Junge Künstlerinnen und Künstler der Bauhaus-Uni haben der Stadt Zella-Mehlis zum 100. Geburtstag einhundert Kunst-Pokale geschenkt. Zu vergeben sind diese in den nächsten hundert Jahren. Seit sechs Jahren läuft das Projekt in Zusammenarbeit des Kunst- und Kulturvereins und der Stadt.
In diesem Jahr wurde der Pokal „Schneeball zwischen Thüringer Hauptgranit und Fichte“ verliehen. In der Beschreibung heißt es: „Mögen sich die Bewohner*innen Thüringens um ihre Zukunft kümmern und die gegenwärtige Art zu wirtschaften zugunsten der kommenden Generationen in Frage stellen. Mögen alte Häuser maßvoll repariert und nicht ihrer Geschichte beraubt werden. Der Pokal wird an Bürger*innen verliehen, die Bauprojekte innovativ, behutsam und mit Weitblick realisieren“.
Die Jury setzte sich aus Mitgliedern des Kunst-, des Museumsvereins und des Fachbereichs Stadtentwicklung, Stadtservice und Bau zusammen. Familie Darr wurde für die nachhaltige Sanierung ihres Wohnhauses als Pokalgewinner ermittelt. Mit Freude nahm die Familie den Pokal entgegen.
Einen Sonderpreis gab es für Konrad Elßmann, der sich um Gesenkschmiede verdient gemacht hat. „Sein Lebenswerk ist wichtig für die Stadt“, sind sich die Jury-Mitglieder einig.
Auch ein Fotowettbewerb war ausgelobt. Ausgezeichnet wurden Lena Hunger, Frieda Selber und Balthasar Paul. Die Bilder sind bis 25. Juni im Provinzkultur-Studiokino zu sehen.
Zur Verleihung waren sowohl Pokalkünstler Felix Lindner als auch Projektkoordinator Christoph Blankenburg aus Weimar zu Gast in Zella-Mehlis. Als erster Beigeordneter vertrat Thomas Bischof den Bürgermeister.
„Die 100 Pokale sind ein sehr gutes Kunstprojekt. Ich fand besonders gut, dass wir dieses Jahr fünf Preisträger hatten, weil es mehr Menschen einbezieht“, resümiert Frank Rothämel vom Kunst- und Kulturverein.
Die Pokalverleihung wurde umrahmt vom Gib-und Nimm-Markt im Bürgerhaushof. Etwa 50 Interessierte Bürgerinnen und Bürger waren dabei.
Weitere Informationen: https://100pokale.irre-bauhaus.de