Das 140 Jahre alte Kirchenkreuz vor der Valentinuskirche in Bann wurde am vergangenen Sonntag im Rahmen einer würdigen Feierstunde von Pfarrer Stenz eingesegnet. Das Kruzifix mit dem 1,50 m großen Corpus Christi war im vergangenen Jahr Opfer eines satanistischen Anschlags geworden und schwer geschändet und beschädigt worden, was in der Bevölkerung von Bann mit Entsetzen als ein Anschlag auf alle empfunden wurde. Die Bännjer Metallbaufirma Epp schweißte wieder die gusseiserne Christusfigur und die Zimmerei Künstler schreinerte ein neues Holzkreuz. Die Malerarbeiten übernahm der ortsansässige Künstler, Alexander Traub. Viele Gläubige waren am Sonntagmorgen gekommen, um der ergreifenden Einweihung beizuwohnen, die von den Westpfälzer Musikanten musikalisch umrahmt wurde. In seiner Begrüßungsrede lobte Gemeindeausschussmitglied Bernhard Keller den Zusammenhalt in der Gemeinde und bedankte sich bei allen an der Restauration beteiligten Firmen und Helfern. Altbürgermeister Arnold Germann gab einen kurzen historischen Abriss über die religiösen Hintergründe dieses Kreuzes, das von dem damaligen Pfr. Adolf Graf im Rahmen einer Volksmission im Jahre 1886 angeschafft wurde. Das Kreuz hing ursprünglich an einer Säule im Innern der Kirche, bis es nach dem II. Vatikanischen Konzil abgehängt und dann auf Beschluss des Pfarrgemeinderates an der Nordseite der Valentinuskirche aufgestellt wurde. Auch der 1. Kreisbeigeordnete, Jan Schneider, und der Ortsbeigeordnete, Richard Roschel, lobten in ihren Reden die gute Zusammenarbeit der politischen und kirchlichen Gemeinde und dankten allen Helfern für das gelungene Werk. Nach der offiziellen Feier gab es bei strahlendem Sonnenschein für alle einen Sektempfang. (ge)