Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ich hoffe, Sie haben die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel im Kreise Ihrer Familien und Freunde gut verbracht. Es ist die Zeit der Besinnung aber auch des Neuanfangs.
Nach den unsäglichen Jahren 2020 bis 2022 hatte ich gehofft, dass das Jahr 2023 weniger schwierige Aufgaben mit sich bringen wird. Weit gefehlt, das war leider nicht der Fall. Dennoch war es aber auch ein Jahr mit Erfolgen, die unsere Gemeinde trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter vorangebracht haben.
Vor allem die explodierten Kosten in der Baubranche und im Energiesektor haben uns und auch sicherlich Ihnen allen im vergangenen Jahr große Sorgen bereitet. Aufgrund dieser enormen Belastungen und auch aufgrund fehlender Fachkräfte in Verwaltung, in Unternehmen und auch in anderen Behörden war es nicht möglich, alle unsere Projekte und Themen so umzusetzen, wie wir es uns gewünscht und vorgenommen hatten. So verzögerten sich einige Projekte, wie beispielsweise die Rathaussanierung, die Herrichtung des Grenzblickhauses in Leidingen oder auch in Wallerfangen die Erweiterung unseres Historischen Museums im Außenbereich. Beide letztgenannten Baumaßnahmen wurden dank der Kraftanstrengung von Verwaltung, Architektin und der finanziellen Unterstützung des Umwelt- und Innenministeriums dennoch fertig. Es sind zwei ganz besonders gelungene Projekte, die in Leidingen von Ortsvorsteher Wolfgang Schmitt mit dem ehrenamtlichen Bürgerengagement und in Wallerfangen mit der Expertise des Vereines für Heimatforschung umgesetzt werden konnten.
Verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, mein persönlicher Schwerpunkt liegt nicht in Neubauprojekten, sondern im Erhalt, also der Sanierung der vorhandenen Substanz unserer Gebäude und Liegenschaften.
Zwei Häuser in der Sportplatzstraße wurden komplett saniert und dienen wieder menschenwürdigem Wohnen. Mit der Sanierung der restlichen gemeindeeigenen Häuser soll es auch weitergehen, so dass Menschen mit geringem Einkommen oder Menschen in Notlagen eine Bleibe erhalten. Eine Förderung mit 90 % für ein Projekt (Mehrgenerationenspielplätze im Olympia-Jahr 2024) im ehemaligen Jugenddorf, jetzt Campus Blauloch wurde ganz aktuell zugesagt. Vielen Dank an die Ortsvorsteherin Julia Harenz, die sich als Abgeordnete des Saarländischen Landtags für alle Ortsteile in Saarbrücken einsetzt. Weiter geht es nach St. Barbara. Das viel gebuchte Dorfgemeinschaftshaus hat eine energetische Sanierung erhalten und wurde innen wieder auf einen modernen Stand gebracht. Unter anderem wurden Fenster, Türen, die alten Toilettenanlage erneuert und die Raumakustik verbessert. Noch sind wir nicht fertig, hier bin ich allerdings zusammen mit Ortsvorsteher Stefan Schirra guter Dinge die Sanierung fertigstellen zu können. Und in Gisingen unterstützt die Verwaltung die Pläne für das Wohnprojekt der Genossenschaft MeGeDo, dass eine besondere Form des gemeinsamen Wohnens von gesundheitlich beeinträchtigten und nicht beeinträchtigten Menschen ermöglichen soll. Und dass der Kirmesplatz, der auch als Parkplatz für Wandernde gerne in Anspruch genommen wird, erneuert werden muss, ist auch ein begonnenes Projekt. Die Ortsvorsteherin und ihre Mitwirkenden haben im Jahr 2023 bereits die vorbereitenden Arbeiten zur Antragstellung für Fördermittel geleistet, für die ich danke. In Rammelfangen haben wir die Außensanierung des Dorfgemeinschaftshauses umgesetzt. Das in exponierter Lage gelegene DGH erstrahlt wieder in neuem Glanz, sichtbar groß das auf den Giebel gemalte Rammelfanger Wappen. Vielen Dank an die Ortsvorsteherin Gabi Harpers und die Dorfgemeinschaft für die Idee und die Hilfe bei der Umsetzung. Im Ihner Tal hatte uns der Ihner Weiher mit seinem Damm Sorgen bereitet. Zusammen mit dem Angelsportverein, dem Bauhof und dem Wasserleitungszweckverband, sowie auch mit der Feuerwehr und der Expertise eines Wasserbauexperten aus der Gemeinde konnte die Situation entschärft werden. Im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutzkonzept für die gesamte Gemeinde möchte ich auch meinen Dank für das an die Feuerwehr gespendete Rettungsboot aussprechen. Wichtig für alle im Ihner Tal ist das Thema Mobilfunkmast. Hier sind nach langer Planung nunmehr endlich die Fundamente gegossen, der Mastaufbau steht bevor. Es war zusammen mit Wolfgang Schmitt ein langer Weg, der sich gelohnt hat. In Bedersdorf haben wir auf Anregung von Lothar Grasmück neue Kinderspielgeräte installiert und auch endlich die Treppe zum DGH saniert. Im Übrigen soll auf Initiative aus dem Ort der Friedhof neugestaltet werden. Weiter nach Ittersdorf. Ortsvorsteher Heinz Rickert hat mit seinen helfenden Männern und Frauen das Dorfgemeinschaftshaus erweitert und fertiggestellt. Sehr gelungen! Die neuen Toilettenanlagen und das Stuhllager steigern die Qualität des DGH enorm. Mein Dank geht an alle Beteiligten und an Minister Reinhold Jost für die Fördermittel. Gleiches gilt auch für das Projekt, die vergangenen Sendemasten des Senders Europa 1 als Marke der Ittersdorfer Dorfgeschichte zu erhalten. Ein Stück Mast wurde gesichert und soll mit entsprechenden Informationen zur Geschichte und mit einem ansprechenden Umfeld aufgebaut werden. Ein Fördermittelbescheid zur Umsetzung liegt bereits vor! In Düren nahm die Vollsanierung des Dorfgemeinschaftshauses weiter Fahrt auf, auch wenn es durch fehlende Arbeitskräfte in den Handwerksbetrieben zu Verzögerungen gekommen ist. Geschaffen werden dort drei Wohnungen und auf Vorschlag der Ortsvorsteherin Marlies Grundhefer wurden bereits die Räume für die Toilettenanlage auf der Ebene des DGH-Raumes gebaut, so dass die Gäste des DGH nicht mehr in den Keller müssen. In Kerlingen stellte sich im vergangenen Jahr heraus, dass das Projekt Dorfgemeinschaftshaus nicht nur gelungen ist, sondern auch von der Bevölkerung außerordentlich angenommen und genutzt wird. Meinen Glückwunsch an den Ortsvorsteher und die Frauen und Männer der Dorfgemeinschaft, die das Projekt mit tausenden ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden umgesetzt haben. Hier sind die Gelder der Gemeinde und die der Fördermittel sehr gut eingesetzt. In der Alten Schule auf dem Oberlimberg sorgte ein beträchtlicher Wasserschaden durch Rohrbruch dafür, dass die Räume der Dorfgemeinschaft saniert werden müssen. Auch hier steht die wertvolle und ehrenamtliche Arbeit des Ortsinteressenverbandes im Vordergrund. Meinen herzlichen Dank an Sie alle.
So konnten wir einige Projekte für 2023 vollenden, auf den Weg bringen und vorbereiten. Aus Saarbrücken, Berlin und vor allem aus Europa kamen in den letzten Jahren Fördermittel in Millionenhöhe, um weiter in unsere Hallen, Straßen, Dorfgemeinschaftshäusern, Schulen und Kindergärten zu investieren. Nur mit Fördermitteln können wir weiter an der Zukunft unserer Gemeinde arbeiten. Nur so geht es.
Abschließend möchte ich Ihnen allen für Ihr Engagement und Ihre Unterstützung danken. Ihre Ideen, Ihre Anregungen und Ihre Teilnahme am Gemeindeleben sind entscheidend für unseren Fortschritt. Gemeinsam schreiben wir die Geschichte unserer Gemeinde weiter und gestalten eine lebendige und lebenswerte Zukunft.
Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden einen guten Start ins neue Jahr! Bleiben Sie respektvoll, tolerant und vor allem menschlich. Das wünscht Ihnen Ihr
Bürgermeister Horst Trenz
Lesen Sie nächste Woche Teil II des Rückblicks