Titel Logo
Stadt Anzeiger
Ausgabe 15/2026
Nichtamtliche Mitteilungen
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Einwohnerversammlung: Informationen aus der Stadtverwaltung

Bei einer Einwohnerversammlung Anfang Juli haben interessierte Bürger die Möglichkeit genutzt, um sich über aktuelle Projekte und kommunale Angelegenheiten aus erster Hand zu informieren. Im Rathaussaal kamen sie zusammen, um mehr über Baumaßnahmen, Kommunale Wärmeplanung, die Entwicklungen in der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Oberzentrum Südthüringen oder auch den Sachstand zur Thüringer Gemeinschaftsschule sowie zum Entwurf des Regionalplans Südwestthüringen zu erfahren.

Baumaßnahmen im Überblick

Zu aktuellen Baumaßnahmen gehören der Um- und Ausbau der Tierauffangstation, die klimaneutrale Sanierung der Kindertageseinrichtung Sandhasennest, die Neugestaltung der Abrissfläche in der Mittelgasse 8 sowie der Ersatzneubau am Ruppertsbach. Bereits abgeschlossen werden konnte in diesem Jahr der beidseitige barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle Benshäuser Grund.

Die Erweiterung des Wertstoffhofes Zella-Mehlis sowie die Revitalisierung der Grünschnittannahmestelle im Ortsteil Benshausen und der grundhafte Ausbau des Alten Postwegs wurden als weitere Bauvorhaben vorgestellt.

Für das nächste Jahr erfolgte ein kleiner Ausblick. Dann stehen der Umbau und die Erweiterung der Sportanlage Am Köpfchen, der grundhafte Ausbau der Industriestraße sowie der grundhafte Ausbau der Forstgasse, der Abbruch am Blechhammer 8 sowie der Ersatzneubau zweier Brücken über den Lubenbach und natürlich die Fortsetzung der LED-Umrüstung an.

Kommunale Wärmeplanung

Auch die ersten Ergebnisse aus der kommunalen Wärmeplanung konnten zur Einwohnerversammlung vorgestellt werden. Ziel ist eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung bis 2045. Die Wärmeplanung zeigt dabei, welche Heizlösungen in den einzelnen Stadtgebieten sinnvoll sein können, ohne dabei Eigentümern Vorgaben zu machen. Die Wärmeplanung ist als strategischer Fahrplan für die Stadt zu betrachten und soll Bürgerinnen und Bürgern als Orientierung dienen. Sie ist aber keine Pflicht zum Heizungsaustausch. Es gilt der Merksatz: Die Wärmplanung zeigt mögliche Wege auf - die Entscheidung über die Heizung im eigenen Haus bleibt beim Eigentümer.

Zusammenarbeit in der KAG

Für die KAG Oberzentrum Südthüringen wurde noch einmal die Wirtschaftsförderung und die gemeinsame Kommunikation als Schwerpunkte der Arbeit vorgestellt. Stadtentwicklung, Infrastruktur, Bildung und Tourismus soll dort - wo es für Bürgerinne und Bürger sinnvoll ist - aus der gemeinsamen Perspektive der vier Städte Schleusingen, Suhl, Oberhof und Zella-Mehlis betrachtet werden. Die Gründung eines gemeinsamen Zweckverbandes für Wirtschaftsförderung und Kommunikation ist zum 1. Januar 2027 vorgesehen.

TGS „Am Ruppberg“

Mit der Unterzeichnung des Gründungsbescheids durch das zuständige Thüringer Bildungsministerium startet die neue Gemeinschaftsschule „Am Ruppberg“ zum Schuljahr 2026/2027. Bürgermeister Torsten Widder gab noch einmal einen kurzen Rückblick auf den Weg zur Gründung.

Entwurf des Regionalplans

Ebenso wurde zum Entwurf des Regionalplans Südwestthüringen informiert. Dieser ist die verbindliche Grundlage für die räumliche Entwicklung Südwestthüringens. Im aktuellen Entwurf des Regionalplans sind für die Stadt Zella-Mehlis keine Windvorranggebiete ausgewiesen. Nach derzeitigem Planungsstand sind daher keine Windenergieanlagen im Stadtgebiet vorgesehen.

Der Regionalplan bestätigt und stärkt die Funktion von Zella-Mehlis als Teil des Oberzentrums Südthüringen. Gleichzeitig schafft er die planerischen Voraussetzungen, damit sich Zella-Mehlis auch künftig als attraktiver Wohn-, Wirtschafts- und Bildungsstandort im Oberzentrum Südthüringen weiterentwickeln kann.

Fragen und Ausblick

Abschließend hatten Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen. Themen waren unter anderem Stadtentwicklung, der Radweg zwischen Zella-Mehlis und Benshausen, Sonnensegel auf dem Spielplatz im Freibad Einsiedel und die Kinderbetreuung zu Randzeiten.

Zukünftig ist vorgesehen, dass einmal im Jahr mit einer Einwohnerversammlung über wichtige Entwicklungen in der Stadt und Entscheidungen des Stadtrates zu informieren.