Der Bürgermeister, Herr Schütz, hat mir die Gelegenheit gegeben, Sie an dieser Stelle über den aktuellen Stand zahlreicher Bauprojekte zu informieren:
Der Wasserschaden im Kindergarten Gallbergspatzen beschäftigt das Bauamt weiterhin. In der Ausweich-Kita in Gräfenhain wurden für die Nutzung eine neue Wand mit Tür sowie eine neue Balkontür im Erdgeschoss und eine weitere Türöffnung im Obergeschoss eingebaut sowie vernetzte Rauchmelder mit Funk-Handtaster und Fluchttürhauben nachgerüstet. Bis zum Erscheinen des Blättchens wurde dann hoffentlich die 3-stufige Außentreppe vor der neuen Balkontür montiert, damit auch die beiden Gruppenräume im Erdgeschoss genutzt werden können. Mittelfristig muss dann noch eine dicht- und selbstschließende Tür im Flur im Obergeschoss eingebaut und die Sicherheitsbeleuchtung nachgerüstet werden. Abschließend muss dann noch die Genehmigung der Wiederaufnahme durch die Untere Bauaufsichtsbehörde und die schriftliche Betriebserlaubnis durch das Ministerium erfolgen. All die Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit den verschiedenen Ämtern. Die Besprechungen haben zwar Zeit in Anspruch genommen, die Sicherheit der Kinder muss aber immer gewährleistet sein. Daher konnten wir mit den Ämtern sowie mit der Stadt Ohrdruf gute Lösungen finden.
Zeitgleich gehen auch die Arbeiten an dem Bestandsgebäude weiter. Ein Großteil der Trocknungs- und Rückbauarbeiten ist erfolgt. Um das Kindergartengebäude dann anschließend sinnvoll wiederherstellen zu können, wurde im nichtöffentlichen Teil der Stadtratssitzung am 10.06.2026 die Erarbeitung von Nutzungsvarianten vergeben. Spätestens Anfang bis Mitte Juli sollen hier Ergebnisse vorliegen, über diese dann die entsprechenden Gremien entscheiden müssen.
Für den geplanten Neubau der Kindertagesstätte im Ambulanzpark liegt seit dem 19.06.2026 die Baugenehmigung vor. Die intensive Planungsphase unter Einbeziehung der vielen Ämter hat sich gelohnt, da keine Änderungen zur eingereichten Genehmigungsplanung gefordert wurden. In der Zeit, wo über die Genehmigung entschieden wurde, wurde und wird die Ausführungsplanung erstellt. Es wird gerade geprüft, ob ein Baubeginn im Herbst sinnvoll ist. Um entsprechende Fördermittel wird sich weiterhin bemüht.
Neben diesen beiden Großprojekten gehen die Arbeiten im Kurpark zwar langsam aber kontinuierlich voran. Die Vogelvoliere ist fast fertiggestellt und die Vögel sollten dann spätestens Mitte bis Ende Juli wieder einziehen. Hier kam es aufgrund von Personalkapazitäten bei den ausführenden Firmen, Witterungsbedingungen (niedrige Temperaturen bis Ende April) und Lieferengpässen zu langen Verzögerungen. Bei der Musikmuschel sind mit dem ausgeführten Stahlbau die Form und Ausmaße gut sichtbar. In diesem Jahr muss dann noch die Ausschreibung für die Ausstattung der Musikmuschel erfolgen. Die Musikmuschel soll gemäß Bauzeitenplan in diesem Jahr fertiggestellt werden. Da mit einer Fertigstellung nicht vor Herbst 2026 zu rechnen ist und der Winter dann so gut wie vor der Tür steht, wird das letzte Los für den Musikplatz vor der Musikmuschel und weiteren Landschaftsbauarbeiten für Anfang 2027 ausgeschrieben. Die Fertigstellung des gesamten Kurparks erfolgt dann im Sommer 2027.
Wer an den Kurparkteichen vorbeigegangen ist, kann bestaunen, dass die Natur nur schwer im Zaum zu halten ist. Obwohl der Bauhof im Winter annähernd das komplette Schilf beseitigt hatte, ist es wieder ausgetrieben. Mitte April wurden vom Angelverein verschiedene Fische, darunter Graskarpfen, in die Teiche eingesetzt. Trotzdem konnte das Schilf weiterwachsen. Da jetzt Fische in den Teichen sind, kann das Wasser auch im kommenden Winter nicht einfach so abgelassen werden.
An dem 4. Großprojekt der Sanierung der Ufermauer im Tammich gehen die Arbeiten ebenfalls kontinuierlich weiter. Trotz teilweiser schwieriger Bedingungen (viel verbauter Beton sowie aufwendigere Aufbauten unterm Pflaster und die Notwendigkeit mehr neues Material einzubauen, da vom Bestandsmaterial nicht so viel wiedereinsetzbar ist, als gedacht) sind die Arbeiten im Zeitplan.
Auch beim Bolzplatz gibt es Neuigkeiten. Das Bauamt ist mit dem Kinder- und Jugendbeirat sowie der Direktorin der Regelschule, Frau Rausch, in enger Abstimmung. Im Juni fand eine Präsentation einer Firma zur Ausführung des gewünschten Überseecontainers statt. Ein Planungsbüro wurde für die Genehmigungsplanung beauftragt. Ziel ist es, so schnell wie möglich die Genehmigungsplanung einzureichen und dann hoffentlich im September und Oktober alle Arbeiten auszuführen.
Die Planungsleistungen für den grundhaften Ausbau der Weststraße wurden im April beauftragt und jetzt liegen die ersten Entwürfe vor. Die Entwürfe werden in den entsprechenden Gremien abgestimmt und dann der Öffentlichkeit vorgestellt. In diesem Jahr soll die Ausschreibung erfolgen, damit im nächsten Jahr gebaut werden kann.
Beim Bebauungsplan für das Gewerbegebiet geht es nicht weiter, da sich die Kommunikation mit einem Teil der Firmen schwierig gestaltet. Bevor nicht alle Baufeldgrenzen festgelegt sind, kann kein 3. Entwurf veröffentlicht werden. Die Festlegung der Baufeldgrenzen sind nötig, damit dann die nötigen Ausgleichsmaßnahmen bestimmt werden können. Umso größer die Baufeldgrenzen, umso mehr Ausgleichsmaßnahmen werden nötig.
Für den Start der Wärmeleitplanung verweise ich auf den separaten Artikel in diesem Blättchen.
Die Machbarkeitsstudie für die zukünftige Nutzung der stadteigenen Gebäude wurde beauftragt. Da das Bürgerhaus und vor allem das Gebäude mit dem Jugend- und Seniorenclub am Schützenplatz einen großen Instandhaltungsrückstau aufweisen und mit der Übertragung der Kirche auch weitere Flächen im Raum stehen, soll in dieser Machbarkeitsstudie geprüft werden, welche Fläche die Verwaltung benötigt und welche Flächen für welche öffentliche Nutzung zur Verfügung gestellt werden sollen. Auch soll geprüft werden, inwieweit für welche umzusetzenden Baumaßnahmen Fördermittel beantragt werden können.
Des Weiteren wurden die Planungsleistungen für die Sanierung des Bauhofs beauftragt. Im Bauhof müssen die Sanitärbereiche optimiert werden. Dies soll genutzt werden, um zu prüfen, ob weitere Flächen angepasst werden müssen. Zusätzlich sollen das Dach energetisch saniert und eine Photovoltaik-Anlage installiert werden.
Für den geplanten Funkmast am Rennsteighaus wurde der Pachtvertrag geschlossen. Die Arbeiten für die Errichtung des Funkmastes werden von einer Firma im Auftrag eines Telekommunikationsunternehmen durchgeführt. Die Stadt ist also nicht Bauherr. Bislang wurde der Stadt noch kein Bauzeitenplan vorgelegt.
Die Neuverlegung der Fliesen in den Sanitärräumen im Schwimmbad verzögerte sich, da nach dem Rückbau der alten Fliesen festgestellt wurde, dass die Bodenfliesen nicht ausreichend abgedichtet waren, somit Feuchtigkeit eindringen konnte und die Profile der Trockenbauwände durchgerostet waren. Die Trockenbauwände mussten also teilweise erneuert werden. Vor Saisonbeginn konnte der Sanitärbereich der Frauen so wiederhergestellt werden, dass dieser durch alle Badegäste genutzt werden kann. Der Sanitärraum für die Männer wurde zum 30.06.2026 fertiggestellt. Im Herbst, nach Saisonende, wird dann geprüft, ob die Wandfliesen im Sanitärbereich der Frauen einheitlich hergestellt werden. Das Holzdeck wurde fertiggestellt. Dort fehlt dann nur noch die Pergola.
Die Glasfaserarbeiten für den geförderten Ausbau gehen stetig voran. Die Stadt ist hier nicht Bauherr, befindet sich aber im engen Austausch mit der von der Telekom beauftragten Firma. Bislang kann festgehalten werden, dass die Firma Circet gute Arbeit leistet und darauf bedacht ist, die Oberflächen so wie vorher wiederherzustellen. Wenn es Probleme geben sollte, sprechen Sie die Firma am besten direkt an oder melden sich im Bauamt.
Wie Herr Schütz bereits berichtete, wurde die Sanierung des Sportplatzes nicht in das Förderprogramm des Bundes aufgenommen. Daher wurde im Juni der Antrag für die Fördermittel vom Land eingereicht.
Im Stadtrat wurde bereits über den zukünftigen Umgang mit dem Land unter den Pachtgaragen diskutiert. Eine Entscheidung wurde bislang noch nicht getroffen. Das Bauamt hat im vergangenen Jahr alle 239 Pachtverträge geprüft. Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass alle Garagen verpachtet sind. Ab sofort ist das Bauamt vor der Weitergabe einer Pachtgarage zu kontaktieren. Das Bauamt führt eine Warteliste mit Personen, die eine Garage pachten wollen.
Zu guter Letzt möchte ich mich noch bei den Mitarbeitenden vom Bauhof bedanken. Herr Schütz hatte im letzten Blättchen auf die vielen Veranstaltungen hingewiesen. Bei all diesen Veranstaltungen unterstützt der Bauhof die Vereine, Veranstalter*innen und Touristeninformation tatkräftig, teilweise nach Feierabend und auch am Wochenende.
Eine lebendige Stadt lebt vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Viele Menschen leisten bereits einen wertvollen Beitrag für die Gemeinschaft. Deshalb möchte ich Sie ermutigen, sich ehrenamtlich einzubringen - mit Ihren Ideen, Ihrer Zeit oder Ihren Fähigkeiten. Wer sich engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, sich bei der Stadtverwaltung zu melden.
i. A. Jana Richter
Bauamtsleiterin