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Stadt Anzeiger
Ausgabe 4/2026
Nichtamtliche Mitteilungen
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Haushalt 2026: Breit und zukunftsfähig aufgestellt

Die Mitglieder des Stadtrates haben in der Sitzung vom 3. Februar den Haushalt 2026 sowie die Finanzplanung 2025-2029 einstimmig verabschiedet. Das Gremium gab mit 23 Ja-Stimmen den Weg frei für das wichtigste Instrument, wenn es um städtische Einnahmen und Ausgaben geht. In diesem Jahr hat der Haushalt ein Gesamtvolumen von rund 35,7 Millionen Euro.

„Wir haben als Stadtverwaltung im Dezember 2025 einen ausgeglichenen Haushaltsplanentwurf für dieses Jahr 2026 vorgelegt und damit bewiesen und dokumentiert, dass wir weiter handlungsfähig sind und das auch zukünftig bleiben werden“, erklärte Bürgermeister Torsten Widder in seiner Haushaltsrede. Um einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen, hatte es in den Vormonaten mehrere, intensive Verhandlungsrunden mit allen Fachbereichen in der Stadtverwaltung gegeben, um Einsparpotenziale auszuloten. Denn die Rahmenbedingungen für den Haushalt waren schwierig: Die Schlüsselzuweisungen des Landes Thüringen sinken und die Kreisumlage steigt. Als weitere Faktoren kommen höhere Personalkosten sowie gesunkene Steuereinnahmen beispielsweise der Gewerbesteuer hinzu. Vor allem um letzterem Fakt entgegenzuwirken, hat Bürgermeister Torsten Widder eine klare Meinung: „Und wir investieren auch dann, oder gerade weil es unserer Wirtschaft nicht ganz so gut geht. Dies wollen wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie gestiegener Kreisumlage und weniger Schlüsselzuweisung vom Land machen“.

Als wichtige Investitionen sind im Haushalt unter anderem vorgesehen:

klimaneutrale Sanierung des Kindergartens Sandhasennest (2 Millionen Euro)

Grundhafter Ausbau der Forstgasse (1,2 Millionen Euro)

Straßeninstandsetzungen (200.000 Euro)

Grundhafter Ausbau Alter Postweg (180.000 Euro)

Sanierung des Schlauchtrockenturms der Feuerwehr (160.000 Euro)

Erwerb von Fahrzeugen für den Bauhof (150.000 Euro)

Ertüchtigung der Grünschnittplätze in Zella-Mehlis und Benshausen (150.000 Euro)

Ausbau der Wirtschaftswege am Friedhof (80.000 Euro)

Torsten Widder betonte in seiner Rede die vielfältigen Aufgaben der Stadt wie beispielsweise die Bereitstellung von Kindergartenplätzen, den Unterhalt von Straßen und öffentlichen Einrichtungen, die Sicherung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr aber auch das Vorhalten von Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten. „Neben den Pflichtaufgaben sind es gerade die vielen kleinen Dinge im Rahmen der sogenannten freiwilligen Aufgaben wie Vereinsförderung, unsere gemeinsamen Feste, die Ehrenamtsförderung oder auch die Ertüchtigung unserer touristischen Infrastruktur, die das Leben in unserer schönen Heimatstadt noch besser machen sollen“, sagte er und nannte folgende Zahlen aus dem Haushalt als Beispiele:

Förderung des Sports und der Kultur: 200.000 Euro

Schwimmbäder: 942.200 Euro

Jugendarbeit und Kindergärten: 4.595.200 Euro

Unterhaltungsmaßnahmen der Infrastruktur: 837.800 Euro

Im Vermögenshaushalt sind 6,1 Millionen für einzelne Investitionen in der Kernstadt und im Ortsteil Benshausen geplant.

Mit Blick auf das ausgeglichene Zahlenwerk hob Torsten Widder in seiner Rede abschließend hervor: „Wir sind breit und zukunftsfähig aufgestellt, wir sind handlungsfähig, investitionsbereit und bürgerfreundlich.“ Er dankte ausdrücklich allen, die am Haushalt mitgewirkt haben, den Mitgliedern des Stadtrates und des Ortsteilrates sowie allen Fachbereichen der Stadtverwaltung, betonte er.

Nach den Haushaltsreden, die auch kritischen Stimmen Raum gaben, verabschiedete der Stadtrat die Haushaltssatzung einstimmig, was Torsten Widder nicht nur als einen großen Vertrauensbeweis in die Verwaltung wertete, sondern auch als Beweis, dass die Stadträte um die Bestrebungen zur Konsolidierung innerhalb der Verwaltung wissen. Gerade weil die Spielräume enger werden, wird es in den nächsten Jahren umso wichtiger, akribisch auf die Einnahmen und Ausgaben zu schauen.