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Ingelheimer Kurier
Ausgabe 20/2022
Nachrichten aus dem Rathaus
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»Er, der eine Rose in der Blüte war (…), wurde uns entrissen.«*

*(Zitat aus Münsters Totenrede von Oswald Schreckenfuchs, 1552)

Öffentliche Sonderführung im Museum bei der Kaiserpfalz

Mit der Führung am Sonntag am 5. Juni um 11 Uhr lädt das Museum bei der Kaiserpfalz zu seiner letzten Jubiläums-Veranstaltung zum 470. Todestag von Sebastian Münster (1488-1552) ein. Die Führung dauert eine Stunde und kostet 4 Euro inklusive Eintritt ins Museum. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine telefonische Anmeldung bis 3. Juni im Museum erforderlich, Telefon 06132 - 714701.

Vor 470 Jahren starb der gebürtige Ingelheimer Sebastian Münster am 26. Mai 1552 in Basel an den Folgen einer Pesterkrankung. Sein Lebensweg hatte Münster vom Winzersohn über die Zwischenstufen Mönch und Priester bis hin zum Professor für Hebräische Sprache und schließlich zum Rektor der Basler Universität geführt. Als Münsters Hauptwerk gilt die in mehreren Sprachen erschienene „Cosmographia“, eine Beschreibung der bekannten Welt in sechs Bänden. Darüber hinaus galt er als einer der angesehensten Hebraisten seiner Zeit. Oswaldus Schreckenfuchs, ein Schüler Münsters, beklagte dessen Tod mit ehrfürchtigen Worten: „Wem öffneten sich nicht alle Tränendrüsen, wenn er sich vorstellt, dass an diesem Tage die Krone unseres Hauptes in die Erde gesunken ist.“

Der Gästeführer Dr. Klaus-Peter Wörns behandelt in seiner Führung schwerpunktmäßig die Todesthematik. Darüber hinaus geht er auf verschiedene Themen ein, die für Münsters Zeit prägend waren - u. a. Pestepidemie, Reformation - und zeigt Sebastian Münsters Rolle darin auf.