Waldpflege ist eine Generationenaufgabe, die Vertrauen, Ortskenntnis und eine starke Gemeinschaft erfordert. Dass dies bei uns in der Region keine leeren Worte sind, hat die FBG Uhlstädter Heide in den vergangenen Wintermonaten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Am Kienberg in Uhlstädt haben wir ein anspruchsvolles Projekt realisiert, das zeigt: Wenn Waldeigentümer, Forstleute und lokale Partner an einem Strang ziehen, profitiert der Wald am meisten.
Eine Herkulesaufgabe am Steilhang
Das Projektgebiet am Kienberg war eine echte Herausforderung. Die Bestände, vor allem die dort heimische Kiefer, hatten eine Durchforstung dringend nötig, um vital und stabil zu bleiben. Doch das Gelände war bisher unerschlossen und logistisch äußerst schwierig zu bewirtschaften.
In enger Abstimmung mit fünf privaten Waldeigentümern und der Gemeinde Uhlstädt - Kirchhasel haben wir die Initiative ergriffen:
| • | Durchforstung: Auf einer Fläche von 15 Hektar wurden ca. 1.300 Festmeter Holz nachhaltig entnommen. |
| • | Erschließung: Damit die Bewirtschaftung überhaupt möglich wurde, haben wir 2.500 Laufmeter Wege neu gebaut (7.000 €) und weitere 3.000 Laufmeter bestehender Wege instandgesetzt (9.300 €). |
| • | Wirtschaftlicher Erfolg: Trotz der schwierigen Gegebenheiten konnten wir für die beteiligten Waldbesitzer einen Holzerlös nach Abzug der Kosten von insgesamt 52.500 € erzielen. |
| • | Das Gesamtprojektvolumen beträgt rund 108.000 € (inkl. Unternehmer- und Wegekosten). |
Eine Gemeinschaftsfinanzierung, die trägt
Ein solches Vorhaben benötigt ein solides finanzielles Fundament. Es ist ein starkes Zeichen für die Eigeninitiative vor Ort, wie sich die verschiedenen Partner an den Kosten für die Infrastruktur beteiligt haben:
| • | Die Jagdgenossenschaft Uhlstädt unterstützte die Maßnahme mit 3.000 €. |
| • | Die beteiligten Waldeigentümer brachten zusätzlich 1.700 € ein. |
| • | Die FBG Uhlstädter Heide steuerte einen Eigenanteil von 4.600 € bei. |
Dies unterstreicht den guten Ruf, den unsere FBG genießt, und das traditionell hervorragende Miteinander zwischen Forst, Jagd und Eigentümern in unserer Heimat.
Netzwerkarbeit und Naturschutz
Besonders hervorzuheben ist die exzellente Zusammenarbeit mit dem Forstamt Neustadt, namentlich dem Revierleiter Maik Meißner, sowie die Integration der Gemeinde Uhlstädt - Kirchhasel in das Gesamtprojekt.
Zum Abschluss der Maßnahme luden wir am 17. April zu einer gemeinsamen Exkursion ein. Rund 40 Teilnehmer - Waldbesitzer, lokale Unternehmer und Jagdgenossen - folgten der Einladung. Bei Thüringer Rostbratwurst und Bier erläuterte Revierförster Meißner die forstlichen Hintergründe. Ein besonderer Moment war die gemeinsame Aktion am Ende: Um die neuen Wege schnellstmöglich zu stabilisieren, brachten die Teilnehmer per Hand Grassamen aus. Ein Symbol für nachhaltiges Handeln, das direkt Wurzeln schlägt.
Warum die FBG vor Ort unverzichtbar ist??
Parallel zu diesem Projekt haben wir weitere große Maßnahmen im Bereich Oberkrossen gesteuert und uns auch erfolgreich an der Holzsubmission in Erfurt beteiligt - logistische Herausforderungen, die wir als FBG für unsere Mitglieder professionell bündeln.
Hier wird deutlich, warum die Steuerung durch die Forstbetriebsgemeinschaft so wichtig ist: „Wir setzen bewusst auf Beständigkeit, und arbeiten bevorzugt mit erfahrenen, regionalen Unternehmern zusammen. Uns geht es nicht um kurzfristige Effekte, sondern darum, dass die Menschen, die unseren Wald bewirtschaften, auch morgen noch ansprechbar sind. So stellen wir sicher, dass langfristig das Richtige für den Wald und unser Wegenetz getan wird.“
Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für das entgegengebrachte Vertrauen. Gemeinsam sichern wir die Zukunft in der Uhlstädter Heide und in der gesamten Region um die Uhlstädter Heide herum.
Denny Fabian
Geschäftsführer FBG Uhlstädter Heide