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Ingelheimer Kurier
Ausgabe 41/2020
Nachrichten aus dem Rathaus
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Von Pest bis Corona und anderen Seuchen

Die Corona-Pandemie hat in diesem Jahr unser aller Leben einschneidend bestimmt. Seit jeher überrollten hochansteckende Infektionskrankheiten die Menschen in allen Teilen der Welt. Sie brachten millionenfachen Tod, ließen sogar Weltreiche untergehen. Aufgrund der großen Nachfrage bietet das Museum bei der Kaiserpfalz am Sonntag, 11. Oktober um 11 Uhr eine weitere öffentliche Führung zu diesem Thema an. In der einstündigen Veranstaltung lädt Dr. Isabel Kappesser, Mitarbeiterin im Museum, Sie ein, in die Geschichte des gerade wieder aktuellen Themas einzutauchen. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung mit Kontakterfassung bis Freitag, 9. Oktober im Museum erforderlich, Telefon 06132 - 714701. Die Führung kostet 2 € zuzüglich 2 € Eintritt in die Ausstellung.

Ab Mitte des 14. Jahrhunderts grassierte die Pest immer wieder in Mitteleuropa. Im 16. Jahrhundert, zu Lebzeiten Sebastian Münsters und Martin Luthers, wütete die Pest an deren Aufenthaltsorten. Fliehen oder bleiben und helfen? Die Antwort auf diese Frage fiel sicher nicht leicht. Als 1527 die Pest Wittenberg heimsuchte, blieb Luther mit seiner Familie vor Ort und nahm kranke Personen auf. Nachdem in Basel bereits 1541 viele Menschen der Seuche erlegen waren, forderte der nächste Ausbruch 1552 wieder Tausende von Opfern. Zu ihnen gehörte auch Sebastian Münster, der berühmteste Sohn Ingelheims. Im Jahr 1666 erreichte eine der letzten Pestwellen, von London ausgehend über die Niederlande den Rhein heraufziehend, auch Ingelheim. Hier starb an der „pestis“ zwischen dem 18. Juni 1666 und Ostern 1667 mehr als die Hälfte der Bevölkerung.

Kontaktverzicht bis Quarantäne, Schutzkleidung, Masken, Sicherheitsabstand waren damals wie heute probate Hygienemaßnahmen. Welche Rolle dabei der Bisamapfel spielte, ist eine der Fragen, denen Dr. Isabel Kappesser in ihrer Führung nachgehen wird.

Da es aufgrund der Corona-Pandemie zu kurzfristigen Programmänderungen kommen kann, bitten wir Sie, sich vor dem Besuch der Veranstaltung zu informieren, mit einem Anruf im Museum oder auf unserer Website www.museum-ingelheim.de