Am Jesusbrünnlein tut sich was. Das Jesusbrünnlein im Zapfengrund unterhalb des Großen Hörselberges ist seit je her ein beliebter Rastplatz für Wanderer, eine murmelnde Quelle für sanftes Innehalten, ein magischer Ort für Freunde der Mythen- und Sagenwelt und nicht zuletzt Kulissengeber für Waldgottesdienste am Kräutersonntag. Kurz: das Jesusbrünnlein ist ein Wohlfühlort für Groß und Klein.
Die Bänke am Waldrand waren allerdings in die Jahre gekommen. Sie haben zwar stabile Betonkonsolen, aber die Sitzauflagen hatten Schaden genommen. Das Holz war in den vergangenen Jahren Feuchtigkeit, Sonne, Hitze/Kälte sowie Gewichten aller Art ausgesetzt und dem entsprechend rau und zersplittert. Teilweise fehlten die Latten ganz.
Diesen Zustand wollten eine kleine Gruppe von Aktiven ändern. Landwirt Thomas Schnorr stellte Eichenholz zur Verfügung und erledigte mit seiner Technik anfallende Transportarbeiten. Mario Wolf brachte das Holz in seiner Hörselmühle kostenlos in die gewünschte Form. Die Ortswegewarte Jörg Dachsel (Hörselberg-Hainich), Peter und Anita Enders (Wutha-Farnroda) sorgten für die weitere Bearbeitung und letztendlich auch für die Montage der Bankauflagen. So bekamen alle 16 Bänke ein neues und vor allem haltbares Gesicht.
In diesem ehrenamtlichen Engagement zeigt sich gelebte Identität. Sich Kümmern, Schäden verhindern oder abwenden und sich mit seinen Möglichkeiten zum Gemeinwohl einbringen - das macht unsere Region aus. Die Hörselberge sind tief in unseren Herzen verankert. Vielen Dank allen Machern und Helfern.
Dieses Beispiel gibt Hoffnung für das künftige PremiumWanderrevier „Sagenhafte Hörselberge“. Hier wird ein Netz von sieben Themenrouten unsere wichtige Kulturregion ideenreich und zeitgemäß in Szene setzen - die Arbeiten dazu laufen. Nach Fertigstellung der Beschilderung und Ausstaffierung der Wege bedarf es vieler Hände, um eine nachhaltige Pflege der geplanten Erlebnisausstattung zu organisieren.
Wer Lust hat, sich im Wanderrevier der Hörselberge mit einzubringen und/oder sich als Wegepate in dem Gebiet zu engagieren, kann sich gerne in der Gemeindeverwaltung melden. Wir freuen uns über jede Hand.
Sylvia Grasreiner
Kreiswegewartin