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Stadt Anzeiger
Ausgabe 6/2026
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Michael Kühn und Gernot Fritzsche stellen in Zella-Mehlis aus

Am Freitag, 20. März, eröffnet um 19 Uhr die nächste Ausstellung in der Galerie im Bürgerhaus, die dann bis zum 22. Mai zu sehen sein wird. Die beiden Künstler, die in der kleinen, aber renommierten Galerie in Zella-Mehlis ausstellen, sind in der Region keine Unbekannten. Sowohl Michael Kühn, als auch Gernot Fritzsche haben seit Jahrzehnten mit ihrem künstlerischen Schaffen die Kunst- und Kulturlandschaft in Südthüringen mitgeprägt. Unter dem Titel „Kalte Nadel - Heißer Ton“ werden Grafiken und Keramiken ausgestellt, die im Fachwerkambiente des Bürgerhauses eine spannende Symbiose eingehen.

Michael Kühn wurde 1951 in Suhl geboren. Er machte seinen Schulabschluss in Leipzig und absolvierte anschließend eine Ausbildung zum Schrift- und Grafikmaler. 1982 begann er seine Tätigkeit im Suhler Kulturhaus, wo er für die Kulturwerbung verantwortlich war. Dort entwickelte er Ausstellungen, betreute sie in der städtischen Galerie und entwarf Plakate sowie Ausstattungen für vielfältige Veranstaltungen. 1986 gehörte er zu den Mitbegründern der Malergruppe Permanentgrün. Seitdem organisiert er regelmäßig Projekte wie Portrait- und Aktzeichnen, Grafikwerkstätten und im Sommer Pleinairs an wechselnden Orten. Darüber hinaus führten ihn Malreisen nach Italien, in die Niederlande, jährlich an die See und ins Elbsandsteingebirge. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, und er beteiligte sich an Ausstellungen unter anderem in Suhl, Zella-Mehlis, Mellrichstadt, Apolda, Erfurt, Begles, Leszno und Kaluga. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in der Druckgrafik. Seine Grafiken befinden sich in privaten Sammlungen und im städtischen Besitz in zahlreichen Ländern, darunter Polen, Tschechien, Russland, Bulgarien, Finnland, Italien, Schweiz, Frankreich, Großbritannien und den USA.

Gernot Fritzsche wurde 1944 geboren, lebt genau wie Michael Kühn in Suhl-Heinrichs und ist ein renommierter deutscher Töpfermeister und Keramiker. Bekannt geworden ist er durch seine „Keramiken für den guten Gebrauch“, die durch puristische Eleganz, klare Formensprache und hohe Funktionalität bestechen. Fritzsche zählt zu den bedeutenden zeitgenössischen Keramikern der Region, und seine Arbeiten werden häufig als schnörkellos, elegant und funktional beschrieben. Im Keramik-Museum Bürgel wurde sein Schaffen in Sonderausstellungen gewürdigt, unter anderem in der Ausstellung „Gernot Fritzsche - Keramiken für den guten Gebrauch“ von November 2023 bis März 2024. Darüber hinaus ist er Mitglied der Thüringer Töpferinnung und engagiert sich beim „Tag der offenen Töpferei“. Sein künstlerisches Werk umfasst sowohl Gebrauchskeramik als auch künstlerisch anspruchsvolle Stücke, die die Vielseitigkeit des Materials Ton auf eindrucksvolle Weise zeigen.

Zur Vernissage am Freitag, den 20. März, lädt der Verein Provinzkultur um 19 Uhr herzlich in die Galerie ins Bürgerhaus nach Zella-Mehlis ein. Bei einem kleinen Imbiss und Getränken können wir gern miteinander ins Gespräch kommen.