Wurzbach - Mit „Wassermusik mit Bach“ wurde das Kunsthaus Müller erneut zum Klangraum für ein ebenso vielseitiges wie stimmiges Konzert. Schülerinnen und Schüler sowie Ensembles der Musikschule Bad Lobenstein widmeten sich - direkt neben der am Kunsthaus vorbeifließenden Sormitz - dem Thema Wasser auf ganz unterschiedliche musikalische Weise.
Das Programm spannte dabei einen weiten Bogen: von barocken Werken, darunter natürlich Kompositionen von Johann Sebastian Bach, bis hin zu modernen Stücken und Bearbeitungen, die das Element Wasser mal fließend, mal kraftvoll interpretierten. Titel wie „Wassermusik“ von Händel, „Über dem Wasser“ oder auch zeitgenössische Kompositionen mit erzählerischem Charakter ließen Bilder von Strömung, Ruhe und Bewegung entstehen.
Für Abwechslung sorgte die Mischung mit bekanntem Liedgut wie „Das Haus am See“ von Peter Fox oder dem Soundtrack aus „Fluch der Karibik“, dargebracht von Solokünstlern und Ensembles. Neben Klavierstücken und kammermusikalischen Darbietungen überzeugten vor allem die verschiedenen Gitarrenensembles, die mit feinem Zusammenspiel und klarem Klangbild punkteten. Auch Bläser- und gemischte Besetzungen, darunter das Lehrer-Ensemble, brachten neue Klangfarben in das Programm und machten den Abend besonders lebendig.
Ein besonderer Höhepunkt war der Abend für Felix Grübel am Klavier.
Der junge Musiker, der gegenüber dem Kunsthaus wohnt, bewies mit „Die Moldau“ eindrucksvoll sein Können. Der kurze Weg von zu Hause über den Wurzbacher Marktplatz wurde für ihn zum symbolischen Schritt auf eine große Bühne.
Dass ein solcher Abend, diesmal im Rahmen der „Thüringer Bach-Wochen“, überhaupt möglich wird, ist nicht zuletzt dem Ehepaar Müller zu verdanken. Seit vielen Jahren betreiben sie das Kunsthaus mit großem Engagement und viel Herzblut - stets zurückhaltend im Auftreten, aber prägend für das kulturelle Leben in Wurzbach und der Region. Auch diesmal hielten sie sich bewusst im Hintergrund (siehe Foto) und ließen der Musik den Vortritt.
Text und Bilder: wunderMEDIA