pinzl über Myanmar in der Lutherkirche war auch in diesem Jahr sehr gut besucht und macht Lust auf weitere derartige Vorträge. Ausverkauft waren die Vorträge von Mario Herrmann am 20. und 21. März zu Adolf Hopf. Unter den Gästen waren die Enkel und weitere Angehörige des Tambach-Dietharzer Unternehmers. Bereits am Freitagnachmittag wurde in der Triftstraße/Ecke Friedrichrodaer Straße bei Anwesenheit zahlreicher Gäste und der Familie Hopf eine Gedenk- und Schautafel für Adolf Hopf eingeweiht. Einen herzlichen Dank an die Initiatoren.
Nachdem am vergangenen Samstag, den 28. März, unser Frühjahrsputz war, kann es nun Ostern werden. Auch in diesem Jahr starten wir am Gründonnerstag mit einem Osterspaziergang vom Bürgerhaus zum Schützenhaus in das Fest. Im April erwartet uns am 25. der 2. Church Rave in der Lutherkirche, am 26. der Wandertag mit Sontra in Tambach-Dietharz und am 30. das Maifeuer am Schützenhaus. Am 1. Mai starten wir mit dem Maibaumsetzen in den Wonnemonat Mai.
Bleibt mir, Ihnen allen ein frohes Osterfest zu wünschen. Genießen Sie die freien Tage, egal bei welchem Wetter!
Marco Schütz
Bürgermeister