Weißensee, 25. März 2026 In der Nacht zum 25. März 2026 kam es auf der historischen Runneburg in Weißensee zu einem Brand. Gegen 23:10 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr über das Feuer in der mittelalterlichen Burganlage informiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen Teile eines Gebäudes bereits in Vollbrand.
Mehrere Feuerwehren aus der Region waren über Stunden im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen und ein Übergreifen auf weitere Teile der historischen Anlage zu verhindern. Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden des 26. März an. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde glücklicherweise niemand verletzt.
Der Brand entstand im Bereich der sogenannten „Alten Küche", einem Nebengebäude zwischen Palasturm und Wagenhaus. Das Gebäude wurde durch das Feuer schwer beschädigt; von der ursprünglichen Holzkonstruktion blieb größtenteils nur die Außenmauer erhalten. Andere Teile der Burg konnten durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr geschützt werden.
Nach der kriminalpolizeilichen Untersuchung gilt ein technischer Defekt an einer Elektroleitung als sehr wahrscheinliche Brandursache. Vermutlich war die Leitung zuvor durch Nagetiere beschädigt worden, wodurch sich über mehrere Tage ein Schwelbrand im Gebälk entwickeln konnte. Hinweise auf Brandstiftung liegen nach derzeitigen Erkenntnissen nicht vor.
Die genaue Höhe des entstandenen Schadens kann derzeit noch nicht beziffert werden. Fachleute prüfen aktuell das Ausmaß der Schäden an der historischen Bausubstanz. Die Runneburg, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen, zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen romanischer Baukunst in Thüringen.
Weitere Informationen werden bekanntgegeben, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.