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Ingelheimer Kurier
Ausgabe 24/2022
Nachrichten aus dem Rathaus
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In Stein gemeißelt – Römischer Bauschmuck in der Kaiserpfalz Ingelheim

Geschichte am Mittag – Kurzvortrag im Museum bei der Kaiserpfalz

Am Donnerstag, 23. Juni um 14.30 Uhr, lädt das Museum bei der Kaiserpfalz zu einem Kurzvortrag über die Baukunst der Kaiserpfalz Karls des Großen. Die Veranstaltung in der Reihe „Geschichte am Mittag“ findet im Museum statt und kostet 3 Euro inklusive einer süßen Überraschung. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine telefonische Anmeldung bis 21. Juni im Museum erforderlich, Telefon 06132 – 714701.

Die Pfalz Ingelheim wurde im 8. Jahrhundert als hochrepräsentative Palastanlage für Karl den Großen erbaut. Sie war ein zentraler Ort seiner Herrschaft, an dem seine Macht und sein Reichtum sichtbar werden sollten. Hierfür wählten die Bauplaner nicht nur besondere Gebäudeformen, sondern auch eine aufwändige Ausstattung mit monumentalen Säulengängen und kostbaren Fußböden.

Das Material hierfür wurde teilweise im späten 8. Jahrhundert eigens für den Pfalzbau hergestellt. Teilweise verwendete man aber auch sehr viel älteres, nämlich römisches Baumaterial wieder, das vorher bereits andere Gebäude geschmückt hatte.

Der Vortrag von Dr. Britta Schulze-Böhm, Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim, gibt einen Überblick über die heute bekannten Stücke der Bauausstattung der karolingischen Pfalz Ingelheim. Es wird erläutert, wie wir heute entscheiden, ob es sich um ein Objekt des 8. Jahrhundert oder ein römisches Stück handelt. Auch gehen wir der Frage nach, warum es eigentlich zur Wiederverwendung älterer Bauteile gekommen ist und welche Rolle die antiken Kaiser beim Bau der Ingelheimer Pfalz spielten.