Am Muttertagswochenende wurde in Heidesheim in diesem Jahr kein normaler Tag der Feuerwehr gefeiert – das 150-jährige Bestehen der Feuerwehr in Heidesheim verlangte nach einem größeren Fest, dessen Planungen in diversen Arbeitsgruppen bereits vor über anderthalb Jahren begannen.
Eröffnet wurde das Wochenende am Freitagabend im Rahmen der akademischen Feier. Die rund 350 geladenen Gäste wurden im eigens errichteten Festzelt im Burggarten der Burg Windeck empfangen. Andreas Bockius, bekannt als Stadionsprecher von FSV Mainz 05, leitete als Moderator mit der nötigen Seriosität gepaart mit viel Humor und auflockernden Sprüchen durch den Abend. Die insgesamt etwas mehr als zehn Redebeiträge konnten sich diesem unterhaltsamen Rahmen schnell anpassen. Hervorzuheben ist der Beitrag unserer neuen Oberbürgermeisterin Eveline Breyer, die sich sehr darüber freute, ihren ersten offiziellen „Außentermin“ im Rahmen dieses Jubiläums begehen zu dürfen.
Am Samstagnachmittag eröffnete die katholische Kirchenmusik den öffentlichen Teil des Festes. Pünktlich ab 17 Uhr füllten sich innerhalb kürzester Zeit sowohl das Zelt wie auch aufgrund des hervorragenden Wetters der gesamte Burggarten. Im Anschluss übernahm die Liveband „online“ die Bühne und sorgte für weiterhin super Stimmung im gesamten Burggarten. Hervorzuheben sind bereits an dieser Stelle die vielen „externen“ Helfer, die den Großteil der Schichten an der Getränketheke übernahmen.
Der Sonntag startete mit dem Frühschoppen begleitet von Hansi Schitter. Bei sowohl traditionell bayerischer als auch moderner stimmungsvoller Musik-Untermalung waren Festzelt und Burggarten schnell wieder gut besucht. Zudem waren nun auch die Fahrzeugausstellung auf der Bahnhofstraße sowie die historische Ausstellung in der Burg Windeck geöffnet. Die Fotoausstellung bot einen umfangreichen Einblick in Technik, Ausbildung und Einsätze der vergangenen Jahrzehnte. Zudem waren Gerätschaften, wie zum Beispiel Atemschutzgeräte im Laufe der Zeit, ausgestellt. Im Erdgeschoss konnten Besucher sich einen 20-minütigen Film anschauen, in dem von Feuerwehrkamerad*innen wie auch von Betroffenen vergangener Einsätze berichtet wurde.
Zur Mittagszeit führten die Aktiven der Einheit Heidesheim eine Schauübung durch. Vor dem Gerätehaus in der Zweigstraße wurde das Szenario eines Verkehrsunfalls nachgestellt, bei dem zwei Personen aus ihren Fahrzeugen befreit werden mussten, wobei eines davon auf dem Dach lag. Im Anschluss stand eine Übung der Jugendfeuerwehr auf dem Plan, bei der ein Gebäudebrand mithilfe eines kleinen Palettenhauses nachgestellt wurde. Besonderes Schmankerl: Unterstützt wurde die Jugendfeuerwehr durch die Kamerad*innen der Alters- und Ehrenabteilung, die jedoch nicht mit modernem Löschgerät, sondern mit einer Feuerspritze von Ende des 19. Jahrhunderts aushalfen. Diese musste mit Hand betrieben werden. Das Wasser reichte letztlich aus, um den „Gebäudebrand“ löschen zu können.
Zum Abschluss des Jubiläums gab um 17 Uhr das Landespolizeiorchester (LPO) Rheinland-Pfalz ein Konzert im Festzelt. Während der insgesamt etwa 90 Minuten begeisterte das LPO sowohl mit klassischen Stücken als auch mit eigenen Interpretationen und Medleys moderner Hits. Selbstredend, dass das Publikum nicht nur eine, sondern zwei Zugaben forderte, die das LPO zur Freude aller liefern konnte. Wir sind sehr froh, dass der Benefizgedanke dieses Konzertes erfüllt werden konnte und insgesamt 1.000 Euro an die Kinderkrebshilfe Mainz gespendet werden können.
Abschließend möchten wir uns bei allen Beteiligten und Unterstützer*innen dieses großartigen Festes bedanken. Neben den Aktiven, die in den letzten anderthalb Jahren viel Zeit und Energie in die Planungen gesteckt haben, geht dieser Dank insbesondere an alle Helfer*innen außerhalb der eigenen Reihen. Besonders hervorheben möchten wir die vielen Helfer*innen an der Getränketheke, die in erster Linie aus dem Kreise des Vereinsrings organisiert wurden. Ohne diese Unterstützung wäre das Fest nicht zu stemmen gewesen. Außerdem danken wir allen fleißigen Kuchenbäcker*innen für die insgesamt rund 70 Kuchenspenden am Sonntag. Zu guter Letzt danken wir auch den Nachbar*innen rund um Gerätehaus und Burggarten, die eine Menge Verständnis für Parkverbote und Lärm aufbringen mussten.