Der 8. Mai, fast hätte man den Tag vergessen, ist ein Gedenktag, in manchen Ländern sogar ein Feiertag. An diesem Tag, dem Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus, trafen sich am Heidesheimer Kriegerdenkmal 15 Menschen, die der Toten des 2. Weltkrieges gedachten. Jochen Schmidt (JS) erzählte von den leidvollen Erfahrungen, die einige seiner Familienmitglieder machen mussten: Vergewaltigung, Erschießung, Flucht und Vertreibung. Er sprach von Tätern und Opfern in seiner Familie, die praktisch in der Summe alle Spielarten des Leids erfahren musste. Besonders hob er an diesem Gedenktag den Heidesheimer Deserteur hervor, der zwar auf der Gedenktafel der „Helden des Weltkrieges“ vermerkt ist, aber keinesfalls zu dieser Art Helden gehörte. Er wurde in Frankfurt nach der Festnahme in Frankreich erhängt. Ihm widmete JS das Lied von Francois Villon „Le deserteur“.