Die Serenade im Rahmen der Vächer Musiksommernächte hat sich zu einen echten Publikumsmagnet entwickelt.
Das Besondere an diesem Konzert ist, dass es fast ausschließlich von Mitgliedern des veranstaltenden Fördervereins zur Erhaltung der Klosterkirche gestaltet wird.
Fördervereinsvorsitzender Peter Brommer begleitet am Keyboard seine Frau Carola, die mit stimmlicher Vielfalt und gekonnten Saxofon-Spiel das zahlreich erschienene Publikum in der Johanneskirche zu begeistern wusste. Dazu kommt das exzellente Orgelspiel von Antonia Engel, die mit ihrem Mann Eric als Gitarrist und Gesangssolist verschiedene Hits zum Erklingen brachte. Für nahezu jeden Musikgeschmack war etwas dabei.
Antonia Engel begann den musikalischen Reigen in klassischer Manier an der Orgel mit dem kraftvollen Präludium G-Moll von Dieterich Buxtehude.
In der weiteren Folge gab es Musik der verschiedensten Genres wie Jazz, Pop, Rock und Musical. Bei „Take Five“ von Dave Brubeck durfte Carola Brommer ihr Können als Saxofon-Solist eindrucksvoll beweisen. Populäre Deutsch-Pop-Titel von Herbert Grönemeyer, Rosenstolz bis Sarah Connor fügten sich gut in den ersten Programmteil ein.
Bei „Viva la Vida“ von Coldplay hatte Antonia Engel am Keyboard mit ihren Mann Eric als Gesangssolist ihren ersten Auftritt. Antonia Engel ließ dazwischen immer mal die Orgel der Johanneskirche erklingen u.a. mit der „Fanfare“ von Theodore Dubois. Ein Harry Potter-Medley läutete eine 30-minütige Pause ein. Fördervereinsmitglieder erfrischten die Konzertgäste auf dem Kirchvorplatz mit Getränken und Snacks.
Nach der Pause durften mit Lilian und Eric Christ am Cello und Keyboard zwei junge Gastkünstler ihr beachtliches Können zeigen. Logisch folgte danach der Song „Cello“, der durch den Erfurter Clueso im Duett mit Udo Lindenberg zum Hit wurde, interpretiert durch Carola Brommer. Dass Rammstein-Songs auch ziemlich soft klingen können, bewies Carola Brommer mit „Ohne dich“ am Keyboard. Beim Tote Hosen-Song „Tage wie diese“ animierten Antonia und Eric das Publikum zum Mitklatschen.
Auch Musicalmelodien fanden im zweiten Konzertteil ihren Raum mit „I Dreamed a Dream“ aus „Les Miserables“ und „Gold von den Sternen“ aus dem Mozart-Musical.
Einen Instrumentenwechsel gab es bei „Savages Daughter“ indem Carola Brommer zur Trommel griff.
Antonia Engel verabschiedete sich mit einem Udo Jürgens Medley an der Orgel und Carola Brommer performte einen der schönsten Songs von Hildegard Knef: „Für mich solls rote Rosen regnen“.
Nach langem Beifall konnten Zugaben nicht ausbleiben. Carola Brommer sang die deutsche Version von „Those were the Days“ und als Überraschung griff Marcus Bley zum Mikrofon und stimmte mit sonorer Bass-Stimme Leonard Cohens „Halleluja“ an.
Ein mehrstündiges Programm fand damit sein Ende. Die Mitwirkenden der Serenade wurden mit einem Blumenstrauß geehrt und Antonia Engel wurde für ihr gutes Durchhaltevermögen gelobt, denn sie steht kurz vor der Geburt ihres Kindes.
Die Spenden für das Konzert kommen dem Bau einer Toilettenanlage an der Klosterkirche zugute.
Die nächste Veranstaltung des Fördervereins findet am 14. August mit einem Weinfest an der Johanneskirche statt.
Text und Bilder: Klaus Albrecht