Im Bereich der Bildung konnte im vergangenen Jahr die Gemeinde mit Spenden des Fördervereins für die Kita St. Katharina den Außenbereich neugestalten und mit Spielgeräten ausstatten. Der Kindergarten Gisingen hat sich in dem voll sanierten Teil und dem Erweiterungsbau eingelebt. Wenn es auch aktuell einen Wasserschaden gibt, ist es dennoch ein gelungenes Beispiel der Architekten und des Bauamtes für dieses Projekt. Die europaweite Ausschreibung für den Neuaufbau der Krippe ist endlich erfolgreich abgeschlossen. Die Vertragsverhandlungen mit den Bietern beginnen Anfang Februar. Mit Ärger danke ich der jahrelangen Bürokratie! Aber die Planungen für die Erweiterung und Sanierung des Kindergartens in Ittersdorf sind im vollen Gange, erste Pläne und Kostenschätzungen liegen vor. Dies wird eine Herausforderung für das Team in Ittersdorf, die Verwaltung und die Eltern werden, ich bin optimistisch. Sowohl für die Grundschulen in Wallerfangen als auch in Gisingen waren wir ebenfalls nicht untätig, als das Gesetz zum Pflichtangebot einer Nachmittagsbetreuung in Beratung war. Für die Grundschule Wallerfangen liegen die ersten Skizzen vor, für die Grundschule Gisingen sind diese noch in Arbeit. Es wird ein langer Weg, der auch ein Mehr an Bundes- und Landesgeldern erfordert. Wir reden hier nicht über einige hunderttausend Euro, sondern für beide Grundschulen um Millionen! Kindergärten: Es ist beiden Teams in Ittersdorf und in Gisingen von Herzen zu danken. Unter schwierigen Bedingungen meistern sie täglich die Herausforderungen und auch dies bei immer größeren Ansprüchen von manchen (und Gott sei Dank ganz wenigen) Eltern. Und doch ist der Dank von Hunderten von Müttern und Vätern eine Bestätigung für die Teams, deren Leitungen und den gewählten Elternausschüssen. Ich stehe hinter meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern!
Thema Kultur. Im vergangenen Jahr haben wir die kulturellen Veranstaltungen der Gemeinde erweitert. In der Gemeinde war einiges los. Zahlreiche Veranstaltungen fanden in diesem Jahr in allen Ortsteilen statt. Neben den vielen großen und kleinen Veranstaltungen der kulturtreibenden Vereine, wie den Musik- oder Karnevalsvereinen startete die Gemeinde zum ersten Mal nach dem Freibad-OpenAir in eine erfolgreiche Schlagernacht auf der Adolphshöhe. Aufgrund der Erfolge und der vielen positiven Rückmeldungen wird es auch 2024 ein buntes Programm geben. Auch dank der neuen gemeindeeigenen Bühne, die sich bisher bewährt hat.
Thema Bürgerbus. Die Gemeinde kann auf unseren Bürgerbus stolz sein. Das Team um Hans-Georg Stockhausen leistet ehrenamtlich wertvolle Hilfe am Menschen. Sie sind die Feuerwehr für diejenigen, die nicht mehr mobil sind. Und die Anzahl der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wächst! Da ich auch selbst im Fahrerteam bin, erfahre ich selbst die Dankbarkeit der Menschen. Das ist ein großes Geschenk, das motiviert und Freude bereitet. Ich danke den Teams am Telefon und am Lenkrad.
Auch die Städtepartnerschaften standen in diesem Jahr im Mittelpunkt. So haben wir unsere Beziehungen durch zahlreiche Veranstaltungen und Gespräche mit unseren französischen Freunden aus St. Vallier und mit der neuen Jumelage mit Bertrange in Luxemburg vertieft. Beide große Gruppen waren am Wochenende des Nikolausmarktes als Gäste und Besucher in Wallerfangen. Vielen Dank an Angelika Wiltz, Ilka Müggenburg und an Volker Bauer für das persönliche Engagement.
Zum Sport. Ob engagierter Tischtennisclub, Judoclub, Tennisverein oder auch das wiederauflebende Boulespielen hat der Fußball weiterhin seine Hauptrolle. Drei große Vereine in der Gemeinde Wallerfangen spielen um den Erfolg. Erfolgreich sind sie auf jeden Fall. Denn durch die Kinder- und Jugendarbeit binden sie tatsächlich eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen an den Sport. Teamgeist, Miteinander und Respekt wird dort gelernt und gelebt. Wichtig für unsere Gesellschaft. Das verdient nicht nur Lob und Anerkennung. Im Rahmen des finanziell machbaren unterstützen wir die Vereine durch Ausgleichszahlungen für entgangene Trainingsmöglichkeiten, Zuwendungen für den Materialeinkauf für (gemeindeeigene) Gebäude und Liegenschaften oder auch durch Maßnahmen zu effektiven Energieeinsparungen bei Flutlichtanlagen, auch dies mit Fördermitteln. Auch wurde die Sportanlage in St. Barbara wieder für den Trainingsbetrieb ertüchtigt, die Mannschaftskabinen und Duschen werden zurzeit wieder auf Vordermann gebracht.
„Hurra, hurra, die Schule brennt!“ von der Band Extrabreit kennen vermutlich nur noch die etwas Älteren unter uns. Dass dies in der Gemeinde nicht der Fall ist, dafür sorgen die ehrenamtlichen Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr mit ihren Löschbezirken. Völlig uneigennützig und mit vielen Freizeitstunden in Übungen und Fortbildungen stehen sie stets parat, im Notfall Menschen, Tiere und der Umwelt zu helfen. Tag und Nacht! Und dies im vergangenen Jahr leider wieder mehrfach. So konnte dank der Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr ein Überlaufen mit wohlmöglichem Dammbruch des Ihner Weihers verhindert werden oder auch ein großer Brand im St. Nikolaus Hospital. Auch im vergangenen Jahr konnten wir die Feuerwehr mit der Anschaffung von Geräten und Schutzbekleidung (PSA) begleiten und unterstützen. Ich werde Sie in dem Ausblick für die kommenden Jahre demnächst an dieser Stelle informieren. An alle Kameradinnen und Kameraden: Von Herzen merci.
Von Herzen merci gilt auch für die Kameradinnen und Kameraden vom DRK, die in vielen Einsätzen ihren Dienst am und für den Menschen erbringen.
Vielen Dank für euren Einsatz an 365 Tagen im Jahr. Auf Euch ist Verlass!
Den Super-Gau lieferte das Freibad zu Beginn der Saison. Das Mehrzweckbecken, also das Nichtschwimmerbecken ist im Baukörper gerissen und stand für die Besuchenden und vor allem für die Familien in der Saison nicht zur Verfügung. Ein altes Bad, für dessen Sanierung im heutigen Bestand und bei den heutigen Baupreisen sieben, acht oder sogar neun Millionen notwendig wären. Aber es gibt noch Alternativen. Natürlich nicht umsonst. Wir haben eine auf diesem Markt bekannte Firma beauftragt, das Freibad so zu konzipieren, dass durch eine Modernisierung mit Einsparen von Technik und Personal unser Bad erhalten bleibt. Die Ertüchtigung des Mehrzweckbeckens ist auf jeden Fall in Auftrag gegeben und ich hoffe, dass es in diesem Jahr wieder für die Familien zur Verfügung stehen wird. Fest steht jedoch, und da nahm ich nie ein Blatt vor den Mund: Wir erhalten unser Bad, solange es geht. Und das mit Biss!
Ganz persönlich hat mich im vergangenen Jahr der Glasfaserausbau durch die Deutsche Glasfaser in den Ortsteilen auf dem Gau geärgert und ich glaube, einige Monate meines Lebens gekostet. Bei diesem Ärger halfen selbst nicht Zuspruch und Lob für die angeordneten Stopps auf den Baustellen. Ich habe der Deutschen Glasfaser klipp und klar mitgeteilt, dass ohne Behebung der Schäden ein weiterer Ausbau als Ortspolizeibehörde oder Bauamt nicht genehmigt werden wird. Dies wurde auch in der Presse ausführlich dargelegt. Der Glasfaserausbau in unserer Gemeinde wurde aus wirtschaftlichen Gründen von einem privaten Unternehmen vorangetrieben. Wir alle wissen, dass diese Technologie in Zukunft notwendig sein wird. Wir haben der Deutschen Glasfaser einen Vertrauensvorschuss gegeben und ich erwarte jetzt, dass die Deutsche Glasfaser dieses Vertrauen zurückgewinnt, indem sie sich der Probleme des letzten Jahres annimmt und die Baumängel im Jahr 2024 abschließend beseitigt, bevor der Geduldsfaden endgültig reißt. Die von mir vorgeworfene „Salamitaktik“ ist erkannt und hoffentlich vorbei. Warten wir es ab.
Bei der privat-wirtschaftlichen Erschließung durch die Firma Deutsche Glasfaser sind Ortsteile wie Leidingen und Oberlimberg sowie etliche Aussiedlerhöfe nicht berücksichtigt worden, weil diese Bereiche für ein privates Unternehmen nicht rentabel sind. Damit auch diese Gebiete vom schnellen Internet nicht abgehängt werden, haben wir eine Millionenförderung bei Bund und Land beantragt. Tatsächlich haben wir die Bundesförderung erhalten und das Land stockt erheblich auf. Das ist eine konkrete Hilfe für unsere Dörfer, dass sie auch für junge Menschen und Familien attraktiv bleiben.
Auch im kommenden Jahr werden weitere Projekte auf uns zukommen. Wir arbeiten weiter an der Umsetzung. Neben der weiteren Sanierung unserer kommunalen Gebäude werden weitere Zukunftsthemen auf uns zukommen.
Ich freue mich auch auf diese Aufgaben und Herausforderungen und ich weiß, dass unsere Mandatsträger in den Ortsräten und im Gemeinderat in der Regel an einem Strang ziehen, um unsere Gemeinde voranzubringen. Dies gilt erst recht für die Beigeordneten Stefan Schirra und Wolfgang Kiefer, die mich stets im Interesse der gesamten Gemeinde vertreten. Und natürlich für unsere Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher, die alle auf ihre Weise ihre Orte voranbringen.
Ich danke den Fraktionen im Gemeinderat für die gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Politik. Eine solche, fast ausschließlich parteiübergreifende, also einstimmige und bürgernahe Politik sucht man vielerorts vergeblich. Vielen Dank an euch alle.
Auch bin ich wieder sehr stolz auf die Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Jahr. Auf Verwaltung, Bauhof, Kindergärten und alle übrigen in den Dörfern und Einrichtungen konnte ich mich verlassen. Wenn auch nicht immer alles so schnell funktioniert wie gewünscht, wir sind eine kleine Verwaltung. Das ist auch der Grund, weshalb wir nicht zu den überschuldeten Kommunen gehören. An dieser Stelle bin ich halt doch arg konservativ, damit die wenigen Gelder weiterhin in unsere Infrastruktur fließen können. Und dazu ein Hinweis, verbunden mit dem Dank an den Gemeinderat und die Ortsräte: Wir haben ohne Steuererhöhungen und mit Ausgabendisziplin dennoch ein positives Ergebnis zum 31.12.2023 verbucht. Außergewöhnlich im gesamten Saarland! Unser aller Arbeit für die Menschen und die zukünftige Generation in der Gemeinde.
Abschließend möchte ich Ihnen allen für Ihr Engagement und Ihre Unterstützung danken. Ihre Ideen, Ihre Anregungen und Ihre Teilnahme am Gemeindeleben sind entscheidend für unseren Fortschritt. Gemeinsam schreiben wir die Geschichte unserer Gemeinde weiter und gestalten eine lebendige und lebenswerte Zukunft.
Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden einen guten Start ins neue Jahr! Bleiben Sie respektvoll, tolerant und menschlich.
Das wünscht Ihnen Ihr
Bürgermeister Horst Trenz