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Ingelheimer Kurier
Ausgabe 38/2020
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Konzepte der Weihnachtsmärkte müssen angepasst werden

Im Rahmen der 11. Coronabekämpfungsverordnung des Landes, die ab dem 16. September in Kraft in Kraft getreten ist, wurde seitens der Landesregierung auf die Möglichkeiten der Durchführung von Weihnachtsmärkten eingegangen. Demnach sollen diese möglich sein, wenn sie in einem abgegrenzten Areal bei begrenzter Besucherzahl und mit Kontakterfassung durchgeführt werden. Alternativ soll auch eine eher großflächige Verteilung von Weihnachtsmarktständen als sogenannte „Weihnachtsmarktstadt“ möglich sein.

„Beide Varianten bieten uns jetzt die Möglichkeit über die Durchführung der verschiedenen Weihnachtsmärkte in unserer Stadt mit den jeweiligen Veranstaltern in Gespräche zu gehen“, so Oberbürgermeister Ralf Claus. Die eher kleineren Weihnachtsmärkte in Grosswinternheim und Wackernheim könnten durch Abgrenzung des Areals, Beschränkung der gleichzeitig anwesenden Besucherzahl bei gleichzeitiger Kontakterfassung durchgeführt werden, soweit der damit verbundene Aufwand – auch in personeller Hinsicht – geleistet werden kann.

Ungleich schwieriger, so der OB, ist sicher die Frage ob und wie unter diesen Bedingungen der große Weihnachtsmarkt an der Burgkirche durchgeführt werden kann. „Angesichts der Größe des Geländes und der großen Beliebtheit des Marktes weit über die Grenzen Ingelheims hinaus wird dies ganz sicher eine ganz besondere organisatorische Herausforderung“, ist sich Claus sicher. Hier bietet sich nach seiner Meinung deshalb an, über die Alternative der „Weihnachtsstadt“ nachzudenken. Hier geht es darum, verschiedene Weihnachtsmarktstände und andere Angebote über ein größeres Gebiet z.B. in mehreren Straßen bzw. auf mehreren Plätzen in der Innenstadt zu verteilen. „Ich halte dies für eine durchaus überlegenswerte Variante, zumal damit auch gleichzeitig der durch die Corona-Pandemie hart getroffene Einzelhandel durch eine zusätzliche Belebung der Innenstadt hiervon profitieren könnte“, so der OB. Maßgebend ist aber, betont der OB zugleich, was die Veranstalter sich vorstellen und letztlich auch leisten können. Gespräche hierzu werden jetzt kurzfristig erfolgen.

Dies gilt selbstverständlich auch für den Nikolaus-Markt in Heidesheim. „Auch für diesen sehr beliebten vorweihnachtlichen Markt, der auf dem Gelände der Mühlschule durchgeführt wird, müssen wir nach einem passenden Konzept suchen und prüfen, ob und wie die Durchführbarkeit unter den geltenden Regeln gewährleistet werden kann“, so Ralf Claus. Der Oberbürgermeister ist sich sicher, dass der Stadtrat angesichts der besonderen Umstände bereit sein wird, die Märkte über das übliche Maß hinaus zu unterstützen.