Sprachbildung nimmt einen zentralen Stellenwert in der pädagogischen Arbeit der städtischen Kindertageseinrichtungen ein. Mit der erfolgreichen Qualifizierung von 17 pädagogischen Fachkräften zu Sprachbeauftragten sowie der Aufnahme dreier Kitas in ein Landesmodellprojekt wird dieser Bildungsbereich weiter ausgebaut und nachhaltig gestärkt.
Die Bedeutung der Sprachbildung in Kindertageseinrichtungen ist im Kindertagesstättengesetz (KiTaG) ausdrücklich hervorgehoben. Neben der alltagsintegrierten Sprachförderung, die als kontinuierlicher Prozess von allen pädagogischen Fachkräften umgesetzt wird, verfügen die Kitas über speziell qualifizierte Sprachbeauftragte. Diese entwickeln den Bildungsbereich Sprache gezielt weiter, fungieren als Ansprechpersonen für Teams, Familien und Kinder und setzen unter anderem angepasste Beobachtungsinstrumente sowie strukturierte Sprachförderstrategien ein.
Mitte Dezember gratulierte Bürgermeisterin Eveline Breyer 17 städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum erfolgreichen Abschluss des Kurses auf Basis des Landesfortbildungscurriculums „Mit Kindern im Gespräch“. Die Qualifizierung, die zur Übernahme der Aufgaben als Sprachbeauftragte befähigt, umfasste 60 Unterrichtseinheiten und wurde von der Volkshochschule im Weiterbildungszentrum Ingelheim durchgeführt. Teilgenommen haben engagierte Erzieherinnen und Erzieher aus städtischen Kitas und Horten. In einer Austauschrunde hob die Bürgermeisterin die Rolle der Kita als modernen Bildungsort hervor, an dem Lernen durch und mit Sprache grundlegend verankert ist.
Die Qualifizierung wurde von der Pädagogin Dr. Ute Nieschalk geleitet, die seit vielen Jahren mit Professorin Kammermeier und ihrem Team kooperiert. Das zugrunde liegende Konzept, Kinder gezielt zum Sprechen und Denken anzuregen, wird kontinuierlich weiterentwickelt und ist in Rheinland-Pfalz nachhaltig etabliert. Ziel ist eine qualitätsvolle Umsetzung der alltagsintegrierten Sprachbildung als Grundlage für Bildungsprozesse in Kita und Schule.
Darüber hinaus wurden drei städtische Kindertageseinrichtungen – das Kinderhaus am Gartenfeld Nord, die Kita Beethovenstraße und die Kita Eltvillerstraße – für die landesweite Sprachoffensive zur Stärkung der Bildungsgerechtigkeit ausgewählt. Ab Januar 2026 erhalten sie im Rahmen des Modellprojekts „Deputate für Sprachbeauftragte in 350 Kindertageseinrichtungen“ zusätzliche Zeitressourcen für diese Aufgaben. Die Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz unterstreicht die Bedeutung der Sprachbeauftragten und stärkt die Qualität der pädagogischen Arbeit in den städtischen Kitas nachhaltig.