Hitze, Trockenheit und die daraus folgenden Schäden verändern unsere Wälder spürbar. Bäume verlieren an Vitalität – gerade auch sichtbar an dem frühen Blattabfall, werden anfälliger für Schädlinge und sterben teilweise flächig ab. Besonders herausfordernd sind dabei Waldflächen entlang von Straßen, an Siedlungsrändern sowie im Umfeld von Wegen und anderer Infrastruktur.
Für das Forstamt Otterberg bedeutet dies: Die klassische Waldbewirtschaftung wird zunehmend durch die Bewältigung klimabedingter Risiken ergänzt. Wo abgestorbene oder stark geschädigte Bäume eine Gefährdung darstellen, sind Maßnahmen erforderlich. Gleichzeitig soll Totholz dort erhalten bleiben, wo es ökologisch sinnvoll und ohne relevante Gefährdung möglich ist. Es geht daher nicht um eine möglichst umfassende Entnahme, sondern um eine risikoorientierte und vorausschauende Bewirtschaftung.
Auch die Gestaltung von Waldrändern gewinnt an Bedeutung. Durch frühzeitige, abschnittsweise Maßnahmen können Bestände stabilisiert, Gefährdungen reduziert und zugleich Voraussetzungen für eine klimaangepasste Waldentwicklung geschaffen werden. Waldbrandvorsorge und die Sicherstellung wichtiger Wege und Zufahrten spielen dabei ebenfalls eine zunehmende Rolle.
Das Forstamt Otterberg betrachtet diese Entwicklungen daher zunehmend über die einzelne Fläche hinaus: Waldflächen im Umfeld von Straßen, Siedlungen und anderer Infrastruktur sind Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die erforderlichen Maßnahmen werden deshalb frühzeitig mit den betroffenen Kommunen abgestimmt.
Für bestimmte Maßnahmen bestehen zudem Fördermöglichkeiten. Je nach Fördertatbestand können bis zu 70 % der förderfähigen Kosten übernommen werden. Das Forstamt Otterberg berät die Kommunen hierzu und unterstützt bei der Vorbereitung entsprechender Förderverfahren.
Unser Ziel ist es, nicht erst auf Schäden zu reagieren, sondern den Wald und sein Umfeld frühzeitig auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten – Frühzeitig handeln, Risiken reduzieren.