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Ingelheimer Kurier
Ausgabe 31/2018
Seite 3
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Niedrigwasser am Rhein

Niedrigwasser am Rhein. Reger Betrieb im Naturschutzgebiet verscheucht heimische Wasservögel. Foto NABU

Ufer und Sandbänke in Schutzgebieten nicht betreten

Vielerorts liegen die Ufer und Sandbänke am Rhein derzeit frei, so wenig Wasser führt der Fluss aufgrund der Trockenheit der letzten Wochen. Doch in den Naturschutzgebieten der Rheinauen gilt ein striktes Wegegebot und Leinenpflicht für Hunde. Ein Betreten der Uferzonen, Sandbänke, Leitwerke und Inseln ist aus Naturschutzgründen nicht gestattet. Hierüber informiert der Auenservice des NABU und bittet um Verständnis und Rücksichtnahme auf die Natur. „An sommerlichen Tagen beobachten wir derzeit stark zunehmende Aktivitäten abseits der Wege, insbesondere auf den freiliegenden Sandbänken und an den Ufern“ schildert Auenservice-Leiterin Irene Glatzle die Situation. Heimische Wildtiere, die in den Schutzgebieten eigentlich ein störungsfreies Rückzugsgebiet haben sollte, verlieren so wichtige Brut- und Nahrungshabitate. Empfindliche Pflanzengesellschafften werden zerstört. Rheinauenbesucher werden daher gebeten, die offiziellen Badestellen z.B. am Strandbad in Ingelheim oder Heidenfahrt zu nutzen.

Auch für Wassersportler gelten in den Schutzgebieten gesonderte Befahrensregeln. „Der Stillwasserbereich im Naturschutzgebiet Fulder Aue – Ilmen Aue darf in den Sommermonaten vom 01. April bis 14. Oktober befahren werden, allerdings nur mit Maximal 6 km/h und es ist verboten an Ufern, Inseln, Sandbänken und Leitwerken anzulanden“ klärt Biologin Glatzle auf. Boote, auch unmotorisierte, sollten zudem nur an öffentlichen Bootsrampen bzw. Anlegestellen zu Wasser gelassen werden.

Weitere Informationen zu den Schutzgebieten und der Arbeit des Auenservice unter www.auenservice.de