Besuch im Jugendamt (v.l.): Referatsleiterin Isabel Zenner, Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Kreisbeigeordneter Peter Schmidt und der Leiter der Abteilung Jugend und Soziales, Dominic Jonas.
Wie kann Kinderschutz gestärkt und die Unterstützung von Kindern und Familien weiter verbessert werden? Um die Arbeit der Jugendämter und insbesondere der Sozialen Dienste aus erster Hand kennenzulernen, besuchte die rheinland-pfälzische Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler am Mittwoch, 14. Oktober, das Jugendamt des Landkreises Kaiserslautern. Begleitet wurde sie von Isabel Zenner, Referatsleiterin im Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz.
Kreisbeigeordneter Peter Schmidt begrüßte die Ministerin und unterstrich die Bedeutung des direkten Austauschs zwischen Landespolitik und kommunaler Praxis. Dominic Jonas, Leiter der Abteilung Jugend und Soziales, stellte die beteiligten Fachkräfte aus den Bereichen Jugendarbeit, Soziale Dienste, Pflegekinderdienst und Wirtschaftliche Jugendhilfe vor.
Im Mittelpunkt des offenen Austauschs standen aktuelle Herausforderungen im Kinderschutz, die Bedeutung frühzeitiger Prävention, die Unterstützung von Pflegefamilien sowie die Sicherheit der Fachkräfte. Dabei ging es auch darum, Erfahrungen aus der täglichen Arbeit zu teilen und aufzuzeigen, welche Rahmenbedingungen die Kinder- und Jugendhilfe vor Ort benötigt.
Wie frühzeitige Unterstützung konkret gelingen kann, erläuterte Lea Rudow anhand des Modellprojekts „KLEGS: Kaiserslautern Landkreis – Eine gemeinsame Schule“. An den Grundschulen Ramstein und Hochspeyer werden Kinder bedarfsgerecht unterstützt, um ihre Teilhabe zu stärken und Schwierigkeiten möglichst früh aufzufangen. Petra Brenk hob ergänzend hervor, wie wichtig die Zusammenarbeit von Eltern, Schulen, Kindertagesstätten und Fachkräften für eine wirksame Prävention ist. Carolin Meyer gab Einblicke in die Arbeit des Pflegekinderdienstes, der rund 150 bis 170 Pflegekinder im Alter von null bis 17 Jahren begleitet. Auch die Sicherheit der Beschäftigten in der Kinder- und Jugendhilfe wurde vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse thematisiert.
Ministerin Bätzing-Lichtenthäler nahm die Erfahrungen und Anregungen aus dem Landkreis mit, um sie in die weitere Arbeit ihres Ministeriums einfließen zu lassen. Zum Abschluss bedankte sich Peter Schmidt für den Besuch und den konstruktiven Austausch.