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Ingelheimer Kurier
Ausgabe 52/2018
Sonstiges
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Gin aus Ingelheim kommt gut an

Foto: Rainer Oppenheimer

Fünf Männer, eine Mission: Ingelheim braucht einen Gin

Und zwar einen mit Tiefgang. Kantig, kräftig und markant. Charaktervoll wie seine Herkunft. Gesagt, getan: Noch im Sommer 2018 haben sich die Ingelheimer Christian Dautermann, Heinz Dengel, Thorsten Winternheimer sowie Jörg und Joachim Schweizer einer Lokal-Version der Kult-Spirituose gewidmet - und einen Gin kreiert, der überrascht.

Fünfundsechzig 07 - das ist der ehrwürdige Name des Dry Gin. Und jeder wahre Ingelheimer weiß sofort: Dabei handelt es sich um die alte Postleitzahl der rheinhessischen Stadt. Es ist eine flüssige Liebeserklärung an die eigene Heimat, der sich die Schöpfer des Ingelheimer Gins da angenommen haben. Sechs Proben waren nötig, bis die Wahl schließlich auf den sechsten und letzten Ansatz fiel. Und das Ergebnis hat es in sich! 19 verschiedene Botanicals machen den Ingelheim Dry Gin zu einer echten Geschmacksexplosion. Durch Lemon Grass, Kardamom, Orangenblüten und Pomeranzen wird die Spirituose zum markanten Gegenstück zu dem vorrangig süßlichen Angebot im Gin-Regal. “Der Fünfundsechzig 07 ist einfach anders: eckig und tief, er hat Charakter - wie ein Produkt aus unserer Heimat eben schmecken muss”, beschreibt Thorsten Winternheimer.

Die Brennexpertise in der Gruppe lieferte Heinz Dengel. In seiner Brennerei, die bereits seit dem Jahr 1882 besteht, wurde der Gin hergestellt. Die Produktion war für ihn ein echtes Herzensprojekt - auch wenn er sich gewöhnlich anderen edlen Tropfen widmet. “Es ist der erste Gin, den wir produzieren. Aber dank unserer Erfahrung war das kein Problem für uns. Im Gegenteil, wir freuen uns immer wieder, wenn wir Neues ausprobieren dürfen”, bekräftigt der Experte.

Kristian Dautermann vom Weingut Dautermann, der den Fünfundsechzig 07 auf seinen Weinprobiertagen vorgestellt hat, zeigt sich ebenso begeistert von dem Lokal-Projekt. Denn auch bei den Weintrinkern kommt der Dry Gin aus Ingelheim gut an. “Wir sind auf großes Interesse gestoßen - und das Feedback war durchweg positiv. Das motiviert uns natürlich”, freut sich der Winzer.

Motivieren dürfte auch die Tatsache, dass die ersten 250 Exemplare der 0,5-Liter-Flaschen bereits ausverkauft sind. Wer einen dieser Gins ergattern konnte, besitzt dank der Nummerierung ein echtes Einzelstück. Ein solches haben sich natürlich auch Jörg und Joachim Schweizer gesichert. Teil dieses lokalpatriotischen Projekts zu sein, sehen sie als Bereicherung: “Es hat einfach Spaß gemacht, den Gin zu kreieren. Wenn das Team und die Motivation stimmen, stimmt auch das Ergebnis - und in diesem Fall schmeckt es auch noch außerordentlich gut!”

Neben der Brennerei Dengel, dem Weingut Dautermann und der Druckerei Wolf ist der Fünfundsechzig 07 Dry Gin ab sofort im örtlichen Einzelhandel erhältlich, ausgeschenkt wird er sowohl in Ingelheimer als auch in Mainzer Restaurants.