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Ingelheimer Kurier
Ausgabe 3/2021
Nachrichten aus dem Rathaus
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Seit August: Feldschütz der Stadt Ingelheim kontrolliert Gemarkung

Dialog statt Konfrontation, so lautet das Motto von Feldschütz Daniel Pietrusky. Seit August 2020 ist der 36-Jährige als Angestellter des städtischen Ordnungsamtes dafür zuständig, die Flächen des Stadtgebietes außerhalb der bebauten Bereiche zu kontrollieren.

Sein Aufgabenbereich ist vielfältig:

- die Kontrolle der Anleinpflicht für Hunde im Naturschutzgebiet,

- die Verwarnung von falschparkenden Kraftfahrzeugen,

- das Vorgehen gegen illegale Müllablagerungen,

- und noch vieles mehr.

Die Leinenpflicht und die Kontrolle des ruhenden Verkehrs sind dabei Schwerpunkte seiner Arbeit, berichtet Pietrusky. Dabei sucht er immer das Gespräch und wirbt um Verständnis für die richtigen Verhaltensweisen: „Die Menschen können auf mich zukommen, das ist mir sehr wichtig. Ich möchte ein verlässlicher Ansprechpartner für alle sein, die sich in der Gemarkung bewegen.“ Dazu zählen neben Spaziergängern und Hundehaltern auch Winzer, Landwirte, Jäger und Naturschützer, für die er stets ein offenes Ohr hat. Außerdem inspiziert der Feldschütz Wanderwege, macht Kontrollbesuche bei Haltern von als gefährlich eingestuften Hunden, fragt Angelscheine ab und hat generell stets ein wachsames Auge für die Umgebung.

Pietrusky ist es ein Anliegen, dass alle Ingelheimerinnen und Ingelheimer über ihn und seine Tätigkeit informiert werden. Deshalb ist er aktuell darum bemüht, noch nicht Verwarngelder im großen Stil zu verhängen, sondern aufzuklären, was genau nicht erlaubt ist und aus welchem Grund. Er hat auch immer ein paar Informationsflyer im Gepäck, um den Menschen eine kleine Übersicht über korrektes Verhalten in der Gemarkung an die Hand zu geben. „Einige Hundehalter sind sich zum Beispiel nicht der Tatsache bewusst, dass für ihr Tier im Naturschutzgebiet eine Anleinpflicht besteht“, nennt Pietrusky ein Beispiel für die Notwendigkeit zur Aufklärung. Im Falle von unzulässig abgestellten Autos hat der Feldschütz allerdings schon mehrmals ein Verwarngeld in Höhe von 30 Euro verhängt. Obwohl das naturgemäß nicht immer freundliche Reaktionen auslöst, kann Pietrusky von seinen ersten Monaten im Dienst nur Gutes berichten: „Auch, wenn ich den Menschen manchmal klarmachen muss, dass bestimmte Dinge verboten sind, ist noch nie jemand ausfallend geworden. Im Gegenteil, ich erfahre viel Verständnis für meine Arbeit. Dafür bin ich dankbar und möchte dies im Umgang miteinander zurückgeben, wo immer ich kann.“