Wer eine Einladung bekommt, der weiß wie man sich freut, wenn es endlich soweit ist und man zu Besuch kommen kann. Da steigt schon mal die Aufregung.
Natürlich benötigten wir auch ein Geschenk. Ein Honigfässchen aus der Imkerei, die wir traditionell jedes Jahr besuchen, eine selbstgemachte Lavendelseife und eine schöne Karte sollten unser Gastgeschenk werden.
Allerdings hatten wir noch ein wirklich großes Problem. Wie kommen alle Wiedbachspatzen zu unserem Gastgeber Herrn Bonkhoff nach Großkochberg? Leider fahren nicht mehr einfach so die Busse durch den Hexengrund. Unsere Erzieherinnen haben sich echt den Kopf zerbrochen, telefoniert und überall herumgefragt ob es für uns alle ein Transportmöglichkeit gibt.
Aber dann kam die Lösung! Der Günther hat einfach mal beim Uhlstädter Sportverein nachgefragt ob er uns mit dem Kleinbus eine Strecke fahren darf. Na klar das geht, war die Antwort. Wir waren vielleicht erleichtert und schicken hiermit ein dickes Dankeschön an die Uhlstädter Sportfreunde. Ihr und alle Eltern haben somit unseren Ausflug ermöglicht.
Pünktlich 7.30 Uhr am 23.04. rollten alle Elterntaxis vor den Hof der Familie Bonkhoff. Herr Bonkhoff war auch schon da. Er begrüßte uns ganz herzlich und begleitete uns zu einem kleinen Garten an seinem Haus. Dort war eine schöne Hütte und ein Spielplatz, dessen Spielgeräte wir gleich ausprobierten. Dann gab es erst einmal Frühstück. Jedes Kind hat sich einen Platz gesucht - entweder in der warmen Hütte, auf dem Karussell (das hat sich natürlich nicht gedreht), auf der Picknickdecke und sogar auf einem Schwein. (es war kein echtes Schwein). So schmeckt Frühstück drinnen und draußen richtig gut.
Ausgestattet mit geschnittenen Äpfeln und Brotstückchen hat uns Herr Bonkoff zu seinen Tieren geführt. Große und klitzekleine schwarz/weiße Schweine begrüßten uns mit kräftigem Quieken und Grunzen. Auf einem Podest stehend konnten wir sie füttern und ganz genau beobachten. Die großen Schweine haben mit gelben Bällen gespielt und die kleinen Schweinchen haben sich gegenseitig geneckt. Herr Bonkoff hat ein Schweinchen auf den Arm genommen und es uns ganz nah gezeigt. Wer mutig war, durfte es sogar streicheln. Ganz in der Nähe krähte ein Hahn. Er stolzierte mit seiner Hühnerschar durchs Gehege. Dort lagen viele Eier in einem besonderen Nest mit viel Stroh. Das Nest ist ein altes Waschbecken. Was sich die Hühner so ausdenken?
Zwischen Traktoren, Anhängern und allerlei Zubehör für die Haltung von Tieren gingen wir zur Weide. Esel, Ziegen und Ponys hautnah zu erleben, sie zu streicheln und zu beobachten war für uns ein ganz besonderes Erlebnis. Lange Eselohren, spitze Ziegenhörner, weiches Fell, Glöckchen am Hals der Ziegen und das Springen des winzigen Ponyfohlens liesen uns den Tag mit allen Sinnen genießen, auch wenn es nicht überall gut geduftet hat. Leise und vorsichtig näherten wir uns den Tieren und sie sind ohne Scheu auf uns zugelaufen.
Völlig beeindruckt vom Erlebten überraschte uns Herr Bonkoff noch mit Bockwürsten und Getränkepäckchen. Jeder Wiedbachspatz bekam sogar noch frisch geschlachtete Wurst in einer großen Tüte geschenkt. Wir übergaben unser Gastgeschenk und sangen das „Wiedbachspatzenlied“. Darüber hat sich unser Gastgeber auch sehr gefreut.
Ehrlich gesagt waren wir alle geschafft und ganz doll müde. Herr Bonkoff verabschiedete sich und lud uns gleich wieder ein ihn zu besuchen. Na klar kommen wir wieder. Das lassen wir uns nicht 2x sagen. Wir wären gerne noch geblieben aber da kam Günther schon und hat uns wohlbehalten wieder nach Zeutsch gebracht. Vielen lieben Dank auch an Dich, Günther.
Es war ein wunderschöner, sonniger Tag - aber kein Tag wie jeder andere.
Euch allen viele liebe Frühlingsgrüße
von den Wiedbachspatzen